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Donnerstag, 14. November 2013

Projektvorstellung: Einfaches Kragarmregal als Schnittholzlager

Eigentlich sollte hier schon längst der erste Teil des neuen Möbelprojektes stehen, aber ständig kommt etwas dazwischen und ich komme mit dem Bau nicht voran. So wie auch diese Baustelle:

Mein "kleines" Holz- und Plattenlager im Vorratskeller wurde als unordentlich und störend empfunden, als Ersatz fand sich diese kleine Höhle unterhalb der Kellertreppe.












Das nicht gerade üppige Platzangebot musste bestens genutzt werden, als schied einfach auf dem Boden stapeln aus. Zumal der Zugang nur 930mm breit ist und  so großartiges umstapeln, wenn ich etwas brauche ausschied (Nebenbei: ein paar Gartengeräte sollen da auch noch rein).

Nach einigen Gedanken zu dem "wie denn nun", entschied ich mich, das Plattenmaterial auf den Dachboden zu schleppen und einen Großteil des dort gelagerten Schnittholzes in diese Nische zu verfrachten.

Als Lagervariante bietet sich bei langen Teilen ein sogenanntes Kragarmregal an. Das ist ein Regal, welches nur an der Rückseite Beine besitzt, vorne ist es offen und so leicht zu be- und entladen.

Preisgünstig sind diese Regale allerdings nicht und so war es dann eine gute Gelegenheit, diverse Reste an Kanthölzer sinnvoll einzusetzen.












Nach kurzem Maßnehmen und einer Skizze, konnte es losgehen. Das Ding soll nur funktionieren, daher habe ich nichts geschliffen, keine Kanten bearbeitet, nur gesägt und zusammengebaut.













Zuerst habe ich alle Teile auf den nötigen Querschnitt gesägt. Etwas massiver hätte wahrscheinlich nicht geschadet, aber mehr gab das mir zur Verfügung stehende Material nicht her und neu kaufen wollte ich auch nicht.

















 Die Arme sollen später leicht nach hinten geneigt montiert werden, daher habe ich eine 2° Schräge angesägt.













Bisschen was fürs Auge musste nun doch sein und so habe ich die Arme leicht keilförmig gesägt, gleichzeitig dient das Abfallstück später als Verstärkung.












Da es nicht auf Genauigkeit ankommt, habe ich einfach nach Anriss gesägt und das Musterstück abgezeichnet.













So schaut das mit der Neigung aus, falls das ganze doch mal nachgibt, endet es hoffentlich in der Waagerechten.






















An den Grundträgern habe ich die Arme einfach mit fünf 5x50mm Schrauben befestigt und zusätzlich verleimt.
Den kleinen Aluwinkel habe ich als Anschlag genommen, das war einfacher, als ständig auf die Markierung achten zu müssen.











Die Abfallstücke habe ich an der Innenseite als zusätzliche Verstärkung angebracht.

 







 
















Die Grundträger haben eine Höhe von 55mm. Ich habe keine Schrauben auf Lager die lang genug sind um die Träger vernünftig an der Wand zu verschrauben, daher habe ich die Schrauben zur Hälfte in die Kanthölzer versenkt.










 
Damit sich der Senkkopf nicht einfach durch das Holz zieht, habe ich passende U-Scheiben eingesetzt, dadurch "zieht" die Schraube viel besser. 

Etliche Löcher und Schrauben später, waren die Regalteile fertig und konnten montiert werden.













In dunklen Ecken ist es gut, wenn man Werkzeuge mit Beleuchtung zur Hand hat. :)
Die auf dem Bild untere Leiste dient später einfach als fixe Stapelleiste.











Wie man sieht, die Wand ist alles andere als gerade und senkrecht und ich mußte mit Glasklötzchen rumspielen, bis die Träger im Wasser waren, es soll ja später eine so gut wie ebene Auflagefläche geben. 



















Und einige Dübel und Schrauben später (8er Dübel + 5x90er Schrauben) hing das Kragarmregal an der Wand ...










 











... und wurde ordentlich beladen. Unten Buche, dann Eiche, Fichte, amerikanischer Nussbaum und oben Western Red Cedar.





Ich hoffe, das Regal hängt auch morgen noch an der Wand.

Kommentare:

  1. Immer wieder schön zu sehen was du aus so einer Nische rausholst.
    Ist mal eine schöne Abwechslung zu deinen Großprojekten.

    Gruß
    Waldemar

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  2. Hallo Micha,

    genau so Projekte mag ich. Denn genau Solche habe ich auch noch ohne Ende vor mir. Unser Keller und Dachboden gibt so einiges an Nischen her die organisiert werden wollen.

    Diese Teile hättest Du zwar auch mit diesen Blechträgern in den Schienen realisieren können, was auch nicht teuer ist, aber sportlicher ist natürlich das Teil aus Abfällen mit vorgegebenem Material zu machen.

    Klasse,

    Gruß Andi

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  3. Hallo Micha,

    Jetzt auch noch ein Quadrive? Aber tolles Projekt. Soetwas Brauch ich auch noch. Nur wo...



    Gruß

    Leon

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    1. Hallo Leon,

      nein der Quadrive ist nur ein Leihgerät und wird mich wieder verlassen.

      Grüße

      Michael

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