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Freitag, 10. Oktober 2014

Projektvorstellung: Kleiner Hocker oder hoher Fußschemel - Teil 2

Jetzt war es an der Zeit, alle Teile bis Korn P180 feinzuschleifen.

Da es zu 90% nur schmale Flächen waren, habe ich zum Schwingschleifer RS 200 gegriffen. Er kommt zwar selten zum Einsatz, für solche Teile ist er besser geeignet als ein Exzenterschleifer.











Erste Anprobe der Beine an die Zarge. 
Soweit ganz OK.













Vor dem Zusammenbau, bekamen noch alle Kanten einen 8mm Radius angefräst. 












  

Nur die Oberkante der Sitzfläche erhielt einen 15mm Radius.

Als nächstes war das Anzeichnen der späteren Dübel an der Reihe.
Streichmaße kann man nie genug haben. :)



























Danach konnte ich die Beine in den Ecken einleimen und mit einer 4,5x45er Spax von innen sichern.

Nach dem Trocknen des Leimes habe ich die Löcher für die 8mm Nussbaumdübel gebohrt. Um nicht zu tief zu bohren, kam Kreppband zum Einsatz. An der entsprechenden Stelle um den Bohrer gewickelt, ist es ein einfacher Tiefenstopp.











Etwas Leim an die Dübel geben (diese habe ich von einen Rundstab abgesägt) und mit dem Hammer versenken.













Die Trockenzeit nutze ich, um die Taschenbohrungen für die spätere Montage der Sitzfläche zu bohren. Nicht die feinste, aber eine schnell und stabile Lösung. Damit die Massivholzfläche in der Breite arbeiten kann, habe ich die Bohrungen etwas aufgebohrt, so dass der Schraubenschaft etwas Spiel bekommt.










Die Überstände der Dübel habe ich zuerst bündig abgesägt, erst dann das Klebeband entfernt und den Rest mit einem scharfen Stemmeisen "abgehobelt".












Nach einem letzten Feinschliff per Hand mit Körnung P240 und einem leichten Bürsten mit einer weichen Messingbürste, habe ich zwei Schichten Festool One-Step aufgetragen ...












... und die letzte Schicht mit einem weißen Pad einpoliert.














Die Oberfläche sieht dann im Sonnenlicht so aus:














Ein Vorteil der Festool Öle ist deren kurze Trockenzeit. 8 Stunden reichen als Pause zwischen den Schichten und nach weniger als 24 Stunden sind die Öle so ausgehärtet, dass das Möbel benutzt werden kann.

Nun musste ich nur noch die Zarge auf der Sitzfläche mitteln und verschrauben.


















Fertig war der kleine Hocker.













- Ende -





Kommentare:

  1. Hallo Micha,

    sehr schön gelungener Hocker, die Nußbaumdübel sind ein toller Blickfang!!

    Gruß Bastian

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  2. Hallo Micha, der Hocker sieht toll aus! und die Nussbaumdübel geben Ihm noch das gewisse Extra.

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  3. Hallo Namensvetter,

    der Hocker gefällt mir sehr. Die Nussbaumdübel sind super. Diesmal hab ich nicht mal am Design etwas auszusetzen ;-) ... obwohl die Kanten sind mir etwas zu stark abgerundet, hier hätte mir ein z.b. 4mm Radius besser gefallen.

    Gruß
    Michael

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  4. Sehr gut, eins deiner schönsten Möbel bisher.

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  5. Trau Dich mal an eckige Kanten - dann wär das ganze noch schöner in meinen Augen
    Handwerklich schön gemacht

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  6. Hallo,

    danke für Eure Meinungen.
    Das hat mit trauen wenig zu tun. Mir gefallen runde Kanten meistens besser.

    Grüße
    Michael

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  7. Da stimme ich Dir vollkommen zu. Holz ist etwas zum Anfassen und wer möchte schon Ecken anfassen. ;)

    Gruß Ricc

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  8. Naja, Ecken muss man ja nicht anfassen aber man könnte zu anfasen ;-)

    Mir persönlich ist es auch zu stark abgerundet aber die Geschmäcker sind ja verschieden, der einen hälfte gefällt es, der anderen nicht.
    Auf jeden Fall ist es gut gemacht und macht optisch echt was her, tolle Arbeit Micha, weiter so!

    Gruß
    Chris

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  9. Hallo Michael,

    der Hocker sieht richtig toll aus! Respekt! Darauf kannst Du stolz sein. Danke, dass Du SPAX verwendet hast. Wir freuen uns immer wieder. :-)

    Beste Grüße,
    Dein SPAX-Team

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  10. Hallo,
    jetzt reden alle über die runden Kanten.
    Dabei sollte man erst mal die tolle handwerkliche Arbeit wertschätzen, die Michael da geleistet hat.
    Design ist ja auf immer Abhängig von der vorgesehenen Umgebung. Ich könnte mit den Hocker z.B. sehr passend in einer modernen Kirche vorstellen.

    Also Michael tolle Arbeit (ich wollte ich könnte das so) und das in der kurzen Zeit.

    Gruß
    Andreas Hollesen

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  11. Hallo Michael,
    die Sitzfläche ist doch am "arbeiten" gehindert durch die Verschraubung mit der Zarge oder ? Kann es nicht zu Rissen kommen dadurch ?

    Grüße Özi

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    1. Hallo Özi,

      im Prinzip hast Du recht, der Schemel ist aber nicht sonderlich tief und die Schrauben haben ja etwas Spiel in ihren Löchern, so kann die Platte trotzdem arbeiten.
      Er steht ja im Haus, von daher ist die Feuchteänderung nur gering und keine Problem.

      Grüße
      Michael

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