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Samstag, 29. Juni 2013

Projektvorstellung: Eine Sägelade/Bench Hook

Angeregt durch das Buch The new traditional woodworker wollte ich schon lange eine kleine Sägelade und noch ein paar Werkstatthilfen mehr bauen. Ob der Begriff Sägelade wirklich richtig ist, da bin ich mir nicht so sicher. Im Englischen heißt so ein Teil Bench Hook. Wörtlich übersetzt wäre dies ein Bankhaken, nur der Begriff Bandhaken steht im Deutschen für etwas anderes.

Nämlich so etwas:


Bis jetzt habe ich kleine Werkstücke immer in den Schraubstock spannen müssen, um diese abzusägen.
Problem ist nur, bei so Sachen bin ich etwas faul....äh ich meinte träge und so hat es sehr lange gedauert, bis ich so ein Teil gebaut habe. 
Den Anstoss hat mir (mal wieder) Heiko Rech mit seinem sehr interessanten Artikel über Spannhilfen für die Werkbank gegeben. Heiko hat dort neben einem Bankknecht auch so eine Sägelade/Bench Hook vorgestellt.

Die Konstruktion ist simpel: Zwei Resthölzer aus Buche habe ich passend gesägt und mit per Hand gesägten Schwalbenschwanzzinken miteinander verbunden.

Als Anschlag für die Werkstücke dient eine eingenutete Leiste. Diese ist nicht verleimt, sondern nur verschraubt, so kann diese ggf. ausgetauscht werden.












Den unteren Schenkel habe ich so geformt, dass die Sägelade sowohl am MFT, als auch an meiner Hobelbank einsetzbar ist.






Um auf der Sägelade präzise Schnitte durchführen zu können und dafür die zweite Hand frei zu haben um das Sägeblatt mit dem Daumen zu stützen, habe ich noch ein 20mm Loch in die obere Platte gebohrt. Dort kann nun ein Spannelement von Festool eingesetzt werden. Je nach dem ist nur, für mich als Linkshänder, der Spannhebel etwas im Weg.










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Kommentare:

  1. Das mit dem Festool Spannelement ist wirklich noch das Sahnehäubchen zu dem auch schon von Heiko vorgestelltem Bankhaken.
    Es ist wirklich klassen, auf welche Ideen die Leute kommen.

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  2. Hallo Michael,

    die Zinken sind sehr gut gelungen und machen etwas her. Zu dem "Bench Hook" möchte ich anmerken, dass er am ehesten mit unserer guten Schneidlade verglichen werden kann. Die früher aus Buch, heute vielfach aus Plastik mit 90 + 45 Grad Schlitzen. Der Bench Hook ist aber vielseitiger, da man auch mal eben darauf stemmen kann.

    Mir fällt bei Deinem (Heikos) auf:
    - Die Bankabstützung ist eigentlich kürzer und nicht gezinkt, sondern vielfach einfach angeleimt/geschraubt. Hält so auch ausreichend und ist besser zu verstauen.
    - Einspannen braucht man den Bench Hook nicht, da man auf Stoss sägt und der Bankanschlag gegen die Hobelbank zieht.
    - Mit Deiner Ablängmethode wirst Du über kurz oder lang in Deine schöne Hobelbank sägen. Also entweder den Anschlag einkürzen, so dass Du auf dem Bench Hook bleibst, oder einfach (so habe ich es gemacht) in den Anschlag sägen. Dann hat die Säge auch gleich ein Führung. Festspannen a la Festo Spannelemente braucht man da meines Erachtens nichts.

    Manche Holzwerker markieren auch Ihre 1:6 1:7 und 1:8 Steigung für die Schmiege zum Zinken anreissen auf den Bench Hook.
    Ich habe z. B. 30 mm Markierung um selbstgemachte Holzdübel abzulängen.

    Einen ordentlich benutzten Bench Hook findest Du auf FineWoodworking (Garrett Hack - Holding your Work). In ein paar Jahren sieht meiner auch so aus.

    Viele Grüße
    Bernhard

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    1. Hallo Bernhard,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar.
      -Meine Bankabstützung ist so lang, das sie auch am MFT befestigt werden kann.
      -Richtig einfach verschraubt hätte es sicher auch getan, ich wollte die Gelegenheit nur mal wieder nutzen, per Hand zu Zinken. Sonst verlerne ich das wieder. :)
      -Zum Arbeiten habe ich noch eine Unterlage aus einem Rest dünnem Sperrholz, so ist die Hobelbank geschützt. Die Bilder sind nur "Dekoeinsatz".
      Klar könnte ich auch in die Lade sägen, aber muss ja nicht sein.
      -Wegen dem Spanner, zum grob ablängen braucht man den nicht. Wenn ich aber sehr genau am Riss sägen muss, fällt es mir leichter, wenn ich das Sägeblatt leicht mit dem Daumen stütze und dabei dann nicht darauf achten muss, dass Werkstück noch festhalten zu müssen.

      Grüße

      Michael

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    2. Hallo Michael,

      zuerst einmal vielen Dank, dass Du auch kritische Kommentar veröffentlichst. Das ehrt Dich, denn das machen nicht viele. Ich möchte auch nur noch einmal etwas zum Sachverhalt sagen:
      Schwalbenschwänze - Ich habe gelernt, dass sie für Verbindungen auf Zug ausgelegt sind. Also Schublade oder Korpus, in der Regel immer gegenüberliegende Seiten. Oder eine Bank, die dann auch noch eine Sicherung durch Fußstrebe hat.
      Deine Verbindung ist auf Scherung ausgelegt, also eine schön gemachte Verbindung am falschen Ort. Vielleicht kann das ein Ingenieur besser erklären, ich tue mich damit schwer.
      Zu dem am Riss sägen möchte ich Frank Klausz zitieren "Übe es, bis Du es kannst". Die Klemme ist bei kleinen Teilen ganz bestimmt hinderlich und bei großen Teilen sowieso unnötig.

      Viele Grüße
      Bernhard

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    3. Hallo Bernhard,

      nee nee da wird nichts zensiert. Solange es keine direkte Werbung oder Spam ist, wird alles veröffentlicht.

      Mit der Übung ist logisch. Ich üb ja. :) Die Klemme wird sich zeigen, ob sie nutzt oder mehr im Weg ist. Bringt sie nichts, wird sie nicht mehr eingesetzt. Ist ja eh nur eingesteckt.

      Wegen den Zinken. Hmmm, möglich dass Du recht hast. Möglich aber auch, dass die Verbindung auch bei dem Bench Hook nur auf Zug belastet wird. jedenfalls dann, wenn dieser an der Hobelbank festgeklemmt wird. Aber nur meine Theorie. So stark wird die Verbindung ja auch nicht belastet, ich denke mal sie hält, wenn auch vielleicht nicht die optimale Verbindung an dieser Stelle. Gibt es wirklich Bruch, bau ich halt nen Neuen.

      Grüße

      Michael

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    4. Guten morgen Michael,

      da bei mir im Moment ein ähnliches Problem ansteht hätte ich eine, wahrscheinlich simple, Frage. Wie hast du den Halter verleimt bzw. wie die Zwingen dafür angesetzt? Bei einem Korpus erübrigt sich ja das Problem. Oder hast du überhaupt nicht gespannt beim Verleimen?

      Danke für dein Hilfe
      Grüße Kai

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    5. Hallo Kai,

      Da die Zinken sehr gut passten, habe ich keine Zwingen benutzt, bzw. nur eine die in Kombination mit einem Schlosserwinkel das Ding in 90° gehalten hat.

      Grüße

      Michael

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