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Freitag, 10. November 2017

Projektvorstellung: Renovierung - Wohnzimmer - Teil 1

Einem Geistesblitz im Urlaub über mehr Licht im Wohnzimmer, folgte ein Haufen Arbeit, Material und ausgegebenes Geld.
Es war nur so ein kleiner diffuser Gedanke, ich könnte ja zwei Deckenleuchten bauen ... dann wäre es aber ne gute Gelegenheit, die Decke aufzuhellen ... evtl. noch Dekorbalken ... vielleicht mit Licht drin ... ja da passen aber die alten Tapeten auch nicht zu ... und der verwohnte Teppichboden.....
So kam eines zum anderen und aus einem fixen Idee, wurde die Komplettrenovierung eines, genauer gesagt meines Wohnzimmers.

Zuvor habe ich aber noch etwas mit dem HL 850 "gespielt" um was auszuprobieren und die Firma Festool kontaktiert, ob sie mir bei meiner Idee mit einer Maschine aushelfen könnte.










Nachdem das und einige andere Dinge geklärt waren, ging es auch schon bald los.

Hier die Ausgangssituation:

Stark nachgedunkelte Decke, mickrige Beleuchtung, ein Blechregal, kein zeitgemäßer Teppich.
PS: Das Werkzeug liegt da eigentlich nicht rum. ;)










Es sollten dann auch in dem Zug ein paar Details geändert, werden.

Der Klingeltrafo mitten auf der Wand sollte samt Schalter verschwinden, warum der so b**d montiert wurde, weiß man nicht, die Schalter haben es schon lange hinter sich und es gibt zwei Stellen mit Freiluftverdrahtung, die bei der Gelegenheit auch unter Putz wandern sollten.  












Der grobe Plan sieht vor, die Decke wird wieder mit Profilbrettern abgehängt, diese bekommen aber noch eine extra Behandlung (da sage ich noch nichts näheres zu), es werden drei Dekorbalken gebaut, welche mit LED Spots versehen werden, die Wände bekommen Streichputz anstelle von Tapeten, die Drempel werden verkleidet und bekommen indirektes Licht und nen Kabelkanal für TV und Hifi und der Teppich wird gegen Klick Vinyl ausgetauscht.

Zuerst musste so viel an Möbel und Zeug aus dem Raum geschafft werden, wie nur geht. Welche Wohnung hat aber schon einen freien Reserveraum? Also wurde vieles irgendwo hin gepackt, nur die großen Schränke und das Sofa samt Sessel müssen drin bleiben. Ich habe kein Platz wo ich diese Zwischenparken könnte. Zumal die Sache sich über einige Wochen hinziehen wird.

Meine drei Systainer-Rollbretter wurden für die Aktion zweckentfremdet.












Das Blechregal flog direkt auf dem Schrott. So bin ich gezwungen, da endlich was neues zu bauen. Das habe ich schon Jahre vor und dafür auch schon was passendes auf dem Dachboden liegen.










Das Kabelwirrwarr was sich hinter den Schränken befand, kam in nen Karton, mit der Hoffnung, dass später alles wieder so funktioniert wie vorher. 










Nachdem alles soweit draußen war, folgte ein erster Blick unter die alte Decke.

Eine Wiederverwertung war nicht vorgesehen, daher konnte ich die Bretter mit sachter Gewalt und Hebelkraft entfernen.











Ich hatte eigentlich unter bzw. über den Profilbrettern eine Lage Platten erwartet, da war aber nichts, außer direkt die Dämmung. Zum einen doof, weil es beim arbeiten immer mal was runter rieselte, aber auch gut, weil so hatte ich freien Blick auf die alte UK und das Gebälk.

So sah es am ersten Tag aus.
Es war alles soweit raus aus dem Raum und ein Teil der Decke lag schon draußen im Gras.
















Da ich nicht wollte, dass vielleicht in einem Feld die komplette Dämmung runter kommt, habe ich diese provisorisch mit einigen Profilbrettern, fixiert.










Nach "etwas" Fleißarbeit in Form von alten Klammern und Nägeln entfernen, war die alte Decke komplett Vergangenheit und bereit für neues.










Einfach wird es aber nicht werden, da eine Kontrolle via Linienlaser und Meterstab Abweichungen von mehreren Zentimetern zeigte. Einfach dran schrauben ist also nicht.










Auch der Blick auf die Elektrik war nicht so prall. 

Es gibt vier geschaltete Lichtkreise mittels zweier 3x1,5er Leitungen. Als zweite Schaltleitung dient pro Kabel der PE-Leiter. Das muss richtig gemacht werden, also neue Kabel und alle Lüsterklemmen und Steckdosen mit Schraubanschlüssen kommen auch weg.









Man braucht ja immer mal ein Grund Geld auszugeben und neues Werkzeug anzuschaffen. Künstliches Licht war ja keines mehr in dem Raum vorhanden, abends wird es im Oktober schon früh dunkel, also brauchts ne vernünftige, da großer Raum, Baustellenlampe. Festool hat ja sowas. Die Syslite Duo. Zwar nicht billig, aber das Licht ist der Wahnsinn, absolut hell und gleichmäßig. Top!









Kommentare:

  1. Endlich geht deine Renovierung los.
    Bin gespannt über deine einzelnen Entscheidungen.

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  2. Die Büchse der Pandora ist geöffnet...
    Ambitioniertes Projekt!
    Fragen: Ist auf der anderen Seite der Dämmung (Spitzboden) ein Kaltdach? Wenn, ja Dampfbremse unter die Dämmung. Woher kommen die schwarzen Streifen auf der Dämmwolle? Farbe oder Schimmel?

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    1. Falls Du mit Kaltdach, den klassischen Aufbau für ein Kaltdach (Bedachung, Belüftung, Dampfbremse, Innendämmung) meinst, dann nicht.
      Die schwarzen Streifen ist der Dreck der Jahrzehnte, der durch den Stoß der Bretter gedrungen ist. Schimmel ist das keiner.

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