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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Neuzugang in der Werkstatt - Veritas Dübelsäge


Seit kurzem bin ich im Besitz, der neuen Dübelsäge von Veritas.














Die Verarbeitung ist, ich sage mal, Veritas untypisch. Sonst setzt der Hersteller ja eher auf ein wertiges Erscheinungsbild mit Edelhölzern und Messingteilen.

Die Dübelsäge dagegen besitzt einen einfachen Griff aus Kunststoff. Durch seine ovale Form liegt er sauber in der Hand und es besteht auch keine Gefahr, dass die Säge von der Werkbank rollt. Sonst macht er halt nicht viel her. Achja eine Bohrung zum Aufhängen der Säge besitzt der Griff auch noch.










Optisch als eher Understatment, wäre nicht der "Veritas" Aufdruck auf dem Griff, könnte man durchaus meinen, das Ding stammt vom Baumarkt Krabbeltisch.

Aber die Form folgt der Funktion und wichtig an einer Säge ist ja das Blatt und das ist bei der Veritas Dübelsäge mit einer sauber gearbeiteten Japanzahnung versehen und einsatzfertig scharf geschliffen.











Laut Info auf der Verpackung kommt das Sägeblatt aus Japan und wird in Kanada zu einer Säge zusammengesetzt.

Das nur 0,45mm starke Blatt ist sehr flexibel, was für eine Dübelsäge auch notwendig ist, um auch Dübel oder sonstige Überstände direkt auf der Fläche absägen zu können












Bis dato verwendete ich eine Dübelsäge des britischen Herstellers Thomas Flinn aus der Modellreihe "Pax".
Optisch macht die kleine Dübelsäge echt was her, Griff aus Palisanderholz, Messingteile, ein Sägeblatt mit Verzierung und das ganze für nur 15€. Ein wirklich schönes Teil.

Leider kommt sie relativ stumpf und nicht einsatzbereit "out of the box" und so musste ich damals meinen ersten Versuch starten ein Sägeblatt zu schärfen. Es wurde zwar schärfer und die Säge war brauchbar, aber der Brüller war es nicht.

Hier die beiden Sägen im Vergleich: 
Klassik trifft Moderne.














Auch von der Zahnform sind sie unterschiedlich. Die Pax hat eine gewohnt westlich Verzahnung (allerdings auf Zug gefeilt) mit einer Teilung von 1,5mm und die neue Vertias wie bereits erwähnt eine Verzahnung im japanischen Stil mit 1mm Zahnteilung. Beide Verzahnungen sind nicht geschränkt.










In der Praxis zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Für einen 8mm starken Dübel brauchte ich mit der Pax 18 Züge (im Auslieferzustand waren es bestimmt 50+) und mit der Veritas nur 7. Das ist weniger wie die Hälfte. Allerdings bin ich mir sicher, wenn die Pax vernünftig geschärft wäre, fiel der Unterschied nicht so drastisch aus.









Auch die Schnittgüte ist bei der Veritas Dübelsäge besser.














Alles in allem ist die Dübelsäge von Veritas ein Werkzeug mit hohem Nutzwert. Das worauf es ankommt, das Sägen, beherrscht sie sehr schnell und sauber.
Allerdings ein etwas schönerer Griff hätte schon nicht geschadet, wobei man dabei aber nicht den Kaufpreis von rund 20€  und die Tatsache, das sie gebrauchsfertig geschärft vom Hersteller kommt, außer acht lassen darf.




So bei dem Schreiben dieses Artikels, lies mich die Sache mit dem Griff doch nicht recht los. Ebenso die Tatsache, dass ab jetzt die schöne Pax ein Dasein in einer Schublade fristen würde.

Also nochmal schnell die Tastatur losgelassen und in der Werkstatt verschwunden.
Auch wenn es mit dem Sägeschärfen noch nicht so gut klappt, "bisschen Basteln" kann ich schon und so wurde aus zwei Sägen eine: Der schöne Palisandergriff samt gekürztem Messingrücken der Pax mit dem eingepassten Sägeblatt der Veritas Dübelsäge.





















Die Reste:






Bezugsquelle:
Die Veritas Dübelsäge könnt Ihr bei Feine Werkzeuge bestellen.

Kommentare:

  1. Hallo Micha,

    danke für deinen Beitrag, ich habe auch beide Dübelsägen und mir geht es wie dir. Die Pax ist schön anzusehen, das Ergebnis ist jedoch bei der Veritas Säge besser.

    Deine Idee die beiden Sägen zusammenzuführen gefällt mir gut, war der Griff der Veritassäge eingeklebt, bekommt man das Blatt da gut raus?

    Grüße
    Christoph

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    1. Hallo Christoph,

      Hast Du Deine Pax geschärft oder nutzt Du sie so. Also auf meiner konnte man reiten bis nach Bagdad.

      Der Griff der Veritas ist um das Sägeblatt gegossen. Ich habe auf zwei Seiten so viel Material wie es ging mit der Laubsäge entfernt und dann mit einem Messer die Kanten soweit weggeschnitten bis ich am Sägeblatt war. Von daher ging es schon einfach raus. Nur der Griff ist danach hinüber und lässt sich nicht mehr für was anderes verwenden.

      Grüße

      Micha

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    2. Hallo Micha,

      Ich hatte die Zähne mit eine kleinen Feile jeweils ein paar mal nachgeschliffen, aber so richtig habe ich mich an das Sägen schärfen noch nicht rangetraut. Für die paar Dübel sehe ich das aber nicht so kritisch, dafür reicht das schon. Zwei Dübelsägen sind da schon Luxus :-)

      Bei Gelegenheit werde ich es dir nach machen und den Griff tauschen, danke für die Anregung.

      Grüße
      Christoph

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  2. Hallo Micha,
    gute Idee der Umbau.
    Ich würde sie jetzt aber in Veripax umtaufen.
    Den Namen könntest du dir ja ggf. noch schützen lassen. ;-)

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