Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Sonntag, 18. März 2012

Die Zeit vergeht, was macht der Zierbrunnen?

Konstruktionsmäßig hat er die Monate ziemlich gut überdauert, das Fass und die Umrandung weisen an den Klebestellen keine Risse auf und auch sonst ist noch alles heil. 














 
 























Die einzigen Teile die ich anders befestigen hätte müssen, sind die beiden kleine Blenden am Giebel. Da die Schindeln mehr gearbeitet haben als der Firstbalken, wurden die beiden Teile etwas gelockert.








 

Anders sieht es leider mit der Oberfläche des Fichtenholzes aus. Obwohl ich alle Teile dreimal mit dem Biopin Gartenholzöl behandelt habe, bekam das Dach und auch die Umrandung das Fasses schon nach wenigen Wochen (also noch im Sommer) dunkle Punkte und Flecken. Da hatte ich mir eigentlich mehr von versprochen. Am Holz kann es nicht liegen, da das Holz für das Dach und die Umrandung aus verschiedenen Quellen stammt.






Ich werde es erstmal weiter beobachten.

Sonntag, 11. März 2012

Projektvorstellung - Buchstützen die Zweite

Und hier ist auch schon das nächste Paar Büchstützen:

Der Aufbau ist gleich wie bei dem ersten Pärchen, deswegen schreibe ich dazu auch nichts weiter.
Mehr dazu könnt Ihr hier lesen: Buchstützen für Woodworker
Hier nur ein Bild der Zinken:



Als Designelement habe ich mich für ein Holzkreuz entschieden. Das Kreuz besteht aus zwei miteinander verleimten Olivenholz Leisten und aus dünnen Streifen Wenge.
















Die Olivenholz Leisten habe ich aufgrund der Größe von Hand abgerichtet und gefügt, anschliessend verleimt und per Dickenhobel auf das gleiche Maß gebracht wie die Wenge Streifen. Diese sind übrigends noch Reste vom dem Regal. Die Überplattung der Leisten ist wieder per Hand entstanden. Hierbei mußte ich extrem darauf achten, dass sie auch wirklich absolut im Rechten Winkel entsteht, wegen den späteren Gehrungen. Hätte ich hier etwas geschlampt, wäre es später spaßig geworden. Olivenholz läßt sich sehr einfach verarbeiten. An Ecken und Kanten muß man nur etwas aufpassen, es gibt leicht Ausbrüche, also immer schön mit Bedacht, die Werkzeuge an- und absetzen.
Die Wenge Streifen wollte ich nicht auf Stoß anbringen, sondern mit Gehrungen versehen. Da die Streifen nur ein Maß von 4x10mm gar nicht so einfach, für eine Bearbeitung mit der Schneidlade für Japansägen, waren sie einfach zu dünn. Ich habe dann in die TKS ein 60 WZ Sägeblatt montiert, das Sägeaggregat auf  45° geschwenkt und die Gehrungen auf der Tischkreissäge hergestellt. Um Ausrisse zu vermeiden, kam immer eine kleine Leiste als Opferholz hinter die Streifen.
Und das Beste ist, die Gehrungen passen soger und sind dicht, OHNE Nacharbeit oder Probeschnitte. Sägeblatt gegen den 45° Anschlag geschwenkt und fertig. Das soll mal ein Besitzer einer PTS 10 nachmachen :-).




Das Kreuz ist diesmal nicht geölt sondern lackiert. Mit keinem meiner Öle kam die Maserung des Olivenholzes so schön zur Geltung wie mit dem Clou Acrylklarlack.

Das Kreuz ist nur gesteckt und mittels einem 5mm Regalträger frei drehbar.

Samstag, 10. März 2012

Die Zeit vergeht, was macht das Vogelhaus?

Ein ziemlich feuchter aber milder Winter ist vergangen, Zeit mal nachzusehen, wie es meinem Futterhäuschen geht.

Hmm, gar nicht mal so schlecht.

 







Der um die Grundplatte montierte Rahmen ist an den Gehrungen aufgegangen, hatte ich eigentlich auch erwartet. Quer arbeitet Holz halt deutlich mehr als längs zur Faser. 
Und die Nägel sind natürlich am Rosten und haben das Holz etwas verfärbt.








 Den Deckel für den Futterschacht habe ich doch etwas zu passend gebaut, er klemmt mittlerweile. Das ist aber schnell behoben.











Alles in allem finde ich geht es dem Haus aber noch ziemlich gut, dafür dass ich es unbehandelt gelassen habe. Das Holz gammelt nicht, noch ist die Konstruktion irgendwo auseinander gegangen. Noch nicht einmal am Dach. Weder die Eindeckung, noch die Leisten haben irgendwelche Schäden.


Die Bedenken die ich wegen dem Ständer hatte, ob er auch bei Sturm stabil steht und nicht umfällt, haben sich auch als unbegründet herausgestellt. Selbst einen "Angriff" von Nachbars blöder Katze, steckte die Kontruktion weg, ohne zu kippen. Tja Mietze such Dir Deine Beute woanders!

Sonntag, 4. März 2012

Evolutionspraxis - Oder die Entwicklung einer Holzwerkstatt

Ich meine damit jetzt nicht das unhaltbare Gesabbel von einem Herrn Darwin, sondern die Entwicklung meiner Werkstatt.











Diesen Artikel werde ich in Jahresschritten aktualisieren.

2010:

 


2011:

 


2012:







2013



http://3.bp.blogspot.com/-x51KU90lf3k/UVQVysjH22I/AAAAAAAAJNg/iKsyyvswhKc/s1600/DSC_0741_1.JPG











http://2.bp.blogspot.com/-6L-bVjWFUpU/UZZvs3uuvUI/AAAAAAAAKFQ/mdhJ7sGOzKA/s1600/DSCF5940_1.JPG




2014


















2015







Projektvorstellung - Buchstützen für Woodworker

Mein kleines Bücherregal steht ja jetzt an seinem Platz. Unter anderem sollten darin auch meine Bücher über die Holzbearbeitung Platz finden, nur sind diese alle eher groß und schmal und neigen zum umkippen. Einige hinlegen wollte ich nicht, weil es ist wie es ist: Meistens braucht man ja das, welches ganz unten liegt.
Was lag also näher als nächstes kleines Projekt ein Paar Buchstützen zu bauen. Da in dieses Regalfach nur Bücher zum Thema Holz gestellt werden sollen, wollte ich den Stützen auch ein passendes Design geben.
Nach längerem Überlegen viel mein Blick auf eine alte Holzhobel und damit war dann der Grundstein für die Stützen gelegt.
Auch dieses Projekt ist wieder eine Mischung aus Handarbeit und Nutzung von Elektrowerkzeugen.

Als Material habe ich mich wieder für Buche Leimholz mit durchgehenden Lamellen entschieden. Da diese Platten wohl mal für den Schubladenbau gedacht waren, haben sie schon eine passende Dicke von 14mm.
Auf der TKS wurde die Platte dann in zwei kleinere verwandelt. Einmal 150x250mm und die andere 150x200mm. Da die Platten schon geschliffen waren, mußte ich sie nur noch schnell mit Körnung 180 feinschleifen. Das war dann auch der erste Einsatz des Rotex RO 125 FEQ. Hmm, im Grobschliff Modus benimmt sich der Rotex eher wie ein bockiger Esel und nicht wie ein High-End Schleifer. Daran muß ich mich noch etwas gewöhnen.














Nun war dann erst einmal Schluß mit den elektrischen Helferlein und die gute alte Handarbeit war angesagt.
Es mußten Zinken und die entsprechenden Schwalben angezeichnet, gesägt und ausgestemmt werden.
Hier muß ich aber zugeben dies war/ist meine erste offene Zinkung mit Schwalbenschwänzen. Bei dem Recycling Regal und dem Holzlager habe ich zwar schon Zinkenverbindungen verwendet, aber immer nur einzelne und nie welche um Platten zu verbinden, sondern nur im Gestellbau. Fürs erste Mal hat es ziemlich gut geklappt, gut eine Kante ist weggebrochen und die Passungen sind nicht ganz 100%ig aber was solls, jeder fängt mal an.  Zumal bei der Zinkung für die zweite Stütze wurde das Ergebnis schon deutlich besser, aber dazu später mehr.
Hier erst einmal ein paar "Impressionen":









 
















Tja leider passierte mir dann beim Gegenstück ein "kleines" Maleur. 
Ich war in Gedanken nicht ganz bei der Sache, also irgendwo anders, aber nicht beim Zinken ausstemmen. So kam es wie es kommen mußte...nein den Fingern ist nichts passiert, ich hab nur die falschen Teile ausgestemmt (trotz Markierung).
Scheisse. Zinken abgesägt und noch mal von vorne.






Am Ende wurde aber doch noch alles Gut.

























Da ich noch mehr Buchstützen anfertigen möchte, habe ich für die Rundung eine einfache Schablone gefräst. Dies war dann auch der erste kleine Einsatz der Festool MFS.










Die Holzbrettchen wurden einfach mit doppelseitigem Klebeband auf die Schablone geklebt, so konnte ich den Radius in einem Rutsch durchfräsen ohne zwischendurch die Zwinge versetzen zu müssen.

Ich habe die Schablone erst einmal so lang gelassen, wenn ich mit den Stützen durch bin, wird sie gekürzt oder der runde Teil entsorgt.






Anschliessend habe ich die Querstrebe aus einer Buche Leiste ausgesägt und in allen Teilen die nötigen Fräsungen für die Domino 4x20mm Dübel vorgenommen, natürlich standesgemäß :-) mit der neuen Domino Dübelfräse. Hach ich fange an mich in die Maschine zu verlieben....



 
 ...und das Ganze grob zusammengesteckt.

 













Zum Schluß wurden alle Teile noch mit der Kantenfräse abgerundend und an die Bretter ein Profil angefräst.















 Soweit fertig.




 Weiter ging es mit der Oberflächenbearbeitung. Alle Teile der Stütze wurden bis Körnung 320 feingeschliffen, die offene Zinkenverbindung mit dem Flachwinkelhobel verputzt, zwei mal mit einem Möbelöl behandelt und anschliessend gewachst.

Der Holzhobel bedurfte etwas mehr Arbeit. Die Kombination Öl/Wachs mit deren Lackierung gefiel mit nicht. Also müßte der Lack runter. Da kam zum ersten mal für mich, ein chemischer Abbeizer zum Einsatz, bäääääh was ne ecklige Angelegenheit. Irgendwann war der Lack ab, ich habe den Hobelkörper dann auch noch bis P320 feingeschliffen und auch geölt und gewachts.




Nun war die eine Stütze fertig, fehlt nur noch die Zweite.




Wieder ähnlicher Aufbau wie bei der Ersten, nur mit dem Untschied das die Grundplatte größer wird und später unter die Bücher ragt.

Wieder wurde angezeichnet,...











...Zinken hergestellt,...















...Gefräst,...










...Gehobelt,...










...Geschliffen,...













...und Verputzt.
Hier sieht man auch mein neues Spielzeug, den Veritas Small Bevel Up Smoother. Gerade das Verputzen von solchen Verbindungen geht damit deutlich besser, als mit dem Flachwinkel Blockhobel.









 Und hier das Ergebnis meiner zweiten offenen Zinkung. Ich würde mal sagen, für den Anfang gar nicht so schlecht



Auch die zweite Stütze wurde wieder zweimal geölt, gewachst und anschliessend poliert.


















 Fertig ist der Satz Buchstützen:

 


 Der nächste ist schon in Arbeit.