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Sonntag, 29. September 2013

Tischkreissäge - Teil 1: Die Justage

In zwei Teilen möchte ich etwas darüber schreiben, wie man mit einer Tischkreissäge möglichst exakte Schnitte bekommt. 
Im ersten Teil zeige ich kurz die neun notwendigen Punkte die es zu kontrollieren und falls nötig und möglich zu justieren gilt. Wie man die Stellen justiert, das ist von Modell zu Modell unterschiedlich und ich werde es nicht weiter ansprechen.

Die Reihenfolge der einzelnen Punkte ist so gelegt, wie ich sie am sinnvollsten erachte.



Punkt 1 - Parallelität des Sägeblattes zum Tisch

Das Sägeblatt sollte möglichst genau parallel zum Maschinentisch bzw. der vorhandenen T-Nut stehen. Ist dies nicht der Fall kommt es zu Abweichungen in der eingestellten Schnittbreite, da die hinteren Zähne noch mal Material abnehmen (entweder links oder rechts) und durch den Eingriff der hinteren Zähne die Gefahr größer wird, dass das Werkstück nach vorne, bzw. oben geschleudert wird. Zusätzlich wird der Schnitt unsauberer.


Am einfachsten kann man die Parallelität mit einem Kombinationswinkel kontrollieren:
Das Sägeblatt wird komplett hochgefahren, der Winkel an der Kante des Maschinentisches oder der T-Nut angelegt und die Zunge vorne gegen den Sägeblattkörper geschoben (noch genauer ist es an den Zähnen zu kontrollieren.









Steht das Sägeblatt völlig parallel, stellt man hinten am Sägeblatt die gleiche "Luft" fest. 
Bei meiner Precisio ist eine leichte Differenz (0,1mm) vorhanden, da diese sehr gering ist, spielt sie keine wirklich Rolle.
Zur genaueren Kontrolle kann das Sägeblatt noch verdreht und die Messung wiederholt werden, falls das Blatt möglicherweise einen Seitenschlag haben sollte.







Ob das Sägeblatt jetzt z.B. 200mm oder 201mm von der Bezugskante entfernt ist, ist völlig egal, es muss nur vorne und hinten möglichst gleich sein. Ich schau auch nicht auf die Skala, sondern orientiere mich an dem Kratzgeräusch was entsteht, wenn man das Blatt leicht vor und zurück dreht. Das dabei nicht seitlich gegen das Sägeblatt gedrückt wird, sollte klar sein.

Meine Tischkreissäge ist eine Unterflurzugkreissäge. Bei diesen gibt es noch einen Punkt, was die Parallelität des Blattes betrifft, zu kontrollieren: Läuft das Sägeaggregat  auf seinen Schienen parallel zum Maschienentisch/T-Nut.

Dazu wird wieder zum Kombinationswinkel gegriffen. Eine Messung mit dem Sägeaggregat in vorderster Stellung ...













... und die dazugehörige Kontrolle in der hintersten Stellung. Bei meiner Precisio läuft alles absolut Parallel.















Punkt 2 - Die Winkel des Sägeblattes.

Als nächsten Punkt gilt es die beiden Hauptwinkel des Sägeblattes zu kontrollieren. Für dichte Gehrungen und genau rechtwinklige Konstruktionen sind exakte Winkelschnitte unerlässlich.

Zuerst wird der 90° Winkel kontrolliert.
Das geht per Schreinerwinkel, Kombinationswinkel und sehr gut mit einem Haarwinkel. Wer einen besitzt und diesen an einem genauen Winkel kontrolliert, kann auch einen digitalen Winkelmesser verwenden. So einen habe ich verwendet, um die Ergebnisse zu verdeutlichen.









Und das gleiche bei 45°. Ich habe den Winkel bei 90° genullt, sonst zeigt er halt 135° an.













Da die Maschinentische nicht immer 100%ig plan sind, ist in beiden Fällen ein Probeschnitt mit anschließender Kontrolle direkt am Werkstück unerlässlich. 
Stimmen beide Winkel ist alles OK, andernfalls muss justiert werden.
Wenn Alles justiert ist, kann man noch falls möglich den Winkelzeiger bzw. die Skala einstellen, wenn die Maschine das zulässt.



Punkt 3 - Seitenschlag des Sägeblattes

Stimmt die Breite eines Werkstückes, trotz penibler Einstellung der Schnittbreite nicht oder ist die Schnittqualität nicht zufriedenstellend, kann man noch das Sägeblatt auf Seitenschlag kontrollieren.
Eine einfache Methode ist, einen verdeckten Schnitt durchzuführen und die Schnittbreite mit der Breite des Sägeblattes (Ist auf dem Sägeblatt aufgedruckt)  mittels Messschieber zu vergleichen. Ist der Schnitt breiter, eiert das Sägeblatt. Dies kann sowohl an dem Sägeblatt selbst, am Flansch der Welle und/oder auch an der Welle selbst liegen. Sollte die Differenz größer ausfallen, ich denke 1-2/10tel sind verdrehtbar, kann man etwas Ursachenforschung betreiben. Gegenkontrolle mit einem anderem Sägeblatt. Hat die Welle Spiel? Ist der Flansch und das Sägeblatt an dieser Stelle sauber? Manchmal hilft es auch, das Sägeblatt auf der Welle ein Stück zu verdrehen und nochmals kontrollieren. 

Wer die Möglichkeit hat, kann das Ganze auch maschinenbaumäßig angehen und das Spiel mit einer Messuhr überprüfen.













Bei meiner Precisio ist der Seitenschlag mit dem Universalblatt ca. +/- 4/100mm, in der Summe also 8/100mm.













So, an der Maschine ist nun alles geprüft und justiert, nun geht es mit den Anschlägen und dem Schiebeschlitten weiter.




Punkt 4 - Der Parallel- oder Längsanschlag


Der Parallelanschlag, sollte wie der Name schon sagt, parallel zum Sägeblatt stehen. Damit die aufsteigenden Zähne des Blattes das Werkstück nicht mehr berühren, ist es von Vorteil, wenn sich der Parallelanschlag hinten leicht (ca. 2-3/10mm) "öffnet".

Bei meiner Unterflurzugkreissäge lässt sich das ganze sehr leicht mit einem Stahlmaßstab kontrollieren (das geht aber nur richtig und genau, wenn man sich sicher ist, das die Zugfunktion absolut parallel zum Tisch läuft).
Sägeblatt in vorderste Position, Abstand zwischen Anschlag und einem Sägezahn messen, Sägeblatt nach hinten und Wert vergleichen. 
Stimmt es nicht muss der Anschlag justiert werden.







Bei einer normalen Tischkreissäge kann man entweder den Spaltkeil ausbauen und vorne und hinten am Sägeblatt messen, oder man arbeitet mit einem Distanzklotz aus Hartholz oder Alu um die Parallelität zu kontrollieren.

Wenn vorhanden bei der Kontrolle/Justage die hintere Klemmung des Parallelanschlages nicht vergessen zu schließen.

Das nötige "Öffnen" des Anschlages, bestimme ich nach Gehör. Ein kurzes Restholz nehmen und ein Streifen abschneiden. Dabei hört man schon, wenn die komplette Länge gesägt wurde, ob die aufsteigenden Zähne noch Kontakt haben oder nicht.



Punkt 5 - Die Skala.

Da wir schon am Parallelanschlag tätig sind, ist der nächste Punkt der kontrolliert wird, die Breitenskala.

Ich mache das so: Mittels Stahlmaßstab einen bestimmten Wert am Parallelanschlag einstellen, in dem Beispielbild 180mm und nach diesem Wert stelle ich die Skala dann ein. Fertig.












Auch wenn die Skalen meiner Säge sehr genau sind, bei wichtigen Schnitten, mache ich trotzdem immer zuerst einen Probeschnitt und kontrolliere am Werkstück.



Punkt 6 - Der Winkel- oder Queranschlag

Als nächstes wird der Winkelanschlag auf Rechtwinkligkeit kontrolliert. 

Dazu wird mittels einem genauen (!!!) Winkel oder Winkelmesser der 90° Winkel zwischen Sägeblatt und dem Anschlaglineal des Winkelanschlages kontrolliert und ggf. justiert.











Kleine Anmerkungen dazu:
  1. Sollte die Säge, so wie meine, es erlauben den Winkelanschlag sowohl am Maschinentisch, als auch am Tisch des Schiebeschlittens zu montieren, sollte er für diese Justage am Maschinentisch angesetzt sein. Steht nämlich der Tisch des Schiebeschlittens nicht absolut parallel zu dessen Führung und man nimmt diese Justage des Anschlages montiert am Schiebetisch vor, stimmt er später am Maschinentisch nicht mehr.
  2. Kann der Winkelanschlag nur am Schiebetisch angesetzt werden, sollte der Schiebeschlitten ZUERST überprüft und justiert werden und erst dann der Winkelanschlag
  3. Noch genauer wird es mit der sogenannten 5-Schnitt Methode. Diese würde ich bei stabilen Formatkreissägen durchführen. Bei Maschinen mit einer eher weicheren Struktur, wie auch meiner Montagesäge, wird diese Methode schnell zur Endlosjustiererei. Daher wende ich sie nicht an.



Punkt 7 - Parallelität der Schiebetischführung

Als nächstes wird kontrolliert, ob der Schiebschlitten bzw. dessen Tisch parallel zum Maschinentisch bzw. dem Sägeblatt läuft.
 Je nach Aufbau der Tischkreissäge muss diese Kontrolle anders erfolgen. 

Da ich weiß, dass das Sägeblatt meiner Säge gut parallel zum Tisch steht und läuft, orientier ich mich einfach am Ausschnitt im Maschinentisch. Da muss ich nicht mal etwas messen, sondern kann das ganze optisch und mit den Fingerspitzen überprüfen.

Der Schiebetisch wird nach vorne gezogen und das verschiebbare Anschlaglineal wird bündig mit der Kante der Tischeinlage gestellt und fixiert. 
Dann wird der Schiebetisch nach hinten geschoben und dabei kontrolliert, ob es einen Versatz gibt. Gibt es keinen, läuft der Schiebetisch parallel. Stimmt es nicht, muss eingestellt werden. Ein leichtes "Öffnen" (1-2/10 mm) nach hinten schadet nicht.

















Bei anderen Modellen muss gegen die Tischkante oder T-Nut gemessen bzw. kontrolliert werden o.Ä.



Punkt 8 - Höhe und Parallelität der Tischfläche des Schiebetisches gegenüber dem Maschinentisch

Da sich die beiden Einstellungen bei meiner Säge gegeneinander beinflussen, fasse ich sie zusammen.

Die Tischfläche des Schiebeschlittens muss auf dem ganzen Schiebeweg möglichst parallel zu dem Maschinentisch stehen, das kann man einfach optisch mittels des Anschlaglineales, einer Wasserwaage oder einem Stahlmaßstab an mehren Stellen kontrollieren.



Auch die Höhe der Tischfläche über dem Grundtisch der Maschine sollte auf ganzer Länge gleich sein. Die Hersteller geben oft einen Wert von 1 mm an. Ich finde dies zu viel, da es so bei Nutzung des Schiebeschlittens  zu einem kleinen Winkelfehler gegenüber der Vertikalen des Sägeblattes kommt. Daher stelle ich den Tischüberstand so gering wie möglich, aber so groß wie nötig ein, sodass das Anschlaglineal nirgends auf dem Maschinentisch kratzt und auf Dauer die Eloxierung beschädigen könnte.

Den Wert kann man mit einer Fühlerblattlehre ermitteln. Bei meiner Säge beträgt der Überstand ca. 2,5/10 mm.













Diese Justage ist etwas tricky, weil sich oft beide Einstellungen beinflussen und somit hier und dort korrigiert werden, bis beide Sachen stimmen.



Punkt 9 - Der Winkel- oder Queranschlag am Schiebetisch


Als letztes wird nun kontrolliert, ob der justierte(!!!) Winkelanschlag auch am Schiebtisch im rechten Winkel steht. 













Sollte das nicht der Fall sein, darf NICHT am Winkelanschlag justiert werden, sondern am Tisch des Schiebschlittens. Ich meine damit nicht die im Punkt 7 genannte Führung, sondern die eigentliche Tischplatte des Schiebeschlittens. Diese ist in vielen Fällen mit Schrauben an dem "Fahrgestell" des Schiebeschlittens befestigt. Wenn diese Schrauben, bis auf eine etwas gelöst werden, kann der Tisch leicht verdreht und somit justiert werden. 
Anschließend wieder alle gut festziehen und nochmals kontrollieren.



Abschluss

Wenn diese Punkte alle stimmen, sind soweit alle Voraussetzungen gegeben auch vernünftige Schnittergebnisse zu erzielen.

Für die Kontrolle und Justage der kompletten Säge, sollte man schon einige Stunden einplanen und mit Geduld die Sache angehen. Hektik hilft hierbei wenig. Wenn später alles stimmt, wird man mit sehr präzisen Schnitten belohnt.

Alle Einstellungen und Schrauberei an der Tischkreissäge erfolgen auf eigenes Risiko. Macht mich nicht dafür verantwortlich, wenn Ihr Eure Säge VERstellt. Auch sind die Möglichkeiten und Vorgehensweisen nicht bei allen Sägen gleich. Ich kann es nur so zeigen, wie es an meiner Festool CS 70 funktioniert.

Hier gibt es Teil 2: Grundlagen in Umgang mit einer TKS


Kommentare:

  1. Wow, danke für Dein Guide - das ist sehr hilfreich und sicher teilweise übertragbar auf meine PTS 10, auch wenn es da vermutlich mühseliger ist, was einzustellen.

    LG Phil

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  2. Hallo Michael,

    ich habe bei meiner CS70 wohl das Problem, dass ich der Schiebetisch nicht richtig auf dem Schlitten montiert ist. Alle anderen Punkte habe ich abgearbeitet, der Winkel am Queranschlag stimmt am Ende aber dennoch nicht. Meine Frage ist welche Schrauben ich da lösen muss. Unter dem Schiebeschlitten sind vier Inbusschrauben, an die man aber nicht wirklich rankommt, weil andere Muttern im Weg sind. Hast du hier Rat?
    Grüße Kai

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    1. Hallo Kai,

      genau diese vier (rot bemalte) Schrauben. Den Schlüssel leicht schräg halten, dann geht das. Alternativ ein Inbus mit Kugelkopf.
      Ich musste da auch ran. Ich habe den Universalanschlag am Maschinentisch justiert, dann den Schiebeschlitten eingestellt, dann den justierten Universalanschlag an den Schiebetisch gebaut und dann den Tisch justiert. Nun kann ich den Anschlag sowohl am Schiebetisch, als auch am Maschinentisch nutzen und der 90° Winkel passt überall.

      Löse nur drei der vier Schrauben, dann kann man den Tisch leicht verdrehen, mit der noch festen Schraube als Drehachse. Reicht das nicht, die gegenüberliegende Schraube wieder anziehen und die festgelassene lösen und dann drehen.

      Grüße

      Michael

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    2. Vielen Dank für die schnelle Antwort!
      Irgendwie werde dem Einstellen langsam etwas überdrüssig^^
      Weiter "gut Holz"
      Grüße
      Kai

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    3. Hallo Kai,

      verrenn Dich nicht zu sehr ins justieren. Den Fehler hatte ich damals bei der PK gemacht, da vergeht einem der Spaß an der Säge.

      Grüße

      Michael

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    4. Das stimmt schon irgendwie. Ich habe mir deshalb Prioritäten gesetzt: am wichtigsten sind mir wiederholgenaue, rechtwinklige Ablängschnitte. Dazu montiere ich den Anschlag an den Maschinentisch, hierbei habe ich ja schon einen exakten rechten Winkel. Ich werde mir demnächst aber ein Aluprofil in etwa 1000-1500 cm kaufen und meinen bisherigen Anschlag aufdoppeln. Hiervon erhoffe ich mir mehr Steifigkeit.
      Ich glaube nicht, dass ich mit dem Schiebeschlitten und großen Platten einen wirklich perfekten Winkel hinbekomme...habe es mal zum Spaß mit der fünf-Schnitt Methode versucht, aber sofort wieder fallengelassen. Auch ohne irgendwelche Änderungen hatte ich bei einer Sperholzplatte bei vier Versuchen mit der fünf-Schnitt-Methode eine große Abweichung. Die Säge ist für solche Sachen wohl nicht gemacht, da werde ich in Zukunft lieber bei großen Platten und Ablängschnitten zur Handkreissäge greifen.
      Ich werde versuchen noch einmal mit viel Ruhe daran zu gehen, mal schauen was ich machen kann bzw. aus der Maschine rausholen kann.
      Oder du kommst vorbei, stellst mir die Precisio ein und bekommst dafür auch etwas...sagen wir zwei Bier?^^
      Grüße aus Hessen
      Kai

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    5. 5-Schnitt Methode kannst Du bei der Precisio vergessen, dafür ist sie zu weich. Das war schon bei der PK 255 nichts, dort war der Schiebeschlitten noch weicher als bei der Festool. Das darf man halt beim Sägen nicht außer acht lassen, dann passt das schon.
      Ich justiere nur per Schreinerwinkel den Winkel des Anschlages und das reicht. Für meine Begriffe werden damit auch die Schnitte von größeren Platten mit dem Schiebeschlitten rechtwinklig. Jedenfalls kann ich mit meinem 300mm Winkel keine Abweichung erkennen.
      Allerdings habe ich ja noch die Zusatzklemmung montiert.
      Aber 2m große Platten säge ich nicht auf der TKS, dafür habe ich zuwenig Platz in der Werkstatt.
      Ablängen mache ich auch alles über den Schiebetisch, die Ergebnisse werden eigentlich perfekt.

      Grüße

      Michael

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    6. Ich bin gespannt wie sich der Zuschnitt von großen Platten gestaltet, wenn ich den Schiebetisch ausgerichtet habe. Im Moment habe ich zwischen meinem Anschlag und dem Kreissägeblatt einen Winkel von exakt 90° (mit dem Starett eingestellt). Ich denke, dass es bei meiner CS70 wirklich jetzt nur noch am Schiebetisch liegen kann. Vielleicht funktioniert dann auch der Zuschnitt von langen Platten, ich bin auf jeden Fall gespannt.
      Noch einmal vielen Dank für die gute Einführung in die Justage. Das hat mir auf jeden Fall schon jede Menge Zeit erspart.
      Grüße Kai

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  3. Hallo.

    Ich habe mir deinen Bericht durchgelesen. Sehr interessant. Ich habe momentan das Problem bei meiner Precisio, dass meine Schnitte bei Verwendung des Winkelanschlags und der Zugfunktion nicht gerade werden. Ich lese aber immer nur kontrollieren und und ggf. justieren. Leider wird kein Wort darüber verloren wie justiert wird.

    Was muss ich dazu machen. Kannst du mir da helfen?

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    1. Hallo Matthias,

      was heißt denn "nicht gerade"? Stimmt der Winkel nicht oder wird der Schnitt schräg.
      Fixierst Du das Werkstück? Es kann sonst leicht passieren, dass es beim Sägen zur Seite wandert und dann stimmt der Winkel nicht.
      Hast Du den rechten Winkel zwischen Sägeblatt und Anschlaglineal des Winkelanschlages kontrolliert? Stimmt der oder eher nicht. Wenn nicht, dann Winkelverstellung lösen und genau auf 90° ausrichten und wieder fixieren. Dann die beiden Inbusschrauben an dem vorderen Aluteil (mit dem Pfeil für die Skala) lösen, Den Raststift einrasten lassen und die beiden Schrauben wieder leicht anziehen. Winkel nochmal kontrollieren und wenn stimmt Schrauben fest ziehen, wenn nicht Vorgang wiederholen.

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    2. Hallo Michael.
      Zunächst mal danke für deine schnelle Antwort. Du hast natürlich vollkommen recht. Mit "nicht gerade" kann man nicht viel anfangen. Es ist der Winkel der nicht stimmt. Und genau den wollte ich einstellen. Wußte aber nicht wie. Nun schon. Danke.

      Diese Hinweise fehlen mir aber in deiner Beschreibung. Es steht zwar da wie man kontrolliert aber nicht wie man justiert.

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    3. Hallo Mattias,

      schön das ich Dir helfen konnte.

      Da diese Anleitung allgemein für so gut wie alle Tischkreissägen gilt,habe ich auf eine genaue Beschreibung für die CS 70 verzichtet.

      Grüße

      Michael

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  4. Hallo Michael!
    Ich bin deinen tollen Ausführen gefolgt und dabei hat sich das Problem ergeben, dass ich feststellen musst, dass der Längsanschlag (ebenfalls Precisio) im hinteren Teil ein klein wenig zu macht. Gerade verkehrt herum; es ist nicht viel ein paar 10tel, aber eben genug, dass man merkt, dass das Werkstück hinter dem Sägeblatt ein wenig an den Anschlag gedrückt wird; die aufsteigenden Zähne reiben stärker als die absteigenden.

    Ich habe keine Möglichkeit zur Justage gefunden; weder in der BA noch am Anschlag selbst. Ich habe mich aber auch nicht getraut, den Anschlag zu öffnen. Vielleicht hast du eine Idee dazu? (Mir wäre nur eingefallen den aufgeschraubten Anschlag im vorderen Bereich etwas zu unterlegen, damit der dann parallel läuft - jedoch eine gute Idee, das wiederholbar hinzukriegen ist mir auch nicht eingefallen - irgendwie hoffe ich doch, dass der Anschlag selbst eingestellt werden kann.)

    Vielen Dank!
    Christof

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    1. Hallo Christof,

      das Vierkantrohr ist vorne mit vier Schrauben befestigt. Drei davon lösen und den Längsanschlag passend einstellen, hinten klemmen und dann vorne die Schrauben wieder anziehen.
      Manchmal klappt das nicht auf anhieb und Du musst den Vorgang wiederholen.
      Grüße

      Michael

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    2. Hallo Michael!

      Vielen Dank für deine rasche Antwort - genau da hab' ich mich hingreifen getraut. Jetzt passt das aber. Am Tisch ist das LA Lineal gut eingestellt.
      (Jetzt macht mir der Anschlag an der Tischverbreiterung zu schaffen; hab jetzt bemerkt, dass dort das Lineal hinten um knapp 2-3mm nach rechts weggeht. Das wird vermutlich daran liegen da die Verbreiterung nicht exakt parallel zum Tisch liegt - bin neugierig, wie das zu bewerkstelligen ist. Ich hab da schon einige Zeit investiert, dass Verbreiterungsfläche einigermaßen plan mit dem eigentlichen Tisch ist und die vordere V-Nut von Tisch und Verbreiterung in möglichst genauer Linie läuft... )

      Beste Grüße
      Christof

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    3. Das Einstellen von der Verbreiterung ist in der Anleitung recht gut beschrieben.
      Bei meinem ist mir noch kein Versatz aufgefallen, aber ich nutze sie aber auch nicht so oft. Werde ich das nächste Mal prüfen.

      Grüße

      Michael

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  5. Hallo Michael,

    vielen Dank für deine tollen Beiträge zur CS 70. Habe mir auch eine zugelegt und sie heute eingestellt. Leider sitzt bei mir auch der Schiebetisch nicht parallel auf dem Schlitten. Ich verstehe nicht, wieso Festool die Schrauben zu Justage mit Wachs versiegelt. Dann würde ich zumindest eine korrekte Montage erwarten. Ich werde die Schrauben wohl öffnen, auch wenn ich dadurch die Garantie riskiere.

    Gruß
    Reinhard

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  6. Hallo,

    der Bericht ist zwar schon zwei Jahre alt aber ich versuche es trotzdem mal:
    Habe festgestellt, dass das Sägeblatt meiner CS70 nicht parallel zum Rahmen der TKS verläuft. Das Sägeblatt ist korrekt angeflanscht, es befindet sich auch kein Staub/Dreck darunter. Gibt es eine Möglichkeit, den kompletten Motor mit Sägeblatt usw zu drehen bzw. nachzujustieren?

    Vielen Dank &
    Viele Grüße
    Matthäus

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    1. Hallo Matthias,

      ich bin da recht zuversichtlich, dass man das justieren kann. Leider weiß ich nicht wie und kann Dir daher nicht helfen. Bei meiner ist die Parallelität top.
      Wie groß ist denn die Abweichung?

      Grüße
      Michael

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    2. Guten Abend Michael,

      vielen Dank für deine Antwort! Die Abweichung ist bereits mit bloßem Auge sichtbar, mit dem Messschieber zur V-Nut gemessen beträgt die Abweichung etwas über 1 mm (!). Habe bisher vergeblich versucht da etwas nachzujustieren, wäre wirklich seeehr dankbar wenn mir hier jemand Tipps geben kann... Ist halt eine gebrauchte CS70 (Studentenbudget), aber trotzdem ärgerlich zumal ich es beim Kauf nicht gesehen habe.

      Viele Grüße
      Matthäus

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    3. Moin,

      oha 1mm ist natürlich extrem viel und die Säge so ja fast nicht brauchbar.
      Alternativ könntest Du mal den Festool Service kontaktieren.

      Grüße
      Michael

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