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Sonntag, 5. März 2017

Projektvorstellung: Unterschrank für den Spindelschleifer - Teil 4

Nachdem alle Kanten ihren Anleimer bekommen hatten, konnte ich diesen bündig fräsen ...











... und die Kanten mit einem 2mm Radius versehen.













Schaut dann so aus:














Als nächstes habe ich die Drehpunkte für die Schwenkarme an den Seitenteilen markiert, ...











... gebohrt ...













... und mit den Stahlbuchsen aus dem ersten Teil versehen.












Bevor es an die Montage des Unterschrankes gehen konnte, musste ich noch die Lamello Fast Verbinder in die Deckelplatte und die Seitenteile einschlagen.










Die Seitenteile bekamen zusätzlich noch vier Dominodübel als Führung und Stabilisierung fer Deckelplatte im aufgesetzten Zustand. Diese habe ich abgerundet und da sie über die Lamello Fast hinausragen, dienen sie auch so als Aufsetzhilfe.










Nun konnte der Unterschrank zusammengebaut werden. 

Um auf Zwingen verzichten zu können, habe ich die Einzelteile zusätzlich mit 4x50er Schrauben verschraubt.











Kurze Kontrolle, alles im Winkel. Sehr schön!













Die eingefalzte Rückwand habe ich verleimt und mit 40mm Stauchkopfnägel zusätzlich fixiert.











Der fertige Korpus.
























Und somit Zeit für eine Oberflächenbehandlung.












Um ihn farblich ähnlich wie den Kapex Unterschrank zu gestalten, habe ich hier ebenfalls ein Complex Öl verwendet und zwar das Hartölwachs.

Ich sag ja immer Ordnung in der Werkstatt ist wichtig!!!
So wie hier sollte das auf KEINEN Fall aussehen, da findet man nichts mehr. :(  









Wenn der Spindelschleifer im Einsatz ist, wollte ich auch einen Aufbewahrungsort für die Deckplatte haben.

Dazu habe ich aus Resten, diese beiden Halter gebaut ...












... und an der Rückseite des Schrankes angebracht. Dort kann dann später der Deckel bei Nichtgebrauch ordentlich und platzsparend untergebracht werden.










Um die Trägerplatte in Arbeitsposition und auch in "Ruhestellung" fixieren zu können, bekamen die Seitenteile noch M8 Rampamuffen eingesetzt. 










Als nächstes waren die Schubladenauszüge für die SYS-AZ an der Reihe. 

Dank System 32 war die Montage ein Kinderspiel. (Die schwarzen Plastikteile sind übrigens die Auszugssperre.












Nur noch die Auszüge einschieben und fertig. 
Wie alle hochwertigen Auszüge sind auch die an den SYS-AZ verwendeten trennbar. Das erleichtert die Montage von solchen Dingern enorm.









Noch die Rollen dran und der Schrank musste zum letzten Mal auf den MFT.












Die Trägerplatte bekam noch den Domino-Dübel-Griff, in dem Fall aber mehr Dekoration als echter Griff zum kompletten öffnen.










Danach konnte ich die Schwenkarme mit 10x40er Inbusschrauben montieren.












Da ich auf selbstsichernde Muttern kontruktionsmäßig verzichten musste, habe ich zu einer chemischen Schraubensicherung in Form von Loctite 243 gegriffen.











Die Montage im Korpus erfolgte genauso.













Hier sieht man die Trägerplatte in der Arbeitsposition und eine der beiden Knebelschraube zur Fixierung.











Heee Moment mal, waren die Schwenkarme nicht oben noch deutlich länger? Jaaaa! :(
Ich hatte ich da bei der Planung vertan. Der Höhengewinn der Plattform ist ja zweimal der Abstand der Bohrungen an den Schwenkarmen, das ist bei mir irgendwie untergegangen und auch erst aufgefallen, als ich alles fertig und die Maschine zur Montage aufgesetzt hatte. 1,5m Maschinentischhöhe ist dann doch etwas viel. Shit happens.

Ich musste die Arme kürzen und leider auch die Bohrungen in den Seitenteilen neu machen. Sehr dumme Sache und nur wegen einer kleinen Unachtsamkeit.

Nachdem der Fehler ausgebessert war, konnte ich den Spindelschleifer mit dem Unterschrank verheiraten. Anstatt Ehering, vier 6x40mm Inbusschrauben.










Kleiner Tipp, wenn was verschraubt werden muss, gleichzeitig irgendwelche Scheibchen dazwischen  müssen und man kann schlecht bis gar nicht dahin schauen, helfen Runddübel im Lochdurchmesser.

Diese halten die Scheiben in Position und erleichtern, durch ihren Konus, das einfädeln.











Wenn die Maschine sitzt, einfach die Dübel nach unten raus ziehen.


So schaut das ganze dann aus:

Als Schrank mit Arbeitsfläche.














Mit abgenommen und verstautem Deckel.














Mit ausgefahrenem Spindelschleifer in Arbeitsposition.













Zwischen Rückwand und Deckel habe ich einen kleinen Spalt gelassen, durch den das Netzkabel auch bei aufgesetzter Deckplatte passt.










Seinen Platz fand der Unterschrank neben seinem großen Bruder.













Die Verwandschaft ist sofort erkennbar.













Die beiden Systainerauszüge.













Detail der Schwenkarme mit der Bohrung für die Knebelschraube.












Details des Griffes und des Deckplattenhalters.










Und hier die Funktion in bewegten Bilder.




- Ende -



Kommentare:

  1. Hallo Micha,
    ist toll geworden Dein neues Werkstattmöbel. Eine klasse durchdachte Lösung. Mit der Unordnung hast Du recht. Macht keinen Spaß mehr, wenn das Chaos anfängt zu regieren. Ist Deine Werkstatt jetzt endgültig voll oder ist noch Platz für weitere Überraschungen? Das erste Video kann ich leider nicht anschauen. Da steht: "Dieses Video ist privat."
    Viele Grüße
    Olli

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    1. Hi Olli,

      bissi was geht immer noch. Hat sich ja mittlerweile wieder deutlich was verändert. Ein Werkstatt-Update folgt bald.

      Ja das 1. Video habe ich rausgenommen, was soll man sich 1,5 Min. ansehen, wie ich den Schleifer rausklappe und wieder zurück. Zeitraffer reicht.

      Grüße
      Micha

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  2. Hallo Micha,

    tolle Idee! Ein Spindelschleifer reizt mich auch ab und zu, möglicherweise eines Tages...

    Grüße
    Timo

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