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Donnerstag, 1. November 2012

Projektvorstellung - Treppenrenovierung Teil 2

Schleifen schleifen schleifen schleifen schleifen war in den letzten Tagen angesagt. Insgesamt werde ich über 20 Stunden an der Treppe rumgeschliffen haben aber viel sieht man nicht.

Begonnen habe ich mit dem Handlauf, das war noch einfach. Durch das ständige Anfassen, war der Lack schon relativ weich. Ich konnte ihn relativ schnell mit einer Ziehklinge komplett vom Lack befreien. 











Insgesamt kamen drei Lackschichten zum Vorschein, Grün, Rot und Braun.
Danach sah es dann so aus:





















Die Innenradien habe ich mit dem Multimaster mit Profilschleifaufsatz und per Hand geschliffen.



Beim weiteren Schleifen war der Festool Rotex eine große Hilfe. Hätte ich alles mit einem normalen Exzenterschleifer schleifen müssen, hätte es noch deutlich länger gedauert. Auch wenn der Metabo SXE 450 über einen großen Schwingkreis verfügt, gegen den Rotex mit Zwangsmitnahme des Schleiftellers sieht er was den Abtrag angeht kein Land. Auch ist die Absaugung, solange der Teller zum großen Teil aufliegt sehr gut.


Für die abgerundeten Pfosten, habe ich den Rotex mit einem Interfacepad  bestückt, so passte er sich gut an die Rundungen an.

 














Die eigentlichen Stufen waren das größte Problem. Die obere Lackschicht war von schlechter Qualität und/oder die damalige Vorarbeit war nicht in Ordnung. Die Lackschicht ließ sich zu großen Teilen einfach mit einem breiten Stemmeisen abschaben. Sie hatte keine richtige Verbindung zur darunterliegenden Schicht. Also musste sie komplett weg.

Viel konnte ich mit dem Stemmeisen abnehmen, der Rest mußte geschliffen werden. Dabei war die Zwangsmitnahme des Rotex keine Hilfe. Durch die Reibung wurde dieser Lack sofort weich und verklebte nur das Schleifpapier. Im reinen Exzentermodus ging es schon etwas besser. So kam dann auch der SXE 450 zum Einsatz um die Stufen von der oberen Lackschicht zu befreien.








Die untere Schicht habe ich nur angeschliffen und Lacknasen und Unebenheiten  entfernt. Mehr war auch beim besten Willen mit Schleifen nicht erreichbar. Der Lack ist extrem hart und schon nach kurzer Zeit war das Schleifpapier (Indasa weiss und Festool Brilliant 2) stumpf.

Am Ende der Aktion sah die Treppe dann so aus:
 
 























Bei den Stufen sieht man einige Stellen wo ich bis aufs Holz geschliffen habe, nuja der Rotex im Rotexmodus ist manchmal zickig und wenn man dann nicht aufpasst.....



Kommentare:

  1. Moin Michael,

    versuch es doch mal mit dem Granat-Papier von Festool. Das war mich eine Offenbarung, als es darum ging, meine Fenster vom alten Acryllack zu befreien. Sehr offen gestreut, bleibt lange scharf und setzt sich kaum zu.

    Bei Rotex sollte man aber die Drehzahl etwas reduzieren, damit die Oberfläche nicht so stark erwärmt wird.

    Ansonsten wieder mal ein infomativer und sehr praxisnaher Bericht von Dir.

    Weiter so!

    Gruß

    Frank

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    1. Moin Frank,

      danke für den Tipp. Muss ich wieder mal Lack entfernen, werde ich mal das Granat Papier ausprobieren .

      Grüße
      Michael

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  2. Hallo Michael,

    die rote Farbe am Multimaster sieht nach dem sogenannten "Ochsenblut" aus. Das Zeug ist wirklich hartnäckig, habe selber bei meiner Treppe (17 Stufen, Treppe von ca 1917) damit gekämpft. Schleifen geht schlecht, da sich das Papier schnell zusetzt beim erwärmen des Lackes. Heißluftfön bringt auch nicht viel. Außerdem verbrennt man das Holz sehr schnell, wenn man nicht aufpasst. Habe mir schließlich eine Lösung mit Natriumhydrogencarbonat gemacht. Bekommst du überall zu kaufen (z.B. als Bullrich Salz im Supermarkt). Damit die Farbe eingestrichen, einwirken lassen und danach mit einem Topfschwamm und klarem Wasser abgewaschen. Geht wirklich super und spart viel Arbeit, Schleifpapier und Nerven. Geht auch mit großen Flächen wie z.B Bodendielen.
    Ansonsten eine Klasse Seite von Dir, lese gerne deine Artikel. Ich bin richtig neidisch auf Deine Werkstatt. Bin im Moment noch dran, meine zu bauen. Ob ich als gelernter Zimmermann jedoch auch so sauber arbeiten kann bei den anstehenden Projekte, wird sich zeigen. Zimmerleute sind halt eher fürs Grobe... :)
    Gruß Michael

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    1. Hallo Michael,

      nein das war kein Ochsenblut. Das Rot war auch nur am Handlauf und ging gut weg. Viel Schlimmer war das Braun auf den Stufen. Das Zeug war Grauenhaft. Zum Glück mußte ich ja nicht bis aufs Holz schleifen.

      Trotzdem vielen Dank für den Tipp. Sowas ist immer gut zu wissen.

      Viel Erfolg beim Werkstattbau.

      Grüße vom Namensvetter.

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  3. Hut ab, dass Du das durchgezogen hast. Treppen abschleifen ist echte Sträflingsarbeit. Ich hab das mal probiert, sah genauso aus, wie bei dir, aber ich hab dann irgendwann ide Nerven verloren. Und die Frage, ob weiterbeizen oder -schleifen hab ich dann mit "streichen!!!" beantwortet.
    ...und der Platz für die Schleifmaschine ist in meinem Werkzeugkoffer jetzt leer.

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