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Dienstag, 13. November 2012

Neuzugang in der Werkstatt - Festool Centrotec Forstnerbohrer Satz (ZOBO System)

Für die Treppenrenovierung brauchte ich einen Forstnerbohrer mit langer Zentrierspitze um auch schräge Bohrungen durchführen zu können.
Zuerst wollte ich entweder ein Fisch oder Famag Staketenbohrer kaufen, aber der Preis von 50-60€ für einen(!!!) Bohrer schreckte mich etwas ab. 

Da ich vom Centrotec System doch sehr angetan bin, habe ich mich dann dazu entschieden den Forstnerbohrer Satz aus dem Festool Programm zu kaufen. Das Set ist vergleichsweise günstig, für das Geld hätte ich höchstens zwei der oben genannten Bohrer bekommen. 
Bei dem Set handelt es sich um die bewährten ZOBO Bohrer aus der Schweiz in den Maßen von 15-35mm nur eben mit Centrotec Schnittstelle. 













Die Verarbeitung der Bohrer ist über jeden Zweifel erhaben. Der Schaft ist sauber gefertigt, Bezeichnung und Größe sind deutlich aufgelasert...












... und der Schliff ist extrem fein ausgeführt und sehr scharf. Ich besitze sonst keinen Bohrer der derart fein gearbeitete Schneiden besitzt.















Der Clou der ZOBO Bohrer liegt in der auswechselbaren Zentrierspitze. Diese wird nicht wie bei anderen Systemen mit einer Madenschraube fixiert, sondern ist nach hinten konisch geschliffen und klemmt sich so von selbst im Bohrer fest. Das Wechseln geht mit dem beigelegten Werkzeug (kleiner Stahlstab mit Spitze) sehr schnell. Mit dem Stab von hinten auf die Zentrierspitze drücken und draussen ist sie.








Ein Nachteil hat die Sache aber, der Überstand der Zentrierspitze über den Bohrer wird durch die Länge der Spitzen festgelegt und kann nicht eingestellt werden. Ferner benötigt man spezielle Zentrierspitzen und Bohrer. Bei den Systemen wo die Spitzen per Madenschraube fixiert bin, passen oft auch ganz normale Holz oder HSS Bohrer.

Neben den drei erhältlichen Zentrierspitzen gibt es noch einen kleinen Bohrer. Dieser ist nicht für extrem schräge Bohrungen gedacht, sondern für Anwendungsfälle, bei denen es bei Durchgangsbohrungen auf beiden Seite zu keinen Ausrissen kommen darf. Man bohrt von einer Seite soweit durch das Material, bis der Zentrierbohrer auf der Rückseite wieder heraus kommt. Anschliessend wird die Durchgangsbohrung von der Rückseite her fertiggestellt. Da so von beiden Seiten gebohrt wird, kommt es zu keinen Ausrissen beim Austritt des Bohrers. Das Führungsloch des Zentrierbohrers sorgt dafür, dass beide Bohrungen exakt fluchten.


Hier ein Beispiel für eine schräge Bohrung mit langer Zentrierspitze:

Spitze ansetzen und ausrichten und...














...gefühlvoll anbohren, wenn der Bohrer ein Stück versenkt ist, Feuer frei.














Noch ein Bild, wo man die erzeugten Späne sieht. So sollte das sein!






Bezugsquelle:

Den Festool Centrotec Forstnerbohrer Satz könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Kommentare:

  1. Da hatte ich ja Glück deinen Beitrag zu entdecken. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Forstnerbohrersatz, und war drauf und dran mir einen Famag Satz zu kaufen. Denn die sind eigentlich günstiger wie die von Festool. Eigentlich. Denn ich wußte gar nicht dass die von Festool eine auswechselbare und somit verlängerbare Zentrierspitze haben. Wenn man hier richtig vergleicht, also mit den Famag's mit Zenterierspitze dann ist Festool hier mal ein echtes "Schnäppchen".

    Danke.

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  2. Hallo Michael. 3 Jahre später und ich habe immer noch keine Forstnerbohrer :-).
    Jetzt habe ich gerade bei Holzwurmtreff entdeckt dass du dort die Famags empfiehlst.
    http://www.holzwurmtreff.de/viewtopic.php?f=46&t=361
    Sprich du hast beide. Gab es einen Grund wieso du beide gekauft hast. Hat der eine Satz Vorteile die der andere nicht hat?

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    1. Hallo Mattias,

      klar hat der Famag Satz Vorteile. Er geht von 10-50mm. :)

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    2. Ok :-). Das hat man ja aus dem Artikel nicht rausgelesen. Es gibt ja unterschiedliche Sätze. Du hast also den großen Satz. Hattest du zuerst den Festool Satz und hast dann danach aufgrund der anderen benötigen Größen auch noch den anderen Satz gekauft. Mir ja eigentlich egal. Nur halt für mich die Frage ob die Bohrmax noch andere Vorteile haben bzw besser sind wie die von Festool.

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    3. In diesem Artikel geht es ja auch nur um die Centrotec Forstner.

      Wirklich besser ist von den beiden keiner. Zobo und Famag sind auf höchstem Niveau.

      Grüße
      Michael

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  3. Gerade um schräge Löcher zb in Handläufe zu bohren gibt es Bohrer die sich Flachfrässbohrer nennen. Ist ein stuck Flacheisen dessen Kanten scharf geschliffen sind mit einer langen Zentrierspitze. Kosten nicht viel und liefern sauberer Ergebnisse. Nehmen wir im Treppenbau nur um zb alte Treppen nachträglich mit neuen Stäben auszustatten.

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    1. Die wird der Chef wahrscheinlich nur kaufen, weil sie billig sind. Trifft man damit in ner alten Treppe, z.B. nen Nagel tut es nicht so weh, wie bei einem teuren Forstnerbohrer.
      Im Vergleich zu einem solchen ist das Bohrbild eines Flachfräsbohrers ja alles andere als ansprechend.

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