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Sonntag, 1. September 2013

Projektvorstellung: Wandboard mit Pinnwand - Teil 3

Bau des Grundrahmens


Fehlt noch der Rahmen für die Pinnwand. Eine Pinnwand in ner Schublade macht ja keinen Sinn.
Dieser Grundrahmen nimmt nicht nur die eigentliche Pinnwand auf, sondern trägt auch noch alles andere und wird auch wahrscheinlich das Teil, was an der Wand befestigt wird.

Der Grundrahmen selbst besteht nur aus vier Teilen: Den beiden senkrechten Hölzern, oben eine Quertraverse wo die Pinnwand eingefalzt wird und einer unteren Platte, die später das Schubladenteil trägt.

Die Einzelteile und noch Teile die ich später brauche, habe ich auf der Precisio auf Maß gesägt.
















Verbunden wird der Rahmen, wie üblich, mit Domino Dübel. Da die Sache keine sonderliche Stabilität erfordert, habe ich Dominos der Größe 6x40mm verwendet.

Die Fräspositionen habe ich markiert, gefräst ...














... und anschließend den Grundrahmen mit Korpuszwingen verleimt und geprüft, ob der Rahmen auch im rechten Winkel ist.












Es ist schon ein gutes Stück quer auf längs verleimt. Ich bin gespannt, ob das gut geht.


Hinten bekam der Grundrahmen umlaufen noch einen Doppelfalz.

Zuerst einen 4mm flachen und möglichst breiten Falz, zur Aufnahme der Rückwand aus Sperrholz. Diesen habe ich mit einem 5mm Scheibennutfräser + kleinem Anlaufring gefräst. 
Zusätzlich habe ich an diesen Falz noch einen weiteren angefräst für die Aufnahme der Korkplatte. Dieser Falz ist nochmal 8mm tiefer und 9,5mm breit. Gefräst wurde mit einem Falzfräser.









Da die Ecken natürlich die Radien der Fräser aufwiesen, musste ich diese noch eckig ausarbeiten.













Leider ist mir (mal wieder) ein kleines Malheur passiert und ich musste an der oberen Quertraverse ein Reparaturstück einsetzen.












Nach dem Beihobeln fällt es fast nicht mehr auf. Nur der geübten Blick wird sicher sofort feststellen, dass das Füllstück bis über die Senkrechte geht und dort die Faserrichtung nicht passt.
Später wird man die Stelle fast nicht mehr sehen und so war es mir zuviel Aufwand, dort ein separates Teil einzuflicken.

Der Rahmen ist soweit fertig, nun folgte die Pinnwand.


Die Pinnwand



Als Träger dient ein 4mm Buche-Sperrholzplatte. 
Da ich keine Lust hatte, für die vier Schnitte, die Tischverbreiterung an die CS70 zu bauen, habe ich die Teile schnell auf dem MFT mit der Tauchsäge zerteilt.

Zuerst das Sperrholz ...

















... und dann auch die 8mm Korkplatte. Das ging mit dem 48WZ Sägeblatt auch sehr gut.














Da ich bedenken hatte, Weißleim könnte vielleicht durch den Kork schlagen (obwohl bei 8mm sehr unwahrscheinlich), habe ich beide Teile mit Sprühkleber verbunden, da hatte ich noch einen Rest von rumstehen. 











Sprühkleber ist ähnlich wie Pattex ein Kontaktkleber. Einsprühen, ablüften lassen und dann kurz und kräftig andrücken, fertig.

Positioniert habe ich das Ganze ganz einfach, indem ich die beiden Platten in den Rahmen gelegt habe.

Zum Andrücken habe ich mangels Gummiwalze einfach ein Nudelholz genommen. Das ging auch sehr gut.













Und so schaut das Ergebnis dann aus.




Im nächsten Teil, wird die obere Platte, deren Stützen und noch ein Kasten angefertigt.







Kommentare:

  1. Hey Micha,

    soso, mit dem Nudelholz, gib zu das war ein "Wink" ;-)

    Eine Frage hätte ich noch:
    Warum hast du überhaupt ein Nudelholz verwendet und nicht flächig Druck z.B. mit einer Holzplatte + Schraubzwingen ausgeübt?

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    1. Hallo Christopher,

      ich musste nur einmal kurz hohen Druck aufbauen, daher brauchte ich keine Zwingen etc.

      Grüße

      Micha

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