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Samstag, 14. November 2015

Tipp: Tiefenbegrenzung für die Handsäge

Per Hand immer genau auf eine feste Tiefe zu sägen ist nicht ganz einfach.

Die gängigste Methode ist es die Tiefe vorne und hinten anzureisen und dann möglichst genau bis zum Anriss zu sägen.













Da muss man aber schon aufpassen und ständig die Säge und zusätzlich auch den Anriss im Blick haben.
Trotzdem ist es schnell passiert und man hat zu tief gesägt.

Es gibt aber auch noch eine andere Methode, welche einfacher und auch genauer ist.
Zudem muss auch nicht unbedingt die Tiefe an dem Werkstück angerissen werden, das erspart Zeit und man muss je nachdem hinterher keine Markierungen entfernen.

Der Trick ist, die Schnitttiefe nicht auf dem Werkstück, sondern auf dem Blatt der Säge zu "markieren".

Eine sehr sichere Methode ist es, auf dem Sägeblatt eine kleine Stoppleiste mit doppelseitigem Klebeband zu befestigen.












 
So bekommt die Säge sowohl einen sichtbaren, als auch fühlbaren Anschlag.














 Eine weitere Variante ist die Nutzung von einem, möglichst nicht transparentem, Klebeband als Markierung.
















Kostet weniger, ist allerdings eher nur sichtbar. Man muss da etwas mehr aufpassen, als bei der Variante mit dem Hölzchen. Das Klebeband drückt sich halt leichter weg.

Eine so gut wie ebenso sichere Alternative zur Holzleiste (und sogar ohne "laufende Kosten" :) ), ist die Verwendung einen kleinen aber starken Magneten. 

Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und Stärken zu kaufen oder wer eine defekte Festplatte besitzt, findet auch in dieser min. einen starken Magneten, von dort habe ich auch das hier gezeigte Exemplar.











Auch das Einstellen der Schnitttiefe geht einfacher als bei den Klebebandmethoden, da diese auf dem Punkt aufgesetzt werden müssen. Das Magnet kann man dagegen irgendwo aufsetzen und dann genau, bis an das benötigte Maß schieben.











Das Sägen auf Endtiefe funktioniert recht sicher, man darf halt nicht bis zum Schluss vollen Druck auf die Säge ausüben, dann merkt man, wenn das Magnet aufliegt und die Sägezahnung nicht mehr greift.











Logisch ist auch, dass gegen Ende, die komplette Sägeblattlänge nicht mehr genutzt werden kann, da sich sonst das Magnet nicht immer über dem Werkstück befindet. In der Praxis ist das aber kein Problem, da zumindest ich gegen Ende eh nur noch in kurzen Zügen und so gut wie ohne Druck säge.

Die Luxusversion wäre es, wenn man mindestens zwei Magnete an eine schmale Holz- oder Aluleiste kleben würde.  Diese liese sich dann ebenso komfortabel wie das einzelne Magnet einstellen, hätte aber eine längere Auflagefläche.
Da ich aber nicht so oft per Hand solche Schnitte säge, bin ich bis jetzt mit dem einzelnen Magneten gut klar gekommen.

Kommentare:

  1. Auch möglich, und in beliebiger Länge, ist das Aufheften eines Stücks alten Rollmaßes mit zwei Magneten. Durch die Wölbung nach außen ist auch ein Abstand zum Sägeblatt gewahrt.
    Und wenn man nicht so viel Sägerei wie im Aufmachungsfoto machen möchte, gibt es immer noch die gute alte Oberfräse...

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    1. Stimmt, wer ein Bandmaß zum opfern hat, kann das natürlich auch nehmen.

      Das Werkstück im "Aufmachungsfoto" hat eine stark gerundete und zudem geschwungene Kante, dort vernünftig mit einer Oberfräse solche kleinen Ausschnitte zu fräsen, halte ich für nicht sinnvoll. Eine Oberfräse ist ein tolles und vielseitiges Werkzeug, trotzdem muss man nicht alles mit ihr machen.

      Grüße
      Michael

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