Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Freitag, 3. Juni 2011

Projektvorstellung: Zierbrunnen


So das bislang aufwendigste Projekt ist fertig gestellt, ein Zierbrunnen für den Garten.

Über 100 angefertigte Teile, davon gehen über 60 an das Fass und 16 Schindeln. Bauzeit knapp 3,5 Wochen.








Oberflächenbehandlung steht noch aus. Wobei ich mir auch noch nicht so sicher bin, was ich da nehme. Von der Verarbeitbarkeit wär mir Öl ganz lieb, aber ich glaub für den Langzeitschutz wär ne Lasur besser.

Material Fichte Kanthölzer und Schalungsbretter, alle selbst gehobelt und teilweise aufgetrennt.

Erkenntnisse bis dahin:
-Wenn man Zeit und Geduld hat, findet man auch im Baumarkt vernünftige Kanthölzer.
-Woodster PT85 BilligHobel hat gut funktioniert und selbst 4 Stunden hobeln am Stück weggesteckt.
-Metabo PK255 ist eine TOP Kreissäge.
-Meine Werkstatt ist zu klein.

Spax hab ich nicht gezählt und als Leim hab ich Titebond Premium (absolut wasserfest, der normale Ponal D3 Leim ist es nicht) und PU Leim verwendet. PU Leim kam immer dann zum Einsatz, wenn ein Spalt zu füllen war. :)

Die einzelnen Ringe des Fasses hab ich mittels einer Schablone gebaut, davon hab ich leider kein Bild gemacht.

Noch eine Erkenntnis:
Die Spitze einer Spax tut einer 60 1/2 Einhandhobel nicht gut. :( Scheisse! Hat aber dazu geführt, dass ich jetzt einen Shapton 120 und 1000 und einen Naniva 8000 Wasserstein mein Eigen nenne.

Die Welle und der Griff der Kurbel, sind aus Kanthölzern gedrechselt. Mangels Drechseleisen, hab ich ein Stemmeisen genommen und hinterher versch. Schleifpapiere.
Kurbel
Welle


 Die Dachkonstruktion, ist eigentlich komplett Handarbeit und nur mit Japansäge und Handhobeln gebaut. Da kam auch mein Geburtstagsgeschenk von mir für mich zum Einsatz: Die große Veritas Grundhobel.
Erkenntniss: Veritas baut tolle Werkzeuge.

Schindeln hab ich mittels Schablone und Kopierring mit der Oberfräse gefertigt. Was eine super Idee war. Zuerst wollte ich ja jede einzeln mit der Stichsäge herstellen.
Die Schindeln sind auch nicht auf den Dachstuhl geklebt sondern nur geschraubt, falls mal eine ausgetauscht werde muß.

Eigentlich hab ich alles ohne großartig Pläne zu zeichnen gebaut. Nur für das Fass und die Randabdeckung hab ich für eine Ecke am Achteck ein 1:1 Plan gezeichnet, wo ich die nötigen Maße abnehmen konnte.


Am Anfang war das Fass:





















Danach habe ich mich an die Dachkontruktion gegeben und wie gesagt, komplett Handarbeit, ohne Einsatz von Maschinen.

Die fertige Dachkonstruktion



















Hier mein neuer Veritas Grundhobel bei der Arbeit.















Eine Dacheindeckung darf natürlich auch nicht fehlen:





Und hier endlich der fertige Zierbrunnen



Zum Oberflächenschutz hab ich den gesamten Brunnen noch drei mal mit Biopin "Gartenholzöl" behandelt.


Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    ich habe durch Zufall deine Seite entdeckt. Viele tolle Projekte und Berichte hast Du hier.

    Nun zu meiner eigentlichen Frage.
    Wie bist du mit dem Biopin Gartenholzöl zufrieden?

    MfG Chris

    AntwortenLöschen
  2. Hi Chris,

    gar nicht.
    1. Wirklich ein Öl ist es irgendwie nicht, es muß verarbeitet werden wie eine Lasur. Also muß man auch auf Nasen aufpassen.
    2. Es fühlt sich später auch nicht an wie ein Öl.
    3. Bereits nach wenigen Wochen bekamen die Bretter die dem Regen ausgesetzt sind, schwarze Flecken, die immer mehr werden. Trotz einem dreimaligem Auftagen.

    Ich würde es nicht noch einmal verwenden.

    Grüße

    Michael

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Michael,

      vielen Dank für die Info.
      Würdest Du aus heutiger Sicht,abgesehen vom Oberflächenschutz, etwas am Zierbrunnen anders bauen?

      Gruß Chris

      Löschen
    2. Hallo Chris,

      nein eigentlich nicht. Es hält noch alles, es gibt bis jetzt noch keine Risse oder Spalten. Er läßt sich immer noch zerlegen, ist also nichts sonderlich krumm oder schief. Ich würde ihn wieder so bauen.
      Nur halt ne andere Oberflächenbehandlung.
      Ach ja und vielleicht die Schrauben von den Schindeln nicht so sichtbar, aber das ist eigentlich nur Optik.

      Grüße

      Michael

      Löschen
  3. Hallo Micha,
    Ich hab deinen Blog erst jetzt endeckt, der Zierbrunnen hats mir besonder angetan, ist ja auch ein recht außergewöhnliches Projekt! Dein Schreibstil und die Fotos gefallen mir ausgesprochen gut - weiter so!
    Liebe Grüße,
    Veronika

    AntwortenLöschen
  4. hallo micha,
    werden sie den brunnen noch einmal abschleifen und ihn neu schtreichen?

    grüße

    leon

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Leon,

      gute Frage. Irgendwann werde ich es wohl müssen, aber nicht in den nächsten Monaten.

      Grüße

      Micha

      Löschen
  5. Oje Spax und Hobelmesser :-(

    Mein hochwertiges Schraubensortiment ist leider (noch) bescheiden, so kam es, dass ich in der Vergangenheit öfters die Billig-Schraubenflut von Opa verarbeitete. Wenn sie von der Länge nicht passten, wurde da einfach mit dem Seitenschneider gestutzt.

    Bei der ersten Schachtel Spax war hier ähnlicher Sachverhalt. Sie waren wirklich nur um 1mm zu lange aber das reichte schon um die Schneide vom Seitenschneider zu brechen ;-) .
    Seitdem sind Spax bei mir in den "elitären Zirkel der Qualitätsschrauben" aufgenommen.

    Grüße Patrik (Perfektionist in Ausbildung)

    AntwortenLöschen