Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Samstag, 24. November 2012

Projektvorstellung - Treppenrenovierung Teil 6

Die letzten Tage habe ich nichts an der Treppe gemacht, außer noch mal kurz fein über die Stufen geschliffen, da mein Vater mit dem lackieren anfangen will. 
Ich habe paar Sachen in der Werkstatt umgeräumt, endlich mal die Schrauben aus den Tüten und Kartons sortiert und Spanplattenschrauben, Lamellos, Rampamuffen....... in Sortainer eingeräumt. Diese Lösung finde ich für die Nutzung in der Werkstatt und außerhalb ziemlich perfekt.

Heute war nun die neue Füllung im Untergeschoss an der Reihe.

Die beiden Gehrungen mit den spitzen Winkel von ca. 55° bekamen aufgrund der größeren Fläche zwei 4x20er Dominodübel eingesetzt.












Hierbei war wieder der Leistenanschlag der DF 500 eine große Hilfe.
Ich muss die Maschine nicht ausrichten, einfach den halben Winkel, in diesem Falle 27,5° am Winkelanschlag eingestellt, Leiste aufschieben und fertig.










Bevor es an die Bohrungen für die Streben ging, musste ich zuerst deren genaue Position festzulegen. Gäbe es bei diesem Stück des Treppengeländers nicht einen Längenversatz von der Wange zum Handlauf von beinahe 30mm (!!!) wäre dies weiter kein Problem. Ich habe mich dazu entschlossen, die untere (kürzere) Leiste als Referenz zu nehmen, dort die Einteilung anzuzeichnen und dann per Wasserwaage, die gegenüberliegenden Punkte an der oberen Leiste zu bestimmen. So gibt es zwar Unterschiede in den Abständen, aber die Sprossen laufen parallel zu dem vorderen Pfosten, was meiner Meinung nach am besten aussieht und den Altbau"murks" am besten kaschiert.








Nach dem alle Punkte angezeichnet waren ging es endlich ans Bohren. 

Hierbei kam dann meine im ersten Teil hergestellte Bohrerführung und einer der extra für das Treppenprojekt angeschafften ZOBO Bohrer mit langer Zentrierspitze zum Einsatz.











Den Bohrwinkel habe ich entsprechend eingestellt und per Schmiege überprüft.













Mit nicht allzu hoher Drehzahl und nur mässig Druck habe ich dann schräg angebohrt und nochmal kurz den Winkel überprüft, ob nichts verrutscht ist.












Nun konnte auf die Endtiefe gebohrt werden. Ich habe an der tiefsten Stelle 2mm Holz stehen lassen. 

Das ganze zehn Mal und die beiden Leisten waren fertig gebohrt.










Noch mal kurz was zu den ZOBO Bohrern. Ich bin wirklich begeistert von diesen Forstnerbohrer. Man braucht kaum Druck, der Schnitt brennt nicht, was bei einfachen Forstnerbohrern schnell passiert und die Schärfe ist beachtlich. Dies kann man auch deutlich an den produzierten Spänen erkennen.









Zum Schluss musste ich noch die Länge der einzelnen Sprossen bestimmen. Dazu habe ich einfach ein Zollstock und ein kleines Stahllineal genommen. Beides passte in die 25mm Löcher und so konnte ich die Länge direkt und genau ablesen.















Fünf Sprossen entsprechend abgelängt und das ganze erst mal lose in das Treppengeländer gesteckt. PASST. Die Leisten bekamen natürlich auch noch das 5mm Profil angefräst.






  Ende Teil 6 - Hier gehts weiter zu Teil 7

Donnerstag, 22. November 2012

Neuzugang in der Werkstatt - Festool SYS 1 CE-SORT Centrotec Systainer

Ein Centrotec Systainer war mir im Prinzip zu teuer, aber durch ein sehr gutes Angebot, habe ich mittlerweile doch einen.


Bei dem Centrotec Montagepaket handelt es sich um einen T-Loc Systainer der Größe 1, der eigentlich was das angebotene Centrotec Zubehör schon ziemlich komplett ausgestattet ist.












In den oberen beiden Formeinlagen befindet sich links ein HSS Bohrersatz mit Centrotecaufnahme in der Größe 3-10mm. In diesem Artikel bin ich näher auf die Bohrer eingegangen.
Auf der rechten Seite ist ein Bitset in der TwinBOX, ein Centrotec Futter, ein Handgriff mit Centrotec-Schnittstelle und ein kompletter Satz 100mm Bits, ebenfalls mit Centrotec Aufnahme.









Die Hartplastikeinlage für den Bohrersatz ist so geformt, das er auch geöffnet werden kann, ohne ihn herausnehmen zu müssen.













Nimmt man beide Einlagen heraus kommt die untere Etage zum Vorschein.
Auf der rechten Seite befindet sich ein Sortiment aus Standardbits. Es sind 10 Größen mit je fünf Bits vorhanden.
Oben steckt in einer kleinen Box ein Satz kurzer Holzbohrer mit Centrotec Aufnahme von 3-8mm.









Auf der linken Seite sind die "Spezialwerkzeuge" untergebracht (von oben nach unten):
  • Centrotec Schnittstelle für normale Bohrfutter
  • Zwei Querlochsenker in 8 und 15mm
  • Bohrsenker mit Tiefenanschlag in 3,5mm (über den Bohrsenker gibt es einen eigenen Artikel)
  • 5mm Hartmetallbohrer mit Tiefenanschlag
  • Kurzer Bithalter
  • Langer Bithalter
  • Zentrierbohrer 5mm für Euroschrauben
  • Hakendreher

Eine Detailaufnahme des Bohrers mit Tiefenanschlag. Gut zu erkennen, die Hartmetallschneide.













Der Zentrierbohrer für Euroschrauben. Er ist vorwiegend dafür gedacht, um z.B. nachträglich Schubladeneinzüge zu montieren. Diese werden vorne in eine bestehende System 32 Lochreihe geschraubt. Dazu werden spezielle "Euroschrauben" verwendet, diese haben einen Kerndurchmesser von 5mm (es wird ein 5mm Loch gebohrt) auf der gesamten Länge, einen flachen Kopf und keine Spitze.
Für das hintere Loch ist oft im Korpus keine passende Bohrung vorhanden. Ohne dieses Spezialwerkzeug, müßte man nun den Einzug ausrichten, das Loch anzeichnen, Einzug zur Seite schieben, bohren und könnte erst dann dein Einzug festschrauben. Mit dem Zentrierbohrer wird einfach durch den ausgerichteten Einzug "durchgestochen", die drehbare Führungshülse zentriert dabei den Bohrer, welcher auf die nötige Bohrtiefe justierbar ist. So ist der Einbau schnell erledigt.


Das kleine Holzbohrer Set  ist das gleiche, welches auch bei dem CXS Set mit Deckelfachsystainer dabei ist.


















 Detailaufnahme des Bitsortiments. Wer genau hinschaut, erkennt, das die Größe TX10 fehlt, wer diese benötigt muß sie nachträglich dazu kaufen. Unterbringen kann man die Bits dann in einem der drei noch freien Fächer.











Zum Schluß noch ein paar Worte über die obere "Schraubeinlage"
Das Centrotec Futter ist Standard und liegt eh jedem Festool Akkuschrauber bei.
Bei den langen Bits handelt es sich um die HiQ Variante. Ich vermute mal, dabei soll es sich um "High Quality" Bits handeln. Ob es sich dabei wirklich um besseres Material handelt oder sich das HiQ nur auf die Bechichtung bezieht, weiß ich nicht.
In einem amerikanischen Forum habe ich gelesen, dass die langen Bits eine schlechte Passung hätten und schnell verschleissen. Den Verschleiss kann ich noch nicht beurteilen, die Passung der PZ Bits in Schrauben der Marke SPAX und Lux ist sehr gut. Die Schraube sitzt wie angegossen und hält alleine durch die Reibung, wenn man den Bit waagerecht hält (Größe 4x25mm)
Passung der Torx Bits war in Lux Schrauben eigentlich genauso wie Bits von Wera und Wiha, sowie des Wiha Schraubendrehers. In Torx habe ich aber im Moment keine weiteren Schrauben zum Vergleich.
Von daher kann ich im Moment da nichts negatives zu sagen.




Der kleine Bitsatz mit Standard Bits der Form TX, PH, PZ und Schlitz kommt in der TwinBOX genannten Aufbewahrungslösung.












Dabei handelt es sich um zwei trenn- und koppelbare Kunststoffhalter (Sind die Halter getrennt, ist die Verrieglung auch gleichzeitig ein Gürtelclip)...












...mit Halterungen für die einzelnen Bits aus Gummi. Um ein Bit zu entnehmen wird dieser einfach mit der Fingerkuppe zur Seite gedrückt und dann entnommen. Zum Einsetzen einfach von oben Einschieben.
Leider fehlt der TwinBOX jegliche Beschriftung, so sind die Bitgrößen nicht direkt erkennbar. Bei den Kreuzschlitzbits für mich weiter kein Problem, bei den Torx, da seltener genutzt, hört das Augenmaß aber auf.








Eine feine Sache ist der Werkzeuggriff (Ich würde mal sagen, Hersteller ist Wiha).
In ihn läßt sich wie bei den Spindeln der Akkuschrauber, direkt ein 1/4" Bit einstecken. Ein Magnet ist aber nicht vorhanden.
Setz man ein Centrotec Werkzeugfutter auf den Griff, passt das gesamte Centrotec Werkzeugprogramm. Bohrer anzusetzen wird wahrscheinlich keinen Sinn machen,...








...aber aus dem Griff kann ein vollwertiger Schraubendreher gemacht werden...













... oder auch ein Handsenker.


















Wirklich enttäuscht war ich von der Qualität des beigelegten kleinen Inbusschlüssel. Dieser wird benötigt, um den Bohrsenker, den Zentrierbohrer und den 5mm HW Bohrer mit Tiefenanschlag einzustellen. 

Schon beim ersten Lösen einer Schraube am Bohrsenker sah der Schlüssel so aus.
Ohne Worte!

















Bezugsquelle:

Das Festool Centrotec Montagepaket SYS 1 CE-SORT könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Mittwoch, 21. November 2012

Update des Artikels über die DeWalt DW682K Flachdübelfräse


Ich habe den Artikel über die DeWalt Flachdübelfräse u.a um eine Maschinenbeschreibung erweitert.


Eine Maschine die verbindet - Dewalt DW682K Flachdübelfräse

Montag, 19. November 2012

Werkzeugvorstellung: Mafell MT 55 cc Maxi MAX Tauchsäge

Mittlerweile nutze ich die Mafell MT 55 cc Maxi MAX schon seit einigen Monaten, es wird also Zeit ein wenig über diese Maschine zu schreiben. 
Bei der MT 55 cc handelt es sich um eine sehr leistungsstarke und robuste Handkreissäge. Anders wie bei den Pendelhauben Sägen von Mafell, die zusätzlich neben der Pendelhaube auch über eine Tauchfunktion verfügen, ist die MT 55 cc eine reine Tauchsäge mit 55mm Schnittiefe (mit Schiene bei 90°) und 1400W Leistung. Bei 45° verringert sich die Schnittiefe auf 40mm.









Die Pendelhaubensägen wie z.B. KSP 55 F verfügen über einen Spaltkeil (da federnd gelagert, wegen der Tauchfunktion, bei Mafell Flipkeil genannt), der verhindert, dass sich durch Spannungen im Holz, der Schnitt hinter dem Sägeblatt schließt und dieses einklemmt. Im schlimmsten Fall würde es dann zu einem Rückschlag kommen, der die laufende Säge aus dem Werkstück katapultiert.
Bei der MT 55 cc wurde der Spaltkeil wegeglassen. Um trotzdem ein Rückschlag zu verhindern wurde u.a. die Drehzahl auf 6250 UpM erhöht. Zum Vergleich die KSP 55 F hat 4400UpM.
Bis jetzt habe ich den Spaltkeil auch beim Auftrennen von Buche Bohlen noch nicht vermisst. Einmal hatte sich dabei das Sägeblatt verklemmt, die Säge ist einfach stehengeblieben und das wars auch schon.



Aufbewahrung


Aufbewahrt wird die MT 55 in einem Classic Systainer der Größe 4













Darin findet die Säge und die zu dem Maxi MAX Paket gehörigen Zubehörteile Platz.
Zu dem Paket gehört noch der Parallelanschlag, der Positionsanzeiger und eine 1,6m Führungsschiene (letztere passt natürlich nicht in den Systainer).










Unterhalb der Säge ist noch Platz für zusätzliche Sägeblätter und etwas Kleinkram.














Konstruktion


Wie man auf dem ersten Foto erkennen kann, nutze ich die MT 55 cc auf den Führungsschienen von Festool. 1. Brauche ich so nur einen Typ von Schiene und 2. habe ich für Festool Schienen schon einiges an Zubehör. Aus diesem Grund gehe ich auf die Mafell Schiene in diesem Beitrag auch nicht weiter ein.
Damit die MT 55 cc auch perfekt auf die Festool Schienen passt, habe ich die Schienen etwas modifiziert, wie das steht hier.
Sie läßt sich natürlich auch ohne Probleme auf dem MFT/3 einsetzen.














Und so bin ich auch schon mittendrin in der Maschinenbeschreibung.

Die Grundplatte der MT 55 cc ermöglicht es, die Säge sowohl auf den Mafell Schienen (dafür ist die nur wenige Millimeter breite Führungsnut) einzusetzen...












...als auch auf Festool kompatiblen Schienen, wie z.B. auch auf den Makita Schienen.
Dazu muss nur der schwarze Kunststoffeinleger (zu sehen auf dem oberen Bild) entfernt werden und die Nut für die Festool Schienen ist frei.










Durch einen cleveren Mechanismus kann mit nur einer Einstellschraube, sowohl das Spiel für die Mafell als auch für die Festool Schienen eingestellt werden.












Dazu gibt es auf der Oberseite der Grundplatte zwei Einstellschrauben (eine vorne und eine hinten).
Diese sind mit Raststufen versehen, so wird das Einstellen ein wenig einfacher.











Die Verarbeitung der Mafell ist exzellent und sehr durchdacht.
Die Grundplatte ist so gut wie plan, dies war z.B. bei meiner alten Makita SP6000 nicht so. Eine ebene Grundplatte erleichtert das genaue Einstellen eines Winkels, so auch die Justage des 90° und 45° Winkels ohne ständige Probeschnitte erheblich (Zu der Justage später noch etwas mehr.).










Bei dem Grundgedanke der Konstruktionen unterschieden sich die Maschinen von Festool und Mafell schon etwas. Es gibt da einen Spruch: "Festool will in der Werkstatt bleiben, Mafell auf die Baustelle".
Festool baut schon stabile Maschinen, die Mafell ist aber was die Robustheit angeht, noch eine Ecke besser. Dafür gibt es halt bei Festool mehr schicke Kleinigkeiten, die den Umgang mit den Maschinen erleichtern. Die MT 55 cc ist extrem solide gebaut, der Anteil an Metall ist höher als bei der TS 55 oder SP6000, was gerade bei der Schnittwinkeleinstellung ein großer Pluspunkt ist. War die SP6000 dort doch eher weich und war es bei Ihr möglich durch kräftigeren Druck, den Winkel noch über den Anschlag hinaus zu verstellen, ist dies bei der MT 55 cc nur sehr gering der Fall. Man muß sehr stark drücken, damit sich dort noch etwas tut, die Winkeleinstellung ist schon sehr stabil.

An der Mafell MT 55 cc gibt es drei Einstellungen, die für genaues Arbeiten justiert werden können:
  1. Der 0° bzw. 90° Anschlag. Dazu gibt es zwei (eine vorne, eine hinten) kleine Madenschrauben in der Grundplatte mit denen diese Position exakt justiert werden kann. Durch die Verwendung von zwei Schrauben ist sichergestellt, dass sowohl am vorderen als auch am hinteren Drehgelenk der Winkel stimmt und nicht z.B. durch Druck auf das Sägeaggregat es Differenzen zwischen vorne und hinten gibt, was sich wiederum negativ auf das Sägeergebnis auswirkt
  2. Der 45° Anschlag. Dieser kann ebenfalls über eine kleine Madenschraube im Vorderen Drehgelenk justiert werden.Die Schraube ist auf dem Bild, bei dem es um die Hinterschnittfunktion geht, zu sehen.
  3. Die Nullposition der Tiefeneinstellung. Für allgemeines Arbeiten nicht weiter relevant, aber wenn es darum geht z.B. OSB Platten direkt auf dem Stapel auf Maß zu schneiden ohne die darunterliegende Platte zu beschädigen, schon nicht ganz unwichtig. Um die Nullposition zu justieren, verfügt die Mafell an der Oberseite über eine Inbusschraube, mit dieser kann die Tiefeinstellung justiert werden. Die Schraube hat die gleiche Größe, wie die welche das Sägeblatt hält. Für beide ist also das Werkzeug mit an Board.














       


Bedienung


Kommen wir nun zu dem Handling und den Bedienelementen der Mafell MT 55 cc.













Der Griff liegt ausgezeichnet in der Hand und so läßt sich die Maschine sehr gut führen.











Wie die Festool besitzt auch die Mafell einen Schieber um die Tauchfunktion und den Ein/Aus-Schalter freizugeben. Die Makita SP6000 dagegen hatte einen Kopf zum drücken. Beides geht gut, bei der Makita musste man nur weniger umgreifen.











Die MT 55 cc hat im Gegensatz zu den sonstigen Tauchsägen keinen zweiten Griff vor dem Motor. Dafür hat sie einen geriffelte Mulde auf der Grundplatte mit der man die Säge bei Gehrungsschnitten auf das Werkstück drücken kann, um ein kippen zu verhindern.
Weder vermisse ich den Griff, noch verwende ich die Mulde. Das liegt aber nur daran, dass ich als Linkshänder die linke Hand nicht freihabe um eines der beiden nutzen zu können.







Um auch verschiedene Materialien mir der MT 55 cc bearbeiten zu können, verfügt sie über eine elektronische Drehzahlregelung. Diese ist leider nicht so ganz griffgünstig angebracht und befindet an der linken Seite der Säge. Wäre sie an der Oberseite des Motorgehäuses, könnte man die Drehzahl verändern, ohne die Maschine kippen zu müssen.






Die Elektronik sorgt nicht nur für die Drehzahlregelung, sondern auch für einen Sanftanlauf und eine konstante Drehzahl des Cuprex Motors auch unter Last. Eine elektrische Bremse wie bei der TS 55 EBQ gibt es an der Mafell allerdings nicht.
Der Cuprex Motor leistet 1400 Watt und wird auch von dickeren Buchebohlen nicht sonderlich gebremst (passendes Sägeblatt vorausgesetzt). Das Ding hat den Tiger im Tank, nicht nur auf dem Schild.







Die Schnitthöhe wird bei der Mafell über einen Schieber eingestellt, dieser ist mit Rasten in Abstufungen  von 1mm versehen. Der Zeiger zum Ablesen der Schnittiefe lässt sich schwenken. Er kann so eingestellt werden, dass entweder die genau Schnitttiefe ohne oder mit Führungsschiene angezeigt wird. Eine sehr praktische Sache.














Für einen möglichst ausrissfreien Schnitt, besitzt die MT 55 cc eine Vorritzfunktion. Dabei wird einfach,  mit einem kleinen Schieber, die Schnitttiefe auf ca. 2,5mm begrenzt. Das hat den Vorteil, man braucht nicht immer die Schnittiefe zu verstellen, was Fehler minimiert.
Mafell wirbt damit, dass das Sägeblatt auch noch gleichzeitig minimal seitlich versetzt wird. Wie das funktionieren soll weiß ich nicht, der Schieber grift nur in eine Aussparung ein und hat sonst weiter keine Funktion.
Ich habe das auch mal getestet, konnte den Versatz aber nicht nachvollziehen. Nach dem Hinweis von Max (siehe Kommentar) habe ich das mal mit einer Schieblehre nachgemessen. Es ändert sich wirklich was an der Schnittposition. Ich hatte das an einer Bucheplatte probiert und da sieht man keine Änderung.


Für die Winkelverstellung gibt es eine Zentralklemmung, das ist ne feine Sache, braucht man so nur an einer Knebelschraube zu drehen und beide Gelenke werden arretiert. Dies geschieht durch eine Art Seilzug innerhalb der Säge.
Der kleine Zeiger für die Winkelablesung läßt sich ebenfalls noch leicht justieren.









Falls die Mafell MT 55 cc ohne Schiene eingesetzt wird, ändert sich bei versch. Schnittwinkeln auch leicht die Position des Schnittes, um dies beim Sägen nach Anriss zu kompensieren, besitzt die Säge einen Risszeiger, der sich dem Schnittwinkel automatisch anpasst.










Die MT 55 cc besitzt auch eine Hinterschnittfunktion, damit sind Schnitte in einem Winkel von -1°-48° durchführbar.

Um die Säge auf -1° zu stellen, muß nur dieser kleine Schieber betätigt werden und schon läßt sich die Säge auf bis zu -1° schwenken. Kehrt man in die 0° Position zurück, springt der Mechanismus automatisch wieder zurück und dient als Anschlag für den rechtwinkligen Schnitt.









Ähnlich läßt sich auch der 45° Anschlag deaktivieren. Schieber nach unten drücken und die Säge läßt sich weiter kippen. Dreht man sie wieder zurück, springt auch dieser Schieber automatisch wieder in seine Ursprungsposition.











Die Mafell vefügt über ein kleines Sichtfenster. Dieses ermöglicht, z.B. beim Aussägen eines Ausschnittes, den Schnitt genau zu verfolgen, um nicht zu weit zu sägen. 
Um die Absaugung noch zusätzlich zu verbessern, diese ist durch das komplett geschlossene Seitenteil ohnehin schon sehr gut, läßt sich dies Fenster noch auf das Werkstück absenken.









Etwas besonderes hat sich Mafell für den Sägeblattwechsel einfallen lassen. Der Wechsel ist so einfach und schnell erledigt, da können sich andere Hersteller eine Scheibe von abschneiden.

Zuerst muß der silberen Knopf gedrückt werden...














... dann ein Zug an dem roten Hebel...














und die Klappe wird geöffnet. Gleichzeitig wird das Sägeblatt arretiert und der Ein/Aus-Schalter gesperrt. So ist es unmöglich die Säge ungewollt einzuschalten.
Neben dem schnellen Wechsel ist es auch ein Vorteil, dass man das Sägeblatt nicht durch einen schmalen Schlitz auf dessen Sitz fädeln muß.
Der Inbusschlüssel zum Wechsel, steckt in einer Garage am hinteren Drehgelenk und somit ist er immer dabei.








Zubehör


Zum Schluß möchte ich noch die beiden  zu dem Maxi MAX Set gehörenden Zubehörteile vorstellen.

Zum einen den Parallelanschlag. Der ist anders wie der von der SP6000 nicht einfach ein Teil aus Blech sondern eine Konstruktion aus einem Aluminiumprofil und zwei Stahlstäben.












Der Parallelanschlag wird mit zwei Knebelschrauben, die auf passende Blechhalter drücken an der Säge fixiert.













Leider lassen sich mit dem Parallelanschlag keine schmalen Streifen absägen, da er sich nicht bis ans Sägeblatt heranschieben läßt. Er besitzt zwar Bohrungen für eine anschraubbare Leiste, aber ab Werk geht dies nicht. Da ist der Anschlag der Festool TS 55 im Vorteil, dieser läßt sich bis dicht ans Sägeblatt heranschieben.









Das zweite Zubehörteil ist der Positionsanzeiger. Dieser kann auf verschiedene feste Schnittiefen eingestellt werden und zeigt dann den Ein- und Austrittspunkt des Sägeblattes an. Dieses Teil wird einfach werkzeuglos an die MT 55 cc geclipst und hält dann sehr stabil.









Update:

Hier zwei Ergebnisse mit der MT 55cc in Verbindung mit dem Festool MFT/3

Absolut rechtwinkliger Schnitt
Perfekte Oberfläche mit dem 48WZ Blatt diagonal zur Faser.




Update II:

Mittlerweile hat die MT 55 cc einen Plug-It Anschluß bekommen.














Mehr könnt Ihr hier lesen: MT 55 cc meets Plug-It





Bezugsquelle:

Die Mafell MT 55 cc Maxi MAX könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.