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Samstag, 6. Mai 2017

Neuzugang in der Werkstatt: Record Power AC400 - Luftreiniger

Bei den Umräumarbeiten im Zuge des Werkstatt-Updates X, habe ich erst gemerkt wieviel Staub sich doch in Ecken, die man nicht regelmäßig reinigt sammelt. Auf den Sortainern, die schon zig Monate an ihrem Platz stehen, war eine millimeterdicke Staubschicht. Fand ich jetzt nicht wirklich schön.

Luftreiniger sollen dabei ja helfen, diesen feinen Staub, der vor allem beim Schleifen entsteht, aus der Luft zu filtern, bevor er sich irgendwo absetzen kann.
Kleine Geräte gibt es ja schon für relativ kleines Geld und wenn ich damit die Werkstatt und somit auch das gesamte Haus etwas sauberer halten kann, ist es ein Versuch wert.

Ich hab mich dazu für die AC400 von Record Power entschieden. Von der Qualität und dem Aufbau nehmen die einfachen Geräte sich nix, kommen wahrscheinlich alle vom gleichen Band.












Für die Marke Record Power habe ich mich entschieden, weil sie als einzige 5 Jahre Garantie (nach Registrierung) auf ihr Gerät geben und das was ich zum Service von denen im Internet herausfinden konnte, klang nicht schlecht.

Die Verarbeitung ist zwar nicht der Brüller, aber alles ist stabil und dem Preis angemessen.
Der Luftreiniger kann entweder mobil eingesetzt, dazu ist ein Tragegriff und Gummifüße vorhanden oder an die Werkstattdecke gehangen werden. Im Lieferumfang sind dafür Haken und Ketten vorgesehen. Dübel fehlen, die muss man sich besorgen. Find ich aber nicht schlimm, meistens taugen so beigelegte Dübel eh nichts.


Bedient wird der AC400 über ein großes Panel an der Front. Dort kann das Gerät ein und ausgeschaltet, die aktuelle Leistungsstufe und die Zeit des Timers mittels LED abgelesen werden.










Der AC400 besitzt drei Stufen, 440, 615 und 695 m³/h. Heißt in meinem Fall, kann das Gerät theoretisch auf höchster Stufe die Luft in der Werkstatt in einer Stunde 28 mal komplett filtern. Denke das sollte mir reichen.

Moment mal da war doch gerade von einem Timer die Rede, man sieht aber keine Taste dafür auf dem Bedienfeld.

Richtig, der Timer lässt sich nur über die beiligende IR-Fernbedienung in Zeiten von 1, 2, 4 Stunden und endlos steuern. 
Betrieben wird die Fernbedienung mit zwei AA (Mignon) Batterien, mal schauen wie lange die halten.








Gefiltert wird die Luft über ein zweistufiges Filtersystem.












Der Lufteinlass und die erste Stufe (5 Mikron) befinden sich auf der Rückseite des Gerätes.
Hier befinden sich auch die beiden stabilen Riegel zum Herausnehmen der Filter.









Dahinter sitzt dann die zweite Stufe (1 Mikron).











ACHTUNG: Einbaurichtung des 1. Filters beachten.













 Als dritte Stufe gibt es noch einen Maschendraht, falls einmal Mäuse mit angesaugt werden und die Filter durchnagen. :)











Jetzt komme ich auch direkt zu meinen Kritikpunkten an der  AC 400.

Der erste betrifft eigentlich jeden Luftreiniger in dieser Größe in Kombination mit kleinen Werkstätten mit niedriger Deckenhöhe.
Optimal würde der Luftreiniger in der Mitte der Werkstatt (dort entsteht bei mir auch der meiste Staub) an die Decke gehören, sodass er die Luft in der kompletten Werkstatt in Zirkulation bringen kann und der Filter dicht an der Dreckquelle sitzt. Je früher die Partikel im Filter landen, umso weniger Zeit haben sie sich evtl. vorher doch irgendwo abzusetzen.

Bei 2m Deckenhöhe ist das aber nicht möglich, sonst hängt mir das Ding vor der Nase.
Er muss also eher Richtung Wand und Ecke. Klar, dabei geht einiges an Effizienz verloren, aber ich kann das nicht ändern.

Montiert man ihn dann so, dass er auch möglichst viel Dreck aus der Luft filtern kann, also mit der Einlassöffnung Richtung Werkstatt, weißt das Bedienfeld zur Wand. Weder lässt es sich so gut bedienen, noch überhaupt die Anzeigen ablesen.









Mein Glück ist noch, dass ich an der Wand ein Bild mit Glas hängen habe, Das IR-Licht wird davon reflektiert und ich kann die AC400 wenigstens per Fernbedienung bedienen.
Ein wenig denken die Hersteller trotzdem mit und die Luftreiniger geben Pieptöne von sich, wenn sie bedient werden. Pro Tastendruck ein Piep und wenn er abschaltet deren zwei. Damit kommt man halbwegs klar. Weil je nachdem ob eine Maschine (oder meine Heizung) läuft, höre ich den Luftreiniger nicht. Das finde ich wirklich gut an dem Ding, es ist kein Universalmotor verbaut und man hört eigentlich nur den Luftstrom, welcher der Lüfter erzeugt.

Der zweite Punkt ist eine Sparmaßnahme bei der Montage und mir als Strommensch, stellen sich die Fußnägel hoch. Die Litzen sind ohne Aderendhülse in die Klemmstellen geschraubt. Das gehört sich aber mal gar nicht. Wurde auch von mir sofort geändert.








 Angegeben ist der Luftreiniger mit 100W Aufnahmeleistung.












Aus Neugier habe ich das mal gemessen. Stimmt nicht wirklich, ich komme nur auf etwa 2/3 des angegebenen Wertes. In wie weit dann auch die Angabe des Volumenstromes stimmt, weiß ich nicht. So vom Hand davor halten zieht er schon gut was weg.  Wenn ich Staub produziere sieht man auch schon in der ca. 2m entfernten Lampe sich Partikel in Richtung Filter bewegen.





Erstes Fazit nach ca. zweimonatiger Nutzung:

Der AC400 funktioniert bis jetzt einwandfrei. Auch die blinde Bedienung per Fernbedienung ist weiter kein Problem. 

Die Luft reinigen tut er auch, wie man auf dem nachfolgenden Bild erkennen kann.

Links ein neuer Filter, rechts und in der Detailaufnahme der benutzte. Man erkennt deutlich, dass sich schon allerhand Dreck und Staub im Filtermaterial abgesetzt hat.









Wieviel Prozent besser, bzw. wieviel vom Dreck in der Luft der Luftreiniger nun letztendlich herausgefiltert hat, dazu kann ich keine  wirkliche Aussage treffen. Wenn ich Staub produziere und der Filter läuft habe ich schon das Gefühl, die Luft ist klarer und sauberer, aber das ist ein subjektiver Eindruck.



Bezugsquelle



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Record Power AC400

Kommentare:

  1. Michael,
    danke für den Bericht. Mir ist saubere Luft ach ein großes Anliegen und somit auchte ich auf gute Absaugung und Filterung. Zum Ausprobieren habe ich mir einen Selbstbau eines Feinfilters gegönnt. So leise wie Du beschrieben hast, ist der definitiv nicht - trotz des hochwertigen Papst Lüfters. Ist auch nur einstufig, mit Innenraumfilter eines Kfz. Vorteil dieser Lösung: ich stelle sie stets in direkter Nähe zur Schmutzquelle auf.
    Anfangs war ich etwas enttäuscht. Jedoch meine ich, das der typische "Holzgeruch" bei Einsatz des Filters deutlich zurückgeht. Rein optisch kann ich kaum Effekte feststellen, außer das der Filter natürlich eifrig verschmutzt. Wird dann nach Einsatz mit dem Werkstattsauger abgesaugt und weiter geht's.
    viele Grüße
    Reinhard

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  2. Hallo,
    ich habe mir vor ein paar Wochen auch einen gegönnt und erfahre folgende Nachteile, die mir vorher nicht bewusst waren:
    a) Verlust an Raumhöhe (wie du geschrieben hast)
    b) Verlust an Raumlicht (Der Kasten schirmt das Deckenlicht ab)
    c) Leider besteht nicht die Möglichkeit (zumindest nicht bei meinem Jet) den Ventilator mit dem Nachlauf (wie bei der Absauganlage) zu betreiben. Also wenn ich säge soll er automatisch angehen, und dann mit Nachlauf weiterlaufen. :(
    d) Es entsteht ein doch merklicher Luftzug, der mich sehr stört (Vermutlich bin ich auch sehr empfindlich dafür). Abhilfe erhalte ich durch eine Haube :)

    Trotzdem habe auch ich ein besseres Gefühl von der Raumluft und würde mir jederzeit wieder einen besortgen.

    lg Sigi

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    1. Moin Sigi,

      Luftzug durch einen Ventilator, da wird sich nichts dran ändern können, wenn kein Zug entsteht, werden auch die Staubpartikel nicht angezogen.

      Mit Punkt C, wird Dir so wie Du es beschreibst nichts bringen. Der Luftreiniger braucht ja ne Zeit, bis er die Raumluft in eine Art Zirkulation gebracht hat, um überhaupt zu funktionieren.
      Wenn der Nur z.B. mit der Säge angeht und etwas nachläuft, bringt das herzlich wenig.

      Grüße
      Micha

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  3. muss man die Filter wechseln, wenn sie voll sind oder kann man die reinigen?

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    1. Die wird man schon ein zwei mal reinigen können.
      Den inneren auf jedenfall, das ist auch so in der BDA beschrieben.

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  4. Hallo,
    ich hab mir im vorigern Jahr auch so ein Ding gegönnt (von Jet - AFS1000)und bin zufrieden. Würde jedenfalls wieder kaufen.

    Meine Werkstattdecke ist schräg und geht bis auf eine Höhe von ca. 4m hinauf. Somit habe ich die Nachteile mit Raumhöhe und Lichtverlust nicht.

    Natürlich hört man den Motor - aber man gewöhnt sich daran. Ist einfach ein Hintergrundgeräusch.

    Ich habe die Filter sicher schon 10x abgesaugt und anschließend noch mit der Druckluft im Freien ausgeblasen. Ich habe das Gefühl, dass die fast ewig halten werden.

    lg Josef

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