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Montag, 10. Juni 2013

Neuzugang in der Werkstatt - Protool QuaDrill PDP 20-4 DEC FF


Die perfekte Handbohrmaschine wird es nicht geben, dazu sind die Einsatzgebiete und Geschmäcker zu verschieden.

Dem Wunsch nach der berühmten eierlegenden Wollmilchsau kommt die Protool PDP 20-4 DEC FF aber schon ziemlich nahe.














Die Protool PDP 20-4 vereint die Vorzüge einer netzbetriebenen Schlagbohrmaschine mit denen eines Akkubohrschraubers.
Man könnte auch sagen, die PDP 20-4 ist ein starker Akkuschlagbohrschrauber mit Schnur.

Dank der Fastfix Schnittstelle und den verschiedenen Vorsätzen, kann die Protool PDP 20-4 im Prinzip fünf Maschinen ersetzen: Bohrmaschine, Kraftschrauber, Winkelbohrmaschine, Winkelschrauber und Bauschrauber.
Neben dem bei meiner Variante enthaltenen 13mm Schnellspannbohrfutter und der Centrotec Aufnahme, gibt es noch weitere Vorsätze: Einen 90° Winkelkopf, Tiefenanschlag mit Kupplung für den Trockenbau und einen 3/8" Steckschlüsseladapter.

Hier zuerst noch die technischen Daten:
(Angaben der Drehzahl beziehen sich auf den Leerlauf, da die PDP 20-4 keine Konstantelektronik besitzt)
Nennaufnahme     705 W
Drehzahl 1. Gang     0-400 min-1
Drehzahl  2. Gang     0-850 min-1
Drehzahl  3. Gang     0-1900 min-1
Drehzahl  4. Gang     0-4000 min-1
Schlagzahl im 4. Gang 0-79000 Schläge pro Minute
Drehmoment hart/weich     50/30 Nm
Bohrdurchmesser in Holz / Metall / Stein     50/18/20 mm
Gewicht ohne Netzkabel, mit CENTROTEC Aufnahme 1,8kg


Gebaut wird die PDP 20-4 in Neidlingen.















Die Bezeichnung PDP 20-4 DEC FF setzt sich wie folgt zusammen:

  • PD = Percussion Drill
  • P = Protool
  • 20 = 20 mm max in Stein
  • 4 = 4 Gänge
  • D = D-Gehäuseform
  • EC = EC-Tec Motor
  • FF = FastFix Schnittstelle 
Quelle: Festool Group GmbH & Co. KG





Einen Kosenamen hat die PDP 20-4 übrigens auch: Quadrill 
Wahrscheinlich wegen 4-Gang Bohrmaschine














Aufbewahrung

Geliefert wird die Protool PDP 20-4 DEC FF in einem T-Loc Systainer der Größe II mit Deckelfach.













Darin findet die Maschine samt Netzkabel bequem Platz, ohne das es eng zugeht.
Im Deckel befindet sich noch eine Abbildung, welche verschiedenen Aufsätze es für die Quadrill gibt.











Die Systainer Einlage hat Aussparungen für alle lieferbaren Vorsätze, sowie für zwei Centrotec Bitaufnahmen (im Lieferumfang) und zwei 3/8" Steckschlüssel. Eine Kiste mit Bohrern oder Bits passt auch noch problemlos in den Systainer hinein.










Als Besonderheit bietet der mitgelieferte Systainer ja ein Deckelfach. Dieses Fach, bzw. die drei Unterteilungen sind variabel nutzbar, entweder mit Trennstegen geteilt für Kleinteile oder mit welchen der lieferbaren Set mit Einsatzwerkzeugen bestückt.
Ich habe mein Deckelfach mit einer Einlage mit den gängigsten Bits und einer mit div. Steinbohrern mit Centrotec Aufnahme bestückt. Das mittlere Fach ist noch frei für Kleinzeug.








Lieferumfang


Neben der Maschine, dem Systainer und den Papieren gehören noch folgende Teile zum Lieferumfang:

Eine Centrotec--Werkzeugaufnahme und ein 13mm Schnellspannbohrfutter.













Das Schnellspannbohrfutter ist schlagbohrfest und besitzt eine Ratschenfunktion, die ein ungewolltes Lösen des Einsatzwerkzeuges verhindert.












Ein normaler Centrotec Bithalter für 1/4" C Bits und noch ein Centrotec Bithalter mit Verrieglung. Dazu gibt es noch einen Torx Bit dazu.












Sowie einen 2. Handgriff mit weichem 2K Griffstück und einer Bohrtiefenbegrenzung (diese fehlt auf dem Bild)













Weiter gibt es noch eine SET Variante, bei der noch der Winkelkopf dazugehört. Da meine beiden Akkuschrauber aber schon über so einen Vorsatz verfügen, habe ich mir das Geld gespart.



Bedienung


Auch wenn die PDP 20-4 ein eher eigenständiges Design besitzt, lässt die Bedienung keine wirklichen Fragen offen. Jeder der schon einmal mit einer Schlagbohrmaschine gearbeitet hat, kommt auch sofort mit der Protool klar.
Ähnlich wie bei Festool sind die wichtigsten Bedienelemente farblich hervorgehoben. Bei Protool in Orange.

Der meistgenutzte Knopf wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, der Gasgebeschalter sein. Er ist eher lang ausgefallen und bietet Auflagefläche für min. zwei Finger.
Darüber liegt der Schieber für den Rechts-/Linkslauf. Im Gegensatz zu vielen Anderen Maschinen oder Herstellern, ist dieser eher klein ausgefallen, läßt sich aber trotzdem einfach und gut mit einem Finger bedienen, ohne umgreifen zu müssen.








Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte und was einen großen Pluspunkt für das Handling der Maschine darstellt, ist der Schnellstopp. Wie bei einem Akkuschrauber, steht die Spindel sofort noch dem Loslassen des Gasgebeschalters. 
Dies ist extrem nützlich, wenn man die Quadrill als Schrauber einsetzt.
Darüber hinaus, besitzt die Maschine auch einen Spindelstopp. Im ausgeschalteten Zustand ist die Spindel blockiert und das Bohrfutter kann, ohne gegen halten zu müssen (ich schreibe diesmal nicht einhändig, sonst gibt es wieder sinnlose Diskussionen), gelöst oder angezogen werden.
Ich kenne sonst keine netzbetriebene Bohrmaschine die diese beiden Funktionen besitzt.


Nutzer von "konventionellen" Handbohrmaschinen wird sofort das Fehlen des Knopfes für den Dauerbetrieb und des Rädchens für die Drehzahlvorwahl auffallen.
Bei der PDP 20-4 mit ihrem bürstenlosen EC-Tec Motor ist der Dauerbetrieb nicht durch ein Feststellen des Gasgebeschalters aktivierbar, sondern er funktioniert elektronisch.


Dazu muss ein, auf der rechten Seite befindlicher Taster gedrückt werden. Um den Dauerbetrieb wieder abzuschalten, muss der Taster entweder erneut gedrückt oder der Gasgebeschalter kurz betätigt werden.











Diese Bedienung ist zuerst etwas ungewohnt und einen Nachteil gibt es auch: Der Dauerbetrieb kennt nur Vollgas. 
Wer die PDP 20-4 z.B. in einem Bohrständer einsetzt (Was dank des 43mm Eurohalses kein Problem ist) und dort die Drehzahl individuell regeln möchte, hat ein Problem. Es stehen nur die Höchstdrehzahlen (400, 850, 1900, 4000 UpM) der vier Gänge zur Verfügung.


Auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite befindet sich die Taste für die LED-Beleuchtung. Da es bei einem Netzgerät weniger auf den Stromverbauch ankommt, ist die Quadrill sogar mit vier LEDs ausgestattet.
Im Gegensatz zu den meisten Akkuschraubern, bleibt die Beleuchtung der Quadrill so lange aktiviert, bis sie wieder ausgeschaltet wird. So kann sie auch als Notfallarbeitsleuchte herhalten.







Die Ausleuchtung und Helligkeit ist sehr gut, auch wird der Lichtkegel nur wenig von den Maschinenvorsätzen abgeschattet.














Auf der Oberseite des Gehäuses liegen die Schieber für die Schlagbohrfunktion (vorne) und die vier Getriebestufen (hinten).
In das Getriebegehäuse aus Aluminium sind die verschiedenen Stellungen eingraviert und somit leicht zu finden.










Der Schieber für die Schlagfunktion geht zwar eher stramm, lässt sich aber sonst einwandfrei bedienen (besser zu schwer, als zu leicht).
Was man von dem Getriebeschieber nicht sagen kann. Die Handhabung von diesem ist eher in den Bereich hakelig einzuordnen. Die ersten beiden Stufen gehen schwer, möchte man vom 1. Gang in den 2. Gang, landet man oft zuerst bei Nr.3.  Vom 3. in den 4. und umgekhert, geht deutlich besser. Auch dritt anfangs etwas Fett an dem Schieber aus. Für ein "Baustellengerät" ist beides wohl eher ein Schönheitsfehler, bedenkt man aber den Preis, den Protool für diese Maschine aufruft, gehört sich sowas eigentlich nicht.


Auf beiden Gehäuseseiten (also für Links- und Rechtshänder) verfügt die PDP 20-4 noch über ausklappbare Gürtelhalter.
Ausklappen, an die Hose hängen, fertig.
Die Halter sind aus Kunststoff, machen aber einen recht soliden Eindruck. Zumal die Maschine mit ihren 1,8kg, die Dinger wenig belastet.









Wer die Protool PDP 20-4 das erste mal sieht, wird sich sicher über die etwas eigenartige Gehäuseform wundern. Ich kenne sonst spontan auch nur eine Bohrmaschine mit etwa gleicher Form, die AEG Ergomax. Diese hat eine ähnliche Grundform, ist aber sonst komplett anders aufgebaut.










Nimmt man dann die Maschine in der Hand hat, möchte man sie eigentlich gar nicht mehr weglegen. Sie liegt, ähnlich wie der Festool CXS, ausgezeichnet in der Hand und das an den wichtigen Stellen gummierte Gehäuse bietet verschiedene Griffmöglichkeiten.
Zum Bohren und Schrauben in Wänden, Böden oder Decken ist die Griffposition wirklich optimal und ermöglichst unverkrampftes und ermüdungsfreies Arbeiten.

 















Wer den Zusatzhandgriff nicht montieren möchte, kann auch das Gehäusevorderteil als zweiten Griff missbrauchen. 













Beim Einsatz der Quadrill vorwiegend als Bankmaschine, da sieht es etwas anders aus. Sie läßt sich zwar auch dort problemlos einsetzen, aber die Ergonomie ist dann nicht mehr ganz so gut.
1. Muss das Handgelenk, durch den deutlich angewinkelten Griff, stärker verdreht werden.
2. Kann die Maschine eigentlich nur zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt, senkrecht gehalten werden, da die restlichen Finger auf dem Ein/Austaster liegen. Greift man mit diesen zu, fängt die Maschine logischerweise an zu laufen.











Konstruktion


Ich fange zuerst einmal mit dem grundsätzlichen an, der Verarbeitung.
Auch wenn die Protool PDP 20-4 DEC FF aus dem gleichen Werk wie die Festool Maschinen kommt, bei der Verarbeitung kann sie nicht mithalten.

Das fängt, wie oben bereits geschrieben mit dem Handling des Getriebeschiebers an, ...


... geht über nicht so schöne Details, wie dem "Ausgang" des Netzkabels ...














und endet bei den Spaltmaßen. 
Diese sind auch nicht so pralle. Speziell für den normalen Kaufpreis der Maschine, da erwartet man eigentlich etwas mehr.












Hier als Vergleich ein Foto des Festool T18+3. So gehört sich das.














Von diesen Schönheitsfehlern abgesehen, bleibt die Protool Quadrill eine wirklich geniale Maschine mit vielen interessanten Features. Exzellenter Griff, sehr kompakt (speziell die Baulänge) und mit 1,8kg sehr leicht.

Trotz des geringen Gewichtes macht die Protool einen soliden Eindruck, welcher durch das Aluminium Getriebegehäuse nochmals verstärkt wird.

Die wichtigsten Stellen sind gummiert, das verhindert zum einen Kratzer auf Maschine und evtl. empfindlicher Oberfäche und zum anderen rutscht sie nicht so schnell von glatten und geneigten Flächen runter.

Der bürstenlose 705 Watt Motor bringt wirklich eine Menge Power mit, die durch den hohen Wirkungsgrad auch fast 1:1 an das Getriebe weitergegeben wird, das traut man der eher zierlichen Maschine so nicht zu. Zumal sie, was das Betriebsgeräusch angeht, sehr leise und ruhig läuft. Was die Protool bei Vollgas von sich gibt, das haben andere Bohrmaschinen schon bei Standgas. Gerade die 4000 UpM im vierten Gang, glaubt man erst wenn man auf den sich schnell drehenden Bohrer schaut. 
Arbeitet man mit dieser hohen Drehzahl, dann geht beim Bohren, selbst in Hartholz wirklich die Post ab. Ein 10mm Bohrer ist durch 28mm Buche so fix durch, so schnell kann man gar nicht gucken. 
Beim Bohren von Holz trage ich eigentlich selten eine Schutzbrille, aber bei dem testweisen Einsatz eines 25mm ZOBO Fornsterbohrers im 4. Gang, habe ich den Versuch doch unterbrochen und eine Schutzbrille aufgesetzt. Die Späne fliegen dabei wirklich und der Bohrfortschritt ist enorm und schon nicht mehr genau kontrollierbar. Kurz auf die Maschine gedrückt und schon fast durch das Restholz gebohrt.
Ich habe das nur mal als Versuch unternommen, ich denke die Belastung der Schneiden bei dieser hohen Drehzahl wird schon nicht ohne sein.

Aber nicht nur Leistung ist bei einer Bohrmaschine wichtig, sondern auch das Drehmoment. Zum Schrauben habe ich die PDP 20-4 noch nicht genommen, aber ein Test mit einem 50mm Fornsterbohrer in Buche im 1. und auch im 2. Gang stellten die Maschine vor keine wirkliche Herausforderung. Die Drehzahl brach auch, trotz dem Fehlen einer Konstantelektronik nicht wirklich merkbar ein.
Ich bin echt begeistert, von diesem kleinen Kraftzwerg äh Kraftprotz.

Damit es einem die Maschine bei solchen Anwendungen nicht aus der Hand dreht, kann ein zweiter Handgriff an dem 43mm Eurohals montiert werden.
Damit sich dieser während der Arbeit nicht verdrehen kann, ist er und das Getriebegehäuse mit Rastungen versehen (diese Rastungen dienen auch, zum Fixieren des Winkelkopfes).
Durch drehen des 2K Griffstückes wird sowohl der Handgriff an der Maschine, als auch der Tiefenanschlag fixiert.







Ein weiteres cooles Gimmick ist die große vordere Magnetfläche. An dieser lassen sich zig, Bits, Bohrer oder auch ein Haufen Schrauben anbringen.
Sehr praktisch wenn man z.B. auf einer Leiter steht und arbeitet. So ist alles griffbereit und dank dem Centrotec Systems auch schnell und einfach gewechselt.
Nur normale Kunststoffdübel bleiben auf dieser Fläche nicht hängen...leider. Die müssen immer noch in der Hosentasche verstaut werden.








Wobei sich Protool nicht lumpen lässt, ist das Netzkabel. Dieses ist nicht 2m oder 4m lang, nein, es sind sage und schreibe 7,5m!! Das ist schon richtig viel. Damit mir das in der Werkstatt nicht zur Fußfalle wird, wickel ich nur soviel ab, wie ich brauche und fixiere den Rest mit dem immer am Kabel befindlichen Klettband. Auf einer Baustelle, ist das extrem lange Kabel, natürlich absolut genial.








Beim Ausprobieren der Maschine habe ich weiter keine Bilder gemacht, hier nur ein Vergleichsbild, was eine hohe Drehzahl beim Bohren in Holz bringt.
Gebohrt mit einem neuen 10mm Holzbohrer von Festool (also ohne Vorschneidern).

Links mit 4000 UpM, rechts mit 1500 UpM, beide mit möglichst gleichem Vorschub gebohrt.
Der Rand der Bohrung wird bei höherer Drehzahl schon sauberer.



Hier noch einige Vergleichsfotos mit dem Festool CXS und dem T18+3


 Fastfix des CXS















Fastfix des T18+3















Die Centrotec Schnittstelle ist zwar gleich, es lassen sich also alle Centrotec Werkzeuge in allen drei Maschinen einsetzen, die Winkeladapter sind aber alle verschieden und passen nur auf die jeweilige Maschine.
Beim CXS wird der Winkelkopf im Prinzip nur durch die Centrotec Schnittstelle gehalten, beim T18+3 über eine Art Bajonettverschluss und bei der Protool PDP 20-4 wird er am Eurohals geklemmt.


 Direkter Vergleich der Gehäuseformen.


 

Der T18 ist natürlich völlig anders aufgebaut, am ähnlichsten mit der Quadrill ist noch der CXS, trotzdem fällt auf, dass das Gehäuse der Protool viel stärker angewinkelt ist, als beim CXS.



Fazit:

Wenn die stellenweise etwas schlampige Verarbeitung nicht wäre, würde die PDP 20-4 DEC FF einem perfektem Werkzeug schon sehr sehr nahe kommen, aber so gibt es halt nen Punkt abzug. 
Aber alle bemängelte Punkte sind eher nur Schönheitsfehler, daher eher zweit oder drittrangig. Am ehesten stört noch das hakelige Getriebe. Aber der Mensch ist ja anpassungsfähig, anfangs habe ich den 2. Gang meist nie direkt getroffen, mittlerweile klappt das schon deutlich besser. Entweder läuft sich das Getriebe ein oder es liegt an mir.
Nichtsdestotrotz sucht die Leistung, Flexibilität und Ergonomie der kleinen Quadrill ihresgleichen.






Bezugsquelle:

Die Protool PDP 20-4 DEC FF bzw. jetzt Festool PD 20-4 E FFP könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.



Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    zwei Fragen zum Quadrill:

    -mich würde interessieren, ob das orange Centrotec-Futter des Protool auch an den CXS passt. ich habe vor, mir noch eins in Orange zu kaufen bevor Protool die Farbe wechselt, da es vielleicht praktisch ist, verschiedenfarbige zu haben beim Werkzeugwechsel. Offenbar gibt es da aber bei Protool verschiedene Versionen und Bestellnummern?

    -die Bithalter, die genau in das Deckelfach passen, habe ich versucht als Ersatzteil bei Festool in lichtgrau zu bestellen - gibt es nicht, obwohl bei meinem CXS DF-Set eines dabei war. hast du das von Protool nachbestellen können und weißt ggf. die Bestellnummer?

    Besten Dank und beste Grüße, a.

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    1. Hallo Arne,

      die Futter sind gleich und passen.
      Protool hat auch noch ne größere Version eines Centrotec Systems, die passen nicht.

      Die Einsätze gibt es nicht leer, weder von Protool noch Festool. Ich hatte versucht eines in Lichtgrau zu bekommen, für meine langen Holzbohrer. Keine Chance.
      Für den Protool habe ich bestückte Einsätze gekauft.

      Finde ich ehrlich gesagt auch dumm, dass es die nicht lose gibt. Von Festool gibt es den vom CXS nicht mal bestückt einzeln zu kaufen. Was passiert, wenn einem was an dem Einsatz kaputt geht, ist ne gute Frage. Muss man wohl einen kompletten CXS im DF Set kaufen.

      Grüße

      Michael

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    2. Nur mal so als Info, die Deckelfacheinsätze gibt es mittlerweile auch in lichtgrau.

      https://www.festool.de/Produkte/Zubehoer-Verbrauchsmaterial/Pages/Detailansicht.aspx?pid=769094&name=CENTROTEC-Bits-und-Bithalter-BITS-+-BHS-65-CE-TL-24x

      Leider aber immer noch nicht als Ersatzteil leer, was ich viel schlimmer finde, wer will sich schon immer wieder und wieder nen kompletten Bitsatz kaufen. Auch nicht bei Tanos im übrigen.

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  2. Hallo Michael,

    da ich auf der Suche nach einer neuen Bohrmaschine für meinen Wabeco Bohrständer bin, wollte ich wissen ob der Euronorm Ø 43 mm mit der Maschine übereinstimmt?

    Hast Du hierzu eine Info?

    Grüße

    Joachim

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    1. Hallo Joachim,

      klar hat die PDP 20-4 wie schon im Artikel beschrieben einen 43mm Hals.
      Er ist nur etwas kürzer wie bei sonstigen Bohrmaschinen, aber wie ich gelesen habe, funktioniert es problemlos, auch in einem Wabeco Bohrständer.

      Grüße

      Michael

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    2. Hallo Joachim,

      ich kann die Info von Michael bestätigen. Ich besitze seit einem Jahr einen Wabeco Bohrständter und betreibe diesen mit dem PDP 20-4 sehr erfolgreich.

      Viele Grüße. Matthias

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  3. Hi Michael.

    Hast du das Gerät schonmal in Beton ausprobiert? Wie schlägt er sich da. Deine Beschreibung hört sich ja erstmal so an, als dürfte er mit einem 20mm Loch in Beton keine größeren Probleme haben. Und eine Schlagbohrmaschine mit den Abmessungen und dem Gewicht könnte echt angenehm sein.

    Schönen Gruß,

    Daniel

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    1. Hallo Daniel,

      bei uns am Haus gibt es sowas nicht wie Beton.
      Aber die Quadrill ist ne Schlagbohrmaschine, kein Bohrhammer. Zum wirklichen Bohren in Beton braucht es aber letzteres, ne Schlagbohrmaschine hat da zuwenig Schlagenergie.
      Die Angabe ist max. 20mm in STEIN, nicht Beton. Das ist ein Unterschied. Den Durchmesser in Beton wirst Du vergessen können. Dafür ist die Maschine nicht gemacht.

      Grüße

      Michael

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  4. Hallo Michael,

    wie würdest du den Rundlauf der Protool im Bohrbetrieb einschätzen? Ich frage mich, ob das per FastFix aufgesteckte Bohrfutter in dieser Hinsicht mit einem fest montierten Futter mithalten kann.
    Hintergrund: Ich suche eine Bohrmaschine, die in Verbindung mit einem ordentlichen Bohrständer auch mal maßhaltige Löcher in Metall bohrt. Eine TBM kommt im Moment aus Platzgründen leider nicht in Frage. Bisher dachte ich entweder an die Protool-Maschinen in "klassischer" Bauform oder an 'was von Metabo. Nach deinem Bericht scheint mir die QuaDrill aber auch eine Überlegung wert zu sein.

    Viele Grüße
    Frank

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    1. Hallo Frank,

      sehr gut. Ich kann kein Spiel an der FastFix Aufnahme festellen, geschweige denn ein Rundlaufproblem im Betrieb.
      Der User HeikoB hat im Werkzeugforum sich positiv über den Rundlauf der Quadrill geäußert, wenn ich das recht in Erinnerung habe, besser als ne Metabo. Schau da mal nach, ich meine er hat sogar ein Video gedreht.

      Grüße

      Michael

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  5. Hallo Micha,
    ich habe eben im Forum gelesen, dass Du deine Protool verkaufst.

    => warum?

    Nach dem Ergebnis hier würde mich Deine Antwort interessieren. Ich habe die ohne Schlagfunktion und möchte sie nicht mehr hergeben.

    Herzliche Grüße

    Tom B

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  6. Servus,

    warum hat der Protool jetzt gehen müssen?
    Andere Maschine oder warst du mit dem unzufrieden?

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  7. Moin zusammen,

    mir war die Farbe nicht mehr trendy genug. :)

    Nein, es hat sich was ergeben, wo ich meinen Bastelwahn dran auslassen werde und dann ist es bis auf die Griffform sehr ähnlich der Quadrill.

    Grüße

    Michael

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  8. Hallo!

    Vielen Dank für den schönen und ausführlichen Testbericht. Habe mir den Protool jetzt auch geholt und bin mit dem schon ziemlich zufrieden soweit. Auch ohne "trendige Farbe" ;)

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  9. Hallo zusammen,

    habe mir den PDP gleich zur Markteinführung als Ersatz für einen kleinen AEG-Schlagbohrer (Motorschaden) geholt. Die Bohrleistung im Schlagbohrbetrieb ist über alle Zweifel erhaben: Ein 15mm-Loch in Beton ging problemlos (auch wenn es eine Verzweiflungstat war), ebenso die Dübellöcher für die Elektroinstallation. Allerdings ist für den Schlagbohrbetrieb das mitgelieferte Futter zu schwach ausgelegt, habe zwischenzeitlich das Problem, dass sich die Bohrer lockern. Überhaupt nicht für den Schlagbohrbetrieb scheint das LED-Modul ausgelegt zu sein, da es gegen das Bohrmehl nicht ausreichend abgedichtet ist.

    Viele Grüße

    Eberhard (der kein Nutzkonto anlegen will)

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    1. Hallo Eberhard,

      Ein Problem mit sich lockernden Bohrer habe ich noch nicht feststellen können.
      Das eingestaubte LED-Modul dagegen schon. Das hätte wirklich besser geschützt werden müssen.

      Grüße

      Michael

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  10. Hallo,
    Die Maschine gibt es ja jetzt nur noch von Festool unter dem Namen PD 20... Ist diese baugleich mit der Protool pdp 20? Oder ist die jetzt auch hochwertiger verarbeitet?

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    1. Hallo,

      die Maschinen sind bis auf die Farbe identisch.
      Auch die Protool wurde in Neidlingen gebaut.

      Grüße

      Michael

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    2. Hallo und danke für den super Bericht ,

      Hat die Festool Maschine die gleichen "Probleme " wie die Protool Maschine ? Spaltmaß etc.

      Danke im voraus

      Frank

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    3. Hallo Frank,

      auch die Protool kam ja von Festool, von daher sollten die Maschinen recht identisch sein.
      Ob sich da was in Richtung Spaltmaße getan hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

      Grüße
      Michael

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  11. Hallo und Danke erstmal für den überaus informativen Blog.

    Ich suche derzeit auch nach einer handlichen Bohrmaschine, die auch im Bohrständer eingesetzt werden soll um Holz, Kunstoffe, aber auch mal kleinere NE-Metalle zu bohren. Und die Quadrill ist aufgrund der 4 Getriebestufen da schon sehr interessant. (Andere Maschinen lassen sich auch nur auf Höchstdrehzahl fixieren, das sehe ich keinen Nachteil.) Schlagfunktion ist überflüssig für mich.

    Allerdings hat der Festool QUADRIVE DRC 18/4 ja eigentlich ziemlich dieselben Leistungsdaten.
    Da Du den auch testen konntest, wie würde sich der als Bohrmaschinenersatz machen, insbesondere auch im Ständer. Netzunabhängig + Drehmomentvorwahl + imo interessantere Grifform hören sich da ja noch interessanter an. Nur der Dauerbetriebsschalter würde fehlen, aber da lässt sich bestimmt was Basteln.

    Und mich würde natürlich auch interessieren, wodurch die Protool ersetzt wurde.

    Danke und Grüsse
    Holger

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    1. Hallo Holger,

      ich denke die Quadrill ist keine schlechte Maschine für den Bohrständer. Eine normale Tischbohrmaschine hat in der Regel auch nur feste Stufen und die Abstufung der Quadrill, sollte eigentlich alles abdecken.

      Ob die Akkuversion eine Alternative für den stationären Betrieb darstellt, ist ne gute Frage. Im Prinzip spricht nicht viel dagegen. Aufnahme und Getriebe sind gleich, die Leistung und Drehmoment recht ähnlich, es fehlt halt nur der Dauerbetrieb und die Akkus müssen gewechselt werden.
      Wenn das für Dich kein Problem darstellt, warum nicht.

      Im Ständer habe ich noch keine der beien verwendet, da ich eine große TBM habe.

      Grüße

      Michael

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    2. Mir ging es da eher um den seitlichen Schlag und Spiel in der Spindel. Sind die beiden Maschinen da auch ähnlich?

      (Für grössere sachen stehen in der Firma Flott M3, ich will nur nicht wegen jedem Kleinteil hinfahren müssen und mir auch nicht extra eine TBM kaufen.)

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    3. Die sind nicht nur ähnlich, sondern identisch.
      Das Alugetriebegehäuse mit eingesetzter Spindel und Lager ist bei den Maschinen gleich.

      Grüße

      Michael

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    4. Super, Danke!

      Dann fang ich mal an zu sparen :D

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  12. Benutzt du die Maschine überhaupt noch seitdem du den PDC 18/4 hast ?

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    1. Ja, sogar öfters als den PDC.
      Grund 1, ich mache diese C-Griffform unheimlich gern und 2. die Quadrill liegt lose in der Werkstatt, die PDC im SYS in nem anderen Raum.

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    2. Aber schrauben kann man damit nicht wirklich komfortabel oder, da keine Drehmomenteinstellung ?

      Gruß Özi

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    3. Doch doch, da Holz ein inhomogener Werkstoff ist, hilf die Drehmomentbegrenzung eh nur bedingt, ich verwende die so gut wie nie, von daher ist auch das Schrauben mit der PDP kein Problem.

      Grüße
      Michael

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