Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


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Sonntag, 8. Juni 2014

Projektvorstellung: Ringwurfspiel

Wenn man es genau nimmt, ist es eigentlich verrückt so was einfaches wie ein Ringwurfspiel für Kinder selbst herzustellen. Diese Spiele gibt es bereits ab etwa 10€ im Handel zu kaufen. Nur besonders gut verarbeitet sind sie nicht und sie sind NICHT selbst gemacht.

Als kleines Highlight habe ich das Kreuz aus Western Red Cedar angefertigt. Da hatte ich noch einige Reststücke mit sehr interessanter aber für den Möbelbau doch zu wilder Maserung liegen.

Nach dem Zuschnitt auf Länge, habe ich die Überplattung in der Mitte mit der Tischkreissäge hergestellt.














Sonntag, 13. Oktober 2013

Mittwoch, 13. Februar 2013

Projektvorstellung - Schlüsselkasten


Als Ergänzung zu dem Kleinen Kasten bekam ich von meinem Nachbarn noch den "Auftrag" einen optisch ähnlichen Schlüsselkasten anzufertigen.
Da dieser im Wohnbereich aufgehängt und natürlich auch öfters von innen gesehen wird, bekam er keine stumpfen Pocket Hole Verbindungen, sondern welche auf Gehrung mit losen Zapfen aka Dominos. Anders als bei dem letzten Kasten der nur als Abdeckung für einen Heizungsschalter dient, wurde auch eine Rückwand vorgesehen.

Der Zuschnitt der Leimholzplatte war auch gleichzeitig Bestandteil meines Testes der Festool TS 55 REBQ...










Sonntag, 1. April 2012

Projektvorstellung: Badezimmeraccessoire Becherhalter mit Schubladen

Jeder fängt mal klein an, so sah es auch bei diesem Projekt aus. Es wird wahrscheinlich das kleinste "Möbelstück" der im laufe der nächsten Tage, Monate, Jahre entstehenden Badezimmereinrichtung, sondern bekommt auch süße, kleine schnuckelige gezinkte Schubladen mit Laufleisten aus Holz.


Begonnen hat diesmal dieses Projekt sogar mit absoluten Seltenheit: Ich habe einen kompletten Plan gezeichnet, mit allen Maßen und Details von div. Stellen. Versuch macht kluch und so habe ich diesmal auch nur nach dem Plan gearbeitet, ohne zwischendurch die Passungen zu kontrollieren, dafür halt immer öfter die Maße der Werkstücke. Und Tatsache, bauen nach Plan geht auch. :D






Nach der ganzen Planerei gings dann auch endlich mal ans Material, in diesem Falle 13mm Bucheleimholzplatten in bester Qualität. Restbestände aus einer Möbelbaufirma. Diese wurden auf Maß gesägt und mit 45° Gehrungsschnitten versehen.









Etwas tricky war das Sägen der Schmalseiten, da hätte ich mir eine Zugkreissäge gewünscht. Aber mit einem Schiebeholz, voller Konzentration und langen Fingern ging es auch so.
Damit sich der Parallelanschlag nicht verschiebt, habe ich ihn mit einem langen Anschlaglineal ausgestattet und mit einer Kliklamp fixiert.














Die Teile des Korpus wollte ich mit 4x20mm Dominodübel verbinden. Da die Sache mit einem 13mm starken Material ziemlich knap wurde, habe ich zwei Teststücke gefräst. Fein fein, funktioniert. Der Fräser kommt nicht auf der Rückseite raus. Also die Korpussteile geschnappt und losgefräst, ....








.....erst als ich alle Fräsungen durchgeführt hatte, habe ich mir das Ergebniss angesehen. *pieeeep* (Platzhalter für böses Wort)!! Die Sache mit den Fräsungen war EXTREM knapp, einige kamen doch auf der Rückseite raus und bei anderen ist das Restmaterial so dünn, man könnte Zeitung durch lesen.








 Also alle Teile nochmal sägen. Diesmal habe ich nur 5mm tief gefräst und die 4x20mm Dübel halbiert. Dafür dann aber anstatt zwei Dübel drei je Verbindung verbaut. Ein Test an zwei Resten ergab eine genügend große Festigkeit.
Tja das passiert, wenn man nicht alles zweimal kontrolliert.

Weiter ging es mit den Vertiefungen für die Zahnputzbecher. Es sollen später drei Becher platzfinden, also mußten auch drei 75mm Ausfräsungen ausgeführt werden. Dazu habe ich mir eine passende Schablone aus MDF und einer Leiste angefertigt. Da das Werkstück zu klein ist, um die Schablone mit Zwingen zu fixieren, habe ich sie mit doppelseitigem Klebeband (meinem Lieblingshilfsmittel) angeklebt und die die Löcher mittels Oberfräse und Kopierring ausgefräst.














Danach habe ich die Aufhängeleiste angefertigt. Diese wird mit einem korrespondierendem Falz in dem oberen Korpusteil verbunden und bekommt an die Unterseite eine Nut für die Rückwand und zwei Bohrungen um das ganze Ding später an die Wand zu schrauben. Die Falze habe ich mit dem Veritas Sims- und Falzhobel hergestellt und anschließend mit dem kleinen Simshobel noch etwas nachgearbeitet.








Für die beiden Mittelwände bekam die Aufhängeleiste noch zwei passende Nuten














In die beiden Mittelwände, habe ich 5mm Nuten gefräst, da die Nuten ja auf der Vorderseite nicht zu sehen sein sollen, fiel das Sägen auf der TKS aus und so mußte ich die kleinen Teile mit der Oberfräse bearbeiten.
Wieder mal im Einsatz, mein doppelseitiges Klebeband.














Anschliessend habe ich die gefrästen Nuten an der Vorderkante noch rechtwinklig ausgestemmt und die Leisten für die Schubladenführung eingepasst.










Nun ging es an die Herstellung der drei kleinen Schubladen. Dazu habe ich Buchenholzleisten mit der ADH auf ein Maß von 8mm gehobelt, auf die entsprechenden Maße gesägt, Nuten für die Führung und für den Boden eingefräst und kleine Schwalbenschwanzverbindungen hergestellt.











 














Die Böden habe ich an den Kanten auf 3mm mit der Oberfräse und einem Scheibennutfräser abgeplattet und mit je zwei kleinen Schrauben montiert.




Noch ein Bild der Schubladenrückseite












Damit später die Becher nicht in die Schubladen fallen, müßte ich noch drei flache Böden aus 3mm Buchesperrholz aufleimen und an der Vorderkante mit einem kleinen Anleimer versehen, damit man später nicht direkt auf die Kante des Sperrholzes blickt.
Besser wäre es natürlich gewesen, wenn ich die Löcher für die Becher nicht komplett durchgefräst hätte, aber da ich den Rand noch mit einem Radius versehen wollte, war mir der Halt für die Becher zu wenig, so habe ich mich dann dazu entschlossen, unter die obere Platte noch drei dünne Böden zu leimen.
















Nun waren die Vorarbeiten abgeschlossen und es ging en den Zusammenbau, zuerst die beiden Mittelwände an das Oberteil geleimt











und anschliessend den ganzen Korpus zusammengesetzt. 












Es hat auch alles soweit gepasst, nur an einer Kante hat es eine kleine Fuge gegeben. Das wird auch daran gelegen haben, dass eines der Bretter leicht geschüsselt hatte.










Aber am wichtigsten, die Fugen an der Front sind alle dicht und die Gehrungen passen wunderbar zusammen.














Zum Schluß bekamen die Schubladen noch eine Aufdopplung aus marmoriertem Acrylglas (dieses wird sich an allen Badmöbeln wiederfinden) und drei Griffe aus Buchekugeln.














Bis auf die Oberflächenbehandlung ist das Accessoire fertig. Ich habe nur keine Ahnung, wie man so ein Teil nennt. Ablage, Regal, Schrank, so richtig passt alles nicht.












Freitag, 3. Juni 2011

Projektvorstellung: Zierbrunnen


So das bislang aufwendigste Projekt ist fertig gestellt, ein Zierbrunnen für den Garten.

Über 100 angefertigte Teile, davon gehen über 60 an das Fass und 16 Schindeln. Bauzeit knapp 3,5 Wochen.








Oberflächenbehandlung steht noch aus. Wobei ich mir auch noch nicht so sicher bin, was ich da nehme. Von der Verarbeitbarkeit wär mir Öl ganz lieb, aber ich glaub für den Langzeitschutz wär ne Lasur besser.

Material Fichte Kanthölzer und Schalungsbretter, alle selbst gehobelt und teilweise aufgetrennt.

Erkenntnisse bis dahin:
-Wenn man Zeit und Geduld hat, findet man auch im Baumarkt vernünftige Kanthölzer.
-Woodster PT85 BilligHobel hat gut funktioniert und selbst 4 Stunden hobeln am Stück weggesteckt.
-Metabo PK255 ist eine TOP Kreissäge.
-Meine Werkstatt ist zu klein.

Spax hab ich nicht gezählt und als Leim hab ich Titebond Premium (absolut wasserfest, der normale Ponal D3 Leim ist es nicht) und PU Leim verwendet. PU Leim kam immer dann zum Einsatz, wenn ein Spalt zu füllen war. :)

Die einzelnen Ringe des Fasses hab ich mittels einer Schablone gebaut, davon hab ich leider kein Bild gemacht.

Noch eine Erkenntnis:
Die Spitze einer Spax tut einer 60 1/2 Einhandhobel nicht gut. :( Scheisse! Hat aber dazu geführt, dass ich jetzt einen Shapton 120 und 1000 und einen Naniva 8000 Wasserstein mein Eigen nenne.

Die Welle und der Griff der Kurbel, sind aus Kanthölzern gedrechselt. Mangels Drechseleisen, hab ich ein Stemmeisen genommen und hinterher versch. Schleifpapiere.
Kurbel
Welle


 Die Dachkonstruktion, ist eigentlich komplett Handarbeit und nur mit Japansäge und Handhobeln gebaut. Da kam auch mein Geburtstagsgeschenk von mir für mich zum Einsatz: Die große Veritas Grundhobel.
Erkenntniss: Veritas baut tolle Werkzeuge.

Schindeln hab ich mittels Schablone und Kopierring mit der Oberfräse gefertigt. Was eine super Idee war. Zuerst wollte ich ja jede einzeln mit der Stichsäge herstellen.
Die Schindeln sind auch nicht auf den Dachstuhl geklebt sondern nur geschraubt, falls mal eine ausgetauscht werde muß.

Eigentlich hab ich alles ohne großartig Pläne zu zeichnen gebaut. Nur für das Fass und die Randabdeckung hab ich für eine Ecke am Achteck ein 1:1 Plan gezeichnet, wo ich die nötigen Maße abnehmen konnte.


Am Anfang war das Fass:





















Danach habe ich mich an die Dachkontruktion gegeben und wie gesagt, komplett Handarbeit, ohne Einsatz von Maschinen.

Die fertige Dachkonstruktion



















Hier mein neuer Veritas Grundhobel bei der Arbeit.















Eine Dacheindeckung darf natürlich auch nicht fehlen:





Und hier endlich der fertige Zierbrunnen



Zum Oberflächenschutz hab ich den gesamten Brunnen noch drei mal mit Biopin "Gartenholzöl" behandelt.