Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


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Freitag, 26. September 2014

Werkstatt - Update VII (September 2014)

Eine Werkstatt wird nie fertig, es gibt immer etwas zu verändern oder noch optimaler zu platzieren oder zu gestalten. So hat sich auch in meiner Werkstatt, seit dem letzten Update im Dezember 2013 einiges getan:

Das Werkstatt Notebook ist eine Etage nach oben auf ein extra Brett gewandert. Hat den Vorteil, ich kann so besser im Stehen tippen, und ich habe Platz für den Montagesystainer.










Der stand ja bis jetzt auf der Kommode. Das war nicht so praktisch, es kam öfters vor, dass ich was brauchte und der MFT mit überlangem Werkstück stand im Weg. Jetzt ist sämtliches Bohr- und Schraubzubehör in einer Ecke griffbereit vereint. Alle sonstigen Bohrer, Senker, ... sind in die Schubladen unterhalb des Systainers gewandert.

Freitag, 13. Juni 2014

Neuzugang in der Werkstatt - Festo HL 850 E-Set

Ein für einen Möbelschreiner eher unübliches Werkzeug hat sich bei mir eingefunden. 

Ein elektrischer Handhobel von Festo. Genauer gesagt ein HL 850-E. 


Samstag, 9. März 2013

Neuzugang in der Werkstatt - Veritas Bullnose Simshobel mit kurzem Vorderstück


Eher ein Spezialist unter den Simshobeln von Veritas ist der sogenannte Bullnose Plane oder Einhandsimshobel oder Simshobel mit kurzem Vorderstück.

Der Hobel erinnert ein wenig an mich, eher kräftig und nicht ganz schlank. :)
Er hat eine Länge von 120 mm bei 600g Gewicht. Trotz der nicht gerade üppigen Länge hat er eine Eisenbreite von 25 mm.











Mittwoch, 9. Januar 2013

Neuzugang in der Werkstatt - Veritas Low Angle Block Plane

Da ich von der Qualität und Verarbeitung der Veritas Hobel sehr angetan bin, habe ich meine beiden Stanley Blockhobel gegen einen Flachwinkel Einhandhobel von dem kanadischen Hersteller getauscht.

Bei dem Low Angle Block Plane handelt es, sich wie bei allen Einhandhobel um ein Bevel-Up (Fase oben) System. Ein Vorteil von diesem System ist die Möglichkeit einer Änderung des Schnittwinkels, nur durch anschleifen eines anderen Fasenwinkels zu erreichen. Damit ich mit diesem Hobel sowohl Hirnholz, als auch schwierige Maserungen hobeln kann, habe ich ein zweites Hobeleisen dazu bestellt. Eines behält den Standardwinkel von 25°, was mit dem Bettungswinkel von 12° einen Schnittwinkel von 37° ergibt. An das andere habe ich erstmal einen Fasenwinkel von 35° angeschliffen. Da ich z.Zt. nicht mit schwierigen Hölzern wie Kirsche arbeite, ist der Winkel ausreichend. Sollte ich wirklich mal Probleme beim Hobeln haben, ist der Schnittwinkel ja schnell geändert.


Mittwoch, 13. Juni 2012

Projektvorstellung - Stoßlade mit drei versch. Anschlägen

Schon lange wollte ich mir eine Stoßlade bauen, jetzt da die Werkstatt soweit fertig ist und ich noch mit keinem Möbelprojekt angefangen habe, war die Gelegenheit günstig.



Ich habe mir in diversen Büchern ( The new traditional woodworker, Techniken der modernen Holzbearbeitung, Holzwerken Ausgabe 32) verschiedene Stoßladen angesehen, diese mit meinen Wünschen kombiniert und einen "detailierten" Plan gezeichnet. Vorgabe war eine entsprechende Größe für den Veritas LAJ (Low Angle Jack Plane), zwei verschiedene Gehrungsanschläge die schnell angebracht werden können und die Möglichkeit die Winkel zu justieren. 
Als Material habe ich mich für beschichtetes Multiplex und Buche für die Grundplatte und Hainbuche wegen seiner hohen Härte für die Anschläge entschieden.






Grundplatte


Zuerste habe ich 14mm Buche Bretter für die Werkstückauflage gefügt und zusammengeleimt. 
Beim Fügen der schmalen Bretter, war mir der Veritas Fügenaschlag eine große Hilfe. Er erleichtert diese Arbeit, gerade an sehr schmalen Kanten ungemein. Um die spätere Leimfuge noch zu optimeren, habe ich die beiden korrespondierenden Kanten gleichzeitig bearbeitet und eine leichte Hohlfuge angehobelt. Beim Verleimen kamen zum ersten mal die Bessey Korpuszwingen zum Einsatz. Die Teile sind wirklich eine tolle Sache, so schnell und einfach hatte ich noch nie Leimholz verspannt.




Während der Leim trocknete habe ich in die Grundplatte aus MPX ein Nut für die Laufleiste des Hobels gefräst. Extra den Frästisch aufbauen wollte ich nicht und so habe ich die Nut mit der 1400er und dem Parallelanschlag gefräst.
PS: Das ist das Elend, wenn Maschinen nicht immer einsatzbereit sind und man sie erst aufbauen muß. Dazu bin ich oft zu faul.







Nun konnten die verschiedenen Lagen der Grundplatte miteinander verleimt werden.












Um die Stoßlade an der Hobelbank fixieren zu können, bekam sie unten noch eine entsprechende Leiste. Diese besteht ebenfalls aus Hainbuche und ich habe sie mit drei Dominodübel an die Grundplatte geleimt. Da ich mir nicht sicher war, wie gut normaler Weißleim auf der Beschichtung der MPX Platte hält, habe ich PU Leim verwendet.

 












Zum Schluß fehlt noch die Laufleiste und das "Bett" für den Hobel.
Die Laufleiste besteht aus Buche. Damit sie in der gefrästen Nut der Grundplatte sitzt mußte ich einen entsprechenen Falz an die Leiste hobeln.

Die Hauptarbeit habe ich mit dem Sims- und Falzhobel erledigt...










 

... und die Leiste anschließend mit einem kleinen Simshobel genau in die Nut eingepasst.











 Da ich die Möglichkeit haben wollte, die Laufleiste bei Abnutzung oder Beschädigung austauschen zu können, ist sie nicht eingeklebt sondern ist mit vier versenkten Schrauben mit der Grundplatte verbunden.










Als Bett für den Hobel dient ein dünner Streifen ebenfalls beschichtets Multiplex. Auch dieser Streifen ist nur geschraubt und kann bei Verschleiß ausgetauscht werden.











Kleine Tipps zwischendurch:

Nicht nur auf die Skalen der Maschinen verlassen, sondern trotzdem immer kontrollieren, auch zwischendurch. Gerade bei nicht ganz so massiv gebauten Maschinen wie meine PK255 kann sich doch der Anschlag bei Stößen verstellen.



Ein Andruckkamm macht nicht nur an der Tischfräse Sinn, sondern auch an der TKS.
Gerade dünne Leisten lassen sich sicherer und genauer bearbeiten.




Die Anschläge

Nun ging es an die Fertigung der Anschläge.
Nachdem ich das nötige Material zusammengestellt hatte,...












habe ich die Hölzer mit der Rauhbank abgerichtet und gefügt.












Auch wenn ich mit dem Fügeanschlag arbeite, kontrolliere ich zwischendurch immer mal die Winkel. Das funktionert mit  dem kleinen Kombiwinkel von Starrett sehr gut. Ich besitze zwar auch einen Haarwinkel, aber wir wollen ja nicht übertreiben.









Hainbuche ist wirklich sehr hart und damit der Hobel bei Berührung mit dem 90° Anschlag nicht hängen bleibt, habe ich vorne noch ein Stück quer angeleimt.  Zwei 8x50 Dominodübel bringen die nötige Stabilität. Die Ausführung habe ich von Timo.

 













Befestigt wird der 90° Anschlag, an dem auch später die beiden 45° Anschläge fixiert werden mit zwei Schrauben:

Eine M8er Inbus Schraube an der Vorderkante. Diese habe ich in die Grundplatte eingelassen, dait der Kopf nicht raussteht und in ein 7,5mm Loch geschraubt, um diesem Befestigungspunkt möglichst wenig Spiel zu geben. 
Passend dazu befindet sich eine Rampamuffe im Anschlag.








Den hinteren Befestigungspunkt bildet eine lange M8er Schraube, ebenfalls in die Grundplatte eingelassen. Um Spielraum zum justieren des Anschlags zu haben, habe ich das durchgehende Loch im Anschlag mit 10mm gebohrt. Fixiert wird das ganze später mit einer Flügelmutter. Damit diese sich nicht in das Holz eindrückt, kommt eine dicke KFZ-Scheibe dazwischen.
Wie auf dem Bild ersichtlich, besitzt der 90° Anschlag noch zwei Rampamuffen, an diesen werden später die beiden Zusatzanschläge verschraubt.




Um die Rampamuffen leichter und genau senkrecht einsetzen zu können bediene ich mich der Tischbohrmaschine, einer Schraube mit abgesägtem Kopf und einer Kontermutter.



Damit der Anschlag beim späteren hobeln besser in der Hand liegt, habe ich die hintere Kante noch mit einer Fase versehen.











Um auch 45° Gehrungen auf der Stoßlade bearbeiten zu können, habe ich noch zwei verschiedene Erweiterungen gebaut.


Der erste ist relativ simpel und besteht nur aus einem breitem Kantholz mit einer 45° Schräge an einer Seite.
Der Anschlag wird bei Benutzung mit zwei M8x50 Inbusschrauben an den Grundanschlag geschraubt. Da ich keine so langen Inbusschrauben hatte, habe ich die Löcher auf den Kopfdurchmesser + 1mm aufgebohrt.








Um die ganze Sache ebenfalls justieren zu können, kam eine M5er Schraube + passender Muffe und damit nicht die dünne Schraube auf die Grundplatte drückt ein kleines Stück eines 12mm Rundstabs zum Einsatz. Die Rampamuffe sitzt weit in dem Anschlagholz und unten schaut nur der Rundstab heraus. Mit der Schraube kann nun der Rundstab verschoben und somit der Winkel genau eingestellt werden. Für einen möglichst großen Weg, sitzt die Verstellmimik am langen Arm, weit hinten am Anschlag.














Das Ergebnis sieht schon mal sehr vielversprechend aus.













Beim letzten Anschlag gab es etwas mehr zu bauen. Drei Leisten um genau zu sein, mußten möglichst passgenau mit Gehrungen versehen,...











...um anschließend mit Dominodübel verbunden und verleimt zu werden.












 
Auch dieser Anschlag wird wieder mit den beiden M8er Inbusschrauben an den 90° Anschlag geschraubt und verfügt über eine Feineinstellung.















Zum Schluß wurden noch alle Kanten mit dem Blockhobel gebrochen und alle Teile zweimal mit Leinölfirnis behandelt.


Um die Stoßlade einsatzfähig zu machen, mußte nur noch der 90° Anschlag justiert werden.
Aber das war auch mit einem Winkel und ein paar leichten Hammerschlägen erledigt.











Hier noch einige Bilder der fertigen Stoßlade und die Anwendungsmöglichkeiten der drei Anschläge.

Benutzung des 90° Anschlages um genau rechtwinklige Flächen zu erzielen und/oder ein Bauteil möglichst genau auf ein bestimmtes (Längen)Maß zu bringen















Der erste 45° Anschlag dient dazu, an kleine Leisten einen genauen Gehrungswinkel anzuhobeln.












Es reicht ein 6mm Inbus Schraubendreher um den Anschlag zu befestigen.












Nochmal der 12mm Rundstab der Justiereinrichtung im Detail.












Der andere 45° Anschlag dient zur Bearbeitung von breiteren Brettern.











Auch er wird wieder mit (den gleichen) zwei Schrauben an den Grundanschlag befestigt.
















Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Stoßlade in der Praxis verwenden wird.














Wenn Du die oben genannten Bücher kaufen möchten, hast Du die Möglichkeit mit Deinem Einkauf diese Internetseite zu unterstützen. Du musst lediglich über die obigen Links die Amazon Produktseite aufrufen und darüber den Kauf tätigen.



 

Samstag, 14. April 2012

Neues für die Werkstatt - Halterung für die Veritas Bevel-Up Hobel

Da meine Hobelschublade mittlerweile aus den Nähten bzw. aus den Schwalbenschwanzverbindungen platzt, mußte ich mir etwas einfallen lassen.
Der Plan sieht wie folgt aus:

Die eher selten benutzen Japansägen landen wohl doch wieder in die Schublade und an deren Stelle kommen Halter für die Veritas Bevel-Up Hobel.
Da ich diese Hobel mittlerweile sehr oft nehme, habe ich sie nun auch sofort griffbereit.






Die Halter habe ich wieder aus Buchenholz hergestellt. Pläne gab es nicht, was auch nicht wirklich nötig war, die Halter wurden einfach "an den lebenden Hobel" angepasst.

Damit die Hobel auf keinen Fall von selbst aus den Haltern fallen können, werden sie sowohl oben als auch unten gehalten.


Zur Entnahme wird der Hobel nach oben geschoben und anschliessend unten nach aussen geschwenkt.

Den Bereich unter dem Hobeleisen habe ich mit der Grundhobel etwas vertieft und die Kanten beigeputzt. Zum Einen als Schutz für das Eisen und zum Anderen damit sich die Hobel beim entnehmen nicht "fest beissen" können.






Nachdem alle Teile verleimt waren, habe ich die Halter noch verputzt, die Kanten angefast und wie bis jetzt alles in der  Werkstatt, mit Leinölfirnis behandelt.



























Mal von dem Akkuschrauber für die Schrauben haben die Halter keine Maschinen gesehen, ich habe für sämtliche Arbeiten wieder nur Handwerkzeuge verwendet. Zum Auftrennen der Bretter habe ich die Veritas RIP Rückensäge verwendet, sie ersetzt zwar keinen Fuchsschwanz, aber es ging doch ziemlich gut.

Die verschiedenen Hobeleisen der Bevel Up Hobel, hatte ich bis jetzt immer noch im Originalkarton in einer kleinen Schachtel gelagert. Und wie es bei Dingen ist, die nicht wirklich griffbereit liegen, verzichtet man doch öfters mal auf sie, obwohl es für ein 1a Ergebnis doch gut gewesen wäre sie zu nehmen.
Da ich ja nun einmal am Halter bauen dran war, habe ich noch ein Magazin für die Hobeleisen gebaut. Zuerst wollte ich die Eisen in kleinen Führungen in den Seitenwänden laufen lassen. Nach kurzen Tests fand ich das zu aufwendig und ich habe mich dazu entschlossen, einfach 12mm Rundstäbe als Führung und Auflage für die Hobeleisen zu nehmen. Was sich im nachhinein als sehr praktisch herausstellte.

Ich sägte zwei Bretter auf gleiche Breite und markierte anschließend auf einem die nötigen Bohrlöcher. Damit die Bohrungen auf beiden Bretter identisch werden, kam wieder Freund Teppichbodenklebeband zum Einsatz.






Dann noch ein Boden und zwei kleine Brettchen für oben und unten ausgesägt und das ganze verleimt.  Zum Schluß noch 14 Stäbe abgelängt und eingeklebt. Nun noch verputzt, gefast und geölt.



















Ich habe extra ein paar Fächer mehr eingeplant, falls noch Hobeleisen hinzukommen.
Da die Eisen des SBUS schmaler sind als die des BUJ habe ich noch kleine Leisten gefertigt. Diese sind so bemessen, dass sie sich stramm zwischen die Rundstäbe einschieben lassen. So hält das ganze ohne Leim und ist variabel. Das wäre mit den eigentlich angedachten Nuten nicht so einfach gewesen. Auf gleicher Weise konnte ich noch die Eisen des kleinen Nuthobel unterbringen.
















 
Wie zu sehen ist, hat die Werkzeugwand noch ein Plätzchen frei. Einige werden sich denken können was da mal hin kommt.