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Freitag, 17. Mai 2013

Projektvorstellung - Hängeschrank für das Badezimmer Teil 2

Nach dem Aushobeln und dem groben Zuschnitt, habe ich mich zuerst dem Leimholz gewidmet.

Nach dem Fügen der Kanten ging es an das Verleimen. Mangels genügend Zwingen für die vier Platten, habe ich in die Trickkiste der Bessey REVO KRV Zwingen gegriffen. Die obere Backe habe ich einfach in die Mitte geschoben und dann von oben noch ein Unterteil aufgesetzt.











So konnte ich dann mit drei Korpuszwingen zwei Platten verpressen.
Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen. ;)












Die dicke Platte für den Boden habe ich auf gewohnte Weise mit einem Satz Korpuszwingen verleimt und ein Seitenteil auf dem MFT/3.












Fertig waren die Leimholzplatten für die Füllungen. Wenn es an deren Einbau geht, werde ich sie auf das benötigte Maß zurecht sägen.












Leider leider ist mir das Abrichten der dünnen Bretter für die Seiten und den Deckel nicht ganz so gut gelungen. Da muss ich noch üben. Es wäre wahrscheinlich besser und leichter gegangen zuerst BEIDE Seiten des Ausgangsbrettes abzurichten und erst dann aufzutrennen, sodass ich dann später eine vernünftige Referenzfläche für die Dickenhobel habe.
Zur Erinnerung, ich habe ja einige der ca. 28mm dicken Bretter für die Füllungen aufgetrennt um Gewicht und Material zu sparen.








Mein Problem war nun, dass die Bretter nicht alle durchgängig  die gleiche Stärke hatten. Ich hatte es schon beim Dickenhobeln gemerkt, dass manche Bretter stellenweise geflattert haben.
Ich habe die Bretter dann so angeordnet und verleimt, dass die Sichtseite möglichst eben wird. 

Die Stöße auf der Rückseite habe ich dann mit meinem neuen Spielzeug, dem Festo RAS 115 bearbeitet. Damit war das dann ratzfatz erledigt.












Hier ein Beispiel (wie es eigentlich nicht sein sollte) an einer Kante.













Meine Lösung ist zwar etwas Pfusch, aber naja. Besser wie alle Füllungen neu machen und später sieht man es eh nicht mehr.

Nach dem Pfuschen habe ich die Flächen und die Rahmenhölzer mit dem großen Rotex bis Körnung P120 vorgeschliffen.
Damit ich auf den Innenseiten der Füllungen besser erkennen kann, wo ich schon geschliffen habe und wo nicht, hatte ich die Flächen vorher mit Bleistiftstrichen versehen.

 















Die Schmalseiten der Rahmenhölzer habe ich gehobelt, das geht schneller als Schleifen.














Wenn man solche Späne produziert, macht es auch mehr Spaß als das Arbeiten mit der Schleifmaschine.

















Zum Schluß habe ich noch die Füllungen und Rahmenhölzer sortiert und nach der späteren Position am Möbel beschriftet.





















Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    sehr interessante Dokumentation. Auftrennen von Bohlen in zwei Dünnere hälften ist immer etwas spannend. Ich mach es aber nicht so wie du beschrieben hast sondern wie folgt:
    1. Grob abrichten einer Seite (muss nur Einigermasen eben sein, es können auch noch säge raue teilflächen bleiben)
    2. An einer Kante 90° Winkel hobeln
    3. Auftrennen der Bohle mit möglichst groben Sägeblatt (z.B. 315mm 20FZ) und zügigem Vorschub (weniger Temperatureintrag).
    4. Akklimatisieren lassen (2-3 Tage) da die aufgetrennten Teile meist gebogen sind und das teilweise wieder zurückgeht.
    5. abrichten und aushobeln (beim abrichten muss darauf geachtet werden das man die restliche Biegung während dem Hobeln nicht "flachdrückt")

    So hab ich die besten Resultate bekommen, aber dennoch sind manche Teile nicht zu retten weil sie nach dem auftrennen zu stark gebogen sind.

    Gruß Alexander L.

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    1. Moin Alexander,

      so habe ich es auch gemacht. Es wird wahrscheinlich an Punkt 4 und 5 gescheitert sein.
      Gut ich hatte auch nicht viel "Fleisch" zum aushobeln, beim nächsten Mal wird es besser.....hoffentlich.

      Grüße

      Michael

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    2. Servus Michael,

      ich mach das oft mit 52mm Bohlen die dann zu zwei 20mm Bretter werden, denn das aushobeln von 32mm Bohlen auf 20mm ist mir zu schade. Das funktioniert bei mittleren Längen recht gut (800-1000mm).
      Deine erste Schätzung mit 10mm pro Brett aus einem 26mm starkem ist schon recht optimistisch wenn man mindestens einmal sägt und viermal hobelt (=7mm) :-).

      Gruß Alexander L.

      P.S. Ein frisch entharztes Sägeblatt ist auch von Vorteil beim auftrennen.

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