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Montag, 2. Juni 2014

Lackieren ohne Haarausfall - Schaumstoffpinsel

Lackieren oder lasieren ist für mich seit je her ein Graus. Also eigentlich alles, was man mit einem Pinsel auftragen muss und später keine Überstände wegwischen kann. Sowas liegt mir einfach nicht.
Erschwerlich kommt da noch hinzu, dass bis jetzt eigentlich alle Pinsel die ich ausprobiert habe, mehr oder weniger während der Arbeit unter Haarausfall litten. Beim lasieren der Fensterläden wäre ich beinahe ausgerastet, alle paar Pinselstriche konnte ich eine Borste entfernen. Dabei waren die verwendeten Pinsel nicht mal die billigsten und laut einem Test in der "Selbst ist der Mann" aus dem Jahre 2006 mit einem "Sehr gut" ausgezeichnet.
Ich bin mir sicher, wenn man zu hochwertigen Pinseln greift, wird man diese Probleme in dem Umfang nicht haben. Nur ein hochwertiger Pinsel hat natürlich auch seinen Preis, was einem dazu zwingt, sie ordentlich reinigen zu müssen, um sie mehrmals verwenden zu können.
Da ich mich aber 10km am Profilackierer vorbei entwickelt habe, möchte ich da ungern viel Geld für Pinsel ausgeben und dann später trotzdem mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein.

Nach dem Suchen einer akzeptablen Lösung, sind mir die vielen amerikanischen Videos eingefallen, in denen ein "Foam Brush" zum Einsatz kam. 

Also ein Pinsel ohne Borsten, dafür mit einem Schaumstoffbesatz. 













Wenn so welche gut funktionieren, eigentlich DIE Lösung. Kein Haarausfall, preiswert, ne exakte Kante + feste Breite und einfacher auszuwaschen.

Ich habe mir dann einige zum testen bestellt und jetzt erstmalig mit einem Acryllack (Clou L11) im Einsatz gehabt.













Hier ein normaler Pinsel für Acrylfarben und ein Foam Brush  im Vergleich.
Bei längeren Arbeiten liegt der Griff des normalen Pinsels schon besser in der Hand, da ergonomisch geformt. Der Griff des Schaumstoffpinsels ist einfach nur ein runder Holzstab.










ACHTUNG: Was man bei den Schaumstoffpinsel auch noch beachten muss, sie sind nicht für alle Lacke geeignet. Auf meinen steht "Not for Shellac or Lacquer". Ich denke das Problem liegt im Schaumstoff, der von manchen Lösungsmitteln wahrscheinlich angegriffen wird. 










Ich habe versuchsweise den Foam Brush mit Schellack Mattierung von Clou und Schnellschliffgrund auf NC Basis eingesetzt und ihn auch mit Universalverdünnung ausgewaschen. Auflösungserscheinungen konnte ich keine feststellen, allerdings hat der Schaumstoff etwas seine Festigkeit verloren und ist "lammeliger" geworden.


Ich persönlich komme mit den Schaumstoffpinseln deutlich besser klar, als mit einem normalen Pinsel. Die Lackabgabe lässt sich irgendwie leichter dosieren, Überstände können besser von der Oberfläche aufgenommen werden und an Kanten lässt sich exakter damit arbeiten.

Auch werden die Oberflächen feiner. 

Man sieht zwar bei Acryllack (Zwei Schichten Clou L11 ohne Zwischenschliff) immer noch die einzelnen Pinselstriche, aber sie sind nicht so grob wie bei einem normalen Pinsel.













Die Unterschiede kann man zwar deutlich sehen und auch fühlen, aber fotografieren geht eher bescheiden.

Auf diesem Foto sieht man die Spuren sehr extrem, so kann man aber deutlicher erkennen, dass die Spuren des Foam Brushs feiner sind.












Das Foto kommt der Realität recht nahe.















Alles in allem sehe ich die Schaumstoffpinsel als eine einfach zu verwendende und preiswerte Alternative zu normalen Borstenpinseln an und werde sie ab jetzt vorwiegend einsetzen.

Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    woher beziehst du denn die Pinsel? Bzw, was ich eher suche, Ersatzköpfe dafür.

    Grüße

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    1. Hi Thomas,

      ohh ich wußte, dass diese Frage irgendwann kommt. Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht mehr. Ich hatte etliche davon bestellt und davon "zehre" ich immer noch.
      Sorry dass ich Dir da nicht helfen kann.
      Für meine gibt es keine Ersatzköpfe, Griff, Träger und Schaumstoff sind nicht trennbar.

      Grüße
      Michael

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    2. Hallo Thomas,

      habs gefunden. Die sind von Timeout.de

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