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Donnerstag, 9. Juni 2016

Projektvorstellung: Gartentore mit Torbögen - Teil 6

So sah es ja gegen Ende von Teil 5 aus, die Stelle wollte ich nun angehen und für die Montage der Torbögen vorbereiten.











Beton und seine Verarbeitung ist komplettes Neuland für mich. Habe mir einiges angelesen und rumgefragt, mal schauen ob ich es in die Praxis umsetzen kann und es auch nächstes Jahr noch an der Stelle steht oder hängt, wo ich es hingepappt habe.

Zum warm werden, habe ich zuerst die kleineren Flickstellen an dem oberen Mauerabschnitt ausgebessert.

Da ich zur Straße hin nichts abstützen kann und auch nicht über viele Zwingen für solche (Dreck)arbeiten verfüge, hatte ich geplant, die Verschalung mit Schlagdübel (8x100) an der Mauer zu befestigen. Die Löcher will ich dann später mit Injektionsmörtel (brauche ich eh) verschließen.

Als Schalmaterial habe ich glatt beschichtete Spanplatte verwendet, in der Hoffnung, die glatte Beschichtung gibt ne schöne Oberfläche auf dem Beton.

Alle Arbeiten hatte ich wegen dem warmen Wetter nach draußen verlegt und auch alle Zuschnitte der Platten auf dem Hof mit der HKC 55 LI erledigt.










Die Löcher für die Schlagdübel habe ich in der Spanplatte vorgebohrt und diese mit zwei Zwingen in Position fixiert.
(Das hier ist eine Stelle, an der die Substanz der Mauer wirklich noch gut ist, fest und stabil)









Danach angedübelt und bereit zum vergießen.












So habe ich mich dann wieder Richtung Kellereingang vorgearbeitet.











Die Taktik war auch hier ähnlich, Platten andübeln, voll gießen und fertig.

Allerdings war die Verschalung nicht so einfach, es muss ja eine Ecke hergestellt werden. Zudem muss sie in Waage und möglichst parallel zur gegenüberliegenden Mauer sein (War sie ursprünglich natürlich nicht, aber 3cm auf einen halben Meter sind ja nicht so viel).

Begonnen habe ich mit der Außenkante, die Platte muss nur dem Gefälle der Mauer folgen und eine Ausklinkung haben, um den Höhenversatz zwischen Straße und Hof abzudichten. 










Ran tasten...kontrollieren...noch ein wenig muss sie noch vorne runter...












...und ich konnte die Platte andübeln.













Vom Zuschnitt und dem einpassen der anderen Platte habe ich keine Bilder gemacht. Vergessen. Das ständige auf die Knie, wieder hoch, Messen, Sägen war nervig.

Und zwar so nervig, dass sich eine gewisse Unordnung einschlich, ich aber keine Lust hatte, zwischendurch aufzuräumen.











An dieser Stelle werden ja später zwei Pfosten der Torbögen befestigt, zudem muss ja schon etwas an Beton eingebracht werden und ich habe mich entschlossen, denke schaden wird es auf keinen Fall, eine Armierung einzubringen.

Man soll ja nichts umkommen lassen und ich habe den dicken Draht der alten Gartentore dafür u.a. eingeplant.





















Zurecht geschnitten und die Enden umgebogen und in dafür gebohrte Löcher eingeschlagen.











Danach konnte dann die Stelle mit der zweiten Platte verschlossen werden.
Die Platten habe ich mit dieser Leiste verschraubt.










Die Mauer ist nicht wirklich gerade. Zum abdichten, damit der frische Beton einen sauberen Abschluss bekommt, habe ich einen Moosgmmistreifen von hinten an die Platte geklebt. Hoffe das funktioniert.









Vom Betonieren habe ich auch weiter keine Fotos, die Hände waren dreckig und man muss ja recht zügig arbeiten.

Hier nur ein Bild vom Quirl. Dank des Wechselfutters des GBH 3-28 DFR konnte dieser das Rühren übernehmen. Das ging erstaunlich gut, der Bosch hat richtig Drehmoment.










Damit der neue Mauerabschnitt keinen Bauch bekommt, habe ich noch als Stütze eine Korpuszwinge quer über den Hof gespannt.



 Eine Ecke erledigt, fehlen noch drei.... und die großen Fehlstellen nicht aus dem Auge verlieren. :)





Kommentare:

  1. Servus Michael,

    das kann ich sehr gut nachvollziehen, das diese Mörteldietscherei nix für Dich ist. Mir gehts da ähnlich. Mit dieser Materie steh ich schon seit meinem Hausbau auf Kriegsfuß. Schaut aber trotzdem nicht schlecht aus. Denke, das das schon halten wird. Und...wer arbeitet, darf auch ein wenig Werkzeug um sich "scharen"..das hat mit Unordnung mal gar nix zu tun...:-)

    Und nein, Lothar, du brauchst keine Festool-Bohrmaschine mit Schlagbohrdings...du hast eine Hilti...mach sofort die Seite vom Gersch....

    Schönes WE noch...:-)

    Servus, der Lothar

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    1. Hallo Lothar,

      das ist keine Schlagbohrdings, sondern ein sehr genialer pneumatischer Bohrhammer......mach die Seite lieber wieder auf. :D

      Mittlerweile bin ich ja mit dem Gematsche durch, zum Glück.

      Dir auch ein schönes Wochenende.
      Grüße Michael

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  2. Hi Michael,

    ich bin mir nicht sicher, ob du dir mit dem Gitter aus dem Gartentor einen Gefallen getan hast. Das ist abhängig davon, wie lange die Mauer stehen wird.
    Im Allgemeinen fängt Bewehrung bei zu geringer Betondeckung an zu korrodieren, da die schützende alkalische Umgebung des Betons im Randbereich des Betons mit der Zeit nicht mehr gegeben ist (Carbonatisierung). Die Volumenvergrößerung durch die Bewehrungskorrosion führt zu Rissen und Abplatzungen an der Betonoberfläche. Selbstverständlich sprechen wir hier nicht über Tage und Wochen, sondern über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Für einen Beton C20/25 dauert die Carbonatisierung von 10mm Beton ungefähr 6-7 Jahre. Der Einfluss von Taumittel, mechanischer Beanspruchung und/oder Rissbildung infolge des Aushärtens beschleunigt das Ganze natürlich. Der Fortschritt der Carbonatisierung nimmt mit der Zeit deutlich ab.

    Du hast zwar eine teilweise Ummantelung als "Korrosionsschutz" an deinem Gitter, aber eben nicht überall. Die Betondeckung ist schwer auf dem Bild zu schätzen, aber ich denke mehr als 15mm werden es auch nicht sein. Nur als Vergleich für ein Bauteil im Außenbereich mit direkter Bewitterung und Frost ohne Taumitteleinfluss sind nach Norm mindestens 40mm Betondeckung nötig.

    Die geflickte Mauer wird natürlich trotzdem "stehen bleiben" und die Befestigung deiner Tore ist auch kein Problem, aber du wirst vermutlich früher oder später Risse und/oder Abplatzungen bekommen.
    Für den betriebenen Aufwand ist sowas dann immer Schade und vielleicht hilft dir mein Kommentar beim nächsten Mal ;)
    Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie es weitergeht.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag
    Tobi

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    1. Hallo Tobi,

      danke für Deine Einschätzung.
      Hmm, das ist natürlich ne Aussage, die mir gar nicht so gefällt. :)
      Wobei ich sogar der Meinung war, ich tue mit dem lackierten Zeug was gutes. Ich hatte letztes Jahr bereits Armierungsstahl gekauft, in der Annahme, es werden nur kleine Betonarbeiten nötig sein. Der ist komplett unbehandelt, also absolut 0 Korrosionsschutz.

      Mit den 15mm liegst Du an den "engsten" Stellen recht gut, das verläuft sich dann so bis 40-50mm.

      Naja wir werden sehen, wie sich das mit der Mauer entwickelt.
      "Ewig" wird auch der noch vorhandene Altbestand nicht halten.

      Nochmal Danke.
      Grüße
      Micha

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    2. Hallo Micha,

      Oberflächenrost ist für Bewehrung eigentlich auch kein Problem (abgesehen von Spanngliedern im Brückenbau), da die alkalische Umgebung kurz nach Betonage eine schützende Schicht auf der Bewehrung "bildet" (Passivierung). Das heißt, wenn du ein frisch betoniertes Bauteil nach einiger Zeit aufstemmst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit blanke Bewehrung vorfinden.

      Wie gesagt, ist dann über die Jahre der Verlust des alkalischen Milieus das Problem. Dem kann mit ausreichender Betondeckung oder mit einer Korrosionsschutzschicht auf der Bewehrung entgegen gewirkt werden. Inwieweit da diese Lackierung/Ummantelung geeignet ist, kann ich dir allerdings nicht sagen.

      Wie bereits geschrieben, über die nächsten Jahre musst du dir da überhaupt keine Gedanken machen. Meine Erfahrungen beziehen sich auf den Hochbau und da gelten natürlich ganz andere Anforderungen an die Standzeit, als bei deinem Gartenmäuerchen.

      Viele Grüße
      Tobi

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    3. Hi Tobi,

      wir werden sehen, wie es sich entwickelt.
      Sooo oft regnet es hier ja auch nicht. ;)

      Grüße
      Micha

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