Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Samstag, 9. Januar 2016

Projektvorstellung: Abfallbehälter fürs Badezimmer - Teil 1

Schon länger wollte ich einen kleinen Abfallbehälter für mein Badezimmer bauen. Das sind so Dinge, die schiebt man immer vor sich her, weil nicht so wichtig.

Im Herbst waren einige Tage Regen angesagt, und so war die Gelegenheit günstig, das kleine Projekt durchzuziehen. Nen Plan hatte ich nicht, nur einige Ideen im Kopf, Details kamen dann beim Bau.

Material waren Reste. Zwei Reststücke gedämpfte Buche und ein Deckel von ner 100er DVD Spindel, auch irgendwie ein Rest.













Die Buche habe ich auf 16mm runtergehobelt. Da der Behälter ja eher klein wird, sollte das Holz nicht zu mächtig wirken.













Vor der weiteren Bearbeitung habe ich die beiden Reststücke wie immer vorgeschliffen.













Für die Seiten benötigte ich Streifen von 30 und 35mm. Diese sind aus dem langen Reststück auf der TKS entstanden.













Da sich längere Stücke einfacher bearbeiten lassen als kurze, habe ich vor dem Ablängen alle Kanten mit einem 3mm Radius versehen.












Aus dem kurzen Reststück sollte die Bodenplatte entstehen. Diese wird ebenso wie der Deckel der DVD-Spindel rund. Für den Deckel muss am Rand und in der Mitte etwas Platz geschaffen werden, damit er sauber aufliegt.
Ausgefräst habe ich die Bodenplatte mit der OF1010 und der MFS. Da habe ich aber leider vergessen Bilder von zu machen.









So sieht der fertig gefräste Boden auf jedenfall aus.














Die Kante habe ich noch auf dem Bandschleifer geschliffen und die Unterkante ebenfalls mit einem 3mm Radius versehen.













Als nächstes ging es darum, die Teile für den eigentlichen Behälter herzustellen.

Da der Spindeldeckel keine genauen 90° aufweist, muss auch der Behälter dementsprechend angepasst werden.

Mit einer Schmiege habe ich den Winkel abgenommen und an einer Lehre abgelesen.













Mit diesem Wert konnte dann mit der Kapex die einzelnen Teile auf Gehrung gekappt werden. Das genaue Ablängen folgt später.













Zwei der Teile sollten sich kreuzen. Man sieht sie später nicht mehr, also hätte ich sie auch einfach auf Stoß verdübeln können. Aber es soll ja ordentlich sein, also wird es ne Überplattung per Hand ausgeführt.

Zuerst habe ich die Mitte an beiden Teilen ermittelt und den Bereich markiert, der entfernt werden muss.













Die Tiefe der Überplattungen habe ich mit dem Streichmaß angerissen. Zudem bekomme ich so auch einen sauberen Grund der Nuten.












Damit die Schnitte möglichst genau im rechten Winkel ausgeführt werden, habe ich mit Schreinerwinkel und Stemmeisen, eine kleine Führung für die Säge eingestemmt.
Sicher ist sicher, ich mache sowas ja nicht jeden Tag.









 

Gesägt habe ich mit der Veritas Crosscut Feinsäge bis kurz vor Nutgrund.













Das überschüssige Material habe ich ausgestemmt ...














... und den Rest bis zur genauen Tiefe mit dem Grundhobel ausgehobelt.













Passt soweit.




Die Unterbrechung der Abrundung an der Kante sieht später keiner mehr, da kommt ja der runde Boden drauf.





Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    bin schon gespannt auf das Ergebnis! Deine Woodpecker-Winkel scheinen sich ja ziemlich bei dir durchzusetzen, ich überlege auch schon eine Weile...

    Viele Grüße
    Timo

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Moin Timo,

      ja ich nutze die Woodpeckers eigentlich ständig.
      Ich fins halt gut, dass die sich so gut greifen lassen, sie bleiben auch hochkant stehen und können auch gut mit ner Zwinge festgeklemmt werden um als Führung zu dienen. Absolut genau sind sie obendrein.
      Was halt durch die Materialdicke nicht so gut bei den Winkeln geht, ist nach Skala was anreissen. Der Paralaxefehler ist halt groß. Entweder gut peilen oder ein Winkel mit dünnerer Zunge nehmen.

      Wenn er denn wieder mal von Woodpecker aufgelegt wird, werde ich mir auch den großen Winkel bestellen, auch wenn der Preis und vor allem die Versandkosten schon böse weh tun.

      Grüße
      Michael

      Löschen
  2. Hallo Michael! Es ist immer wieder interessant einen Einblick in deinen Arbeitsprozess zu bekommen. Wirklich spannend, wie aus einzelnen Holzstücken ein ganzes Projekt wird. Weiter so! :) Liebe Grüße, Kathreen von Mach mal

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Michael,

    die Winkel gefallen mir auf Grund ihrer guten Ablesbarkeit sehr gut. Ist Gerschwitz der Lieferant?

    Ach so, das grüne Bosch Teil passt doch gar nicht in Deinen Maschinenpark.

    Gruß

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Moin Volker,

      die Woodpecker Sachen gibt es nicht in Deutschland zu kaufen. Gerschwitz hatte letztes Jahr versucht die Produkte vermarkten zu dürfen, Woodpecker hatte daran aber leider leider keine Interesse.

      Der grüne Bosch ist gut, ist ja auch noch der Alte aus Schweizer Fertigung der zu 98% mit dem GBS baugleich ist.

      Grüße
      Michael

      Löschen
  4. Mich hätten Bilder interessiert, wie du den Boden gefräst hast. Bei Kreisen hapert es bei mir nämlich noch etwas. Hast du so einen Standard-eBay-Fräszirkel verwendet?

    AntwortenLöschen
  5. Habe ich mit der MFS gefräst.
    Im 2. Teil zeige ich das aber nochmal.
    Grüße
    Michael

    AntwortenLöschen