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Sonntag, 1. Januar 2012

Projektvorstellung: Regal fürs Wohnzimmer - Teil 1

Nach all der Bauerei für die Werkstatt und dem Garten ist jetzt endlich mal wieder etwas fürs Wohnzimmer an der Reihe. Das kleine Regal zur Holzlagerung war dafür ja die Generalprobe.

Das aktuelle Projekt wird ein Regal aus Buchenholz, mit den Grundmaßen 1000x450x1800mm und auch wie das kleine Regal in Stollenbauweise (ich hoffe das heißt so) entstehen. Designmäßig bekommt es geschwungene Querstreben und eingelegte Streifen aus Wenge. Die oberste Platte sollte eigentlich beleuchtet werden, da fehlen mir aber noch die Ideen.

Begonnen hat alles schon im November 2011 mit dem Kauf der Bretter und den ersten Vorbereitungen.
Da ich damals noch keine richtige Hobelmaschine hatte und ein Kauf auch nicht wirklich angedacht war, habe ich die Bretter für die Stollen per Hand abgerichtet und auf Dicke gehobelt. Schwitz..stöhn... Die Bretter für die Querprofile wollte ich später hobeln, was sich zurückblickend als clever erwies, weil ich hab ja mittlerweile ne ADH.

 

Wie man auf den Bildern sehen kann, ist meine Werkbank für das Hobeln solch langer Bretter nicht "ganz optimal" und leider geht sie beim Hobeln auch samt Holz auf Wanderschaft. Da muss ich mir noch was einfallen lassen. Problem ist nur, die Werkbank muss mobil bleiben und ich kann sie auch nicht an einer Wand befestigen.

Nach dem Hobeln habe ich die Bretter aufgetrennt. Acht Stück a 70mm für die Stollen (Es werden je zwei zusammen geleimt) und der Rest in 60mm für die Querleisten. Zum Auftrennen habe ich mich für die Tauchsäge mit 24er Blatt + Führungsschiene(n) entschieden. Das ging bei bei der Länge von Brettern in meiner kleinen Werkstatt komfortabler als auf der TKS. Das Makita M-Force Blatt geht durch die Buche wie das heiße Messer durch die Butter.














Nachdem der erste Streifen von den Brettern getrennt war, waren sie schmaler als die Führungschienen Damit diese trotzdem komplett aufliegt, habe ich immer noch ein anderes Brett dahinter gelegt. Gegen verrutschen, habe ich die Bretter noch mit Holzleisten und Schraubzwingen  "eingeklemmt".

Hmm gar kein Bild beim Sägen gemacht.


Danach war erstmal "Pause", es galt Weihnachtsgeschenke zu bauen, einen Auftrag für ein riesen Schneidbrett und plötzlich stand die HC 260 K im Keller und forderte einen Platz in der Werkstatt und damit verbunden etwas Um- und Aufräumarbeit.

An Sylvester ging es dann endlich mit dem Regal weiter. Ich habe mich an den Bau der Frässchablonen für die Querhölzer gegeben.
Zuerst je eine halbe Schablone auf Pappe gezeichnet und diese dann auf die eigentlichen Schablonen übertragen. Der Vorteil der "halben" Schablone liegt darin, dass so die fertige Schablone absolut symmetrisch ist.

 












Anschließend die Kontur grob mit der Stichsäge ausgesägt, dabei 2-3mm zur eigentlichen Kante stehengelassen und ein Gummi-Lineal-mit Schraubenlöchern, in Fachkreisen auch "Kurvenlinfix" genannt, exakt am Anriss angeschraubt. Das Kurvenlinfix ist zwar, dafür dass es nur ein Stück Gummi ist, unverschämt teuer aber sehr praktisch. Es entfällt das mühevolle "passend schleifen" von geschwungenen Schablonen, das Lineal wird wie gesagt einfach an den Anriss geschraubt, die Schablone auf den Kopf gelegt und anschließend wird die Kante mit einer Oberfräse und einem Bündigfräser mit unten liegendem Kugellager exakt gefräst. Das Kurvenlinfix dient dabei als Führung für den Anlaufring.

 













 












Zum Schluss noch die Anschläge für die Kanthölzer angeschraubt und fertig sind die Frässchablonen:




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