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Mittwoch, 4. Mai 2011

Projektvorstellung: Eigenbau Werkbank

Hallo,

ich wollte auch mal eben meine Werkbank vorstellen, bzw. die Arbeitsplatte.
Das Untergestell ist bei mir schon länger als Werkbank im Einsatz und ist ein Stück von einem Schwerlastregal. Für mehr Stabilität hab ich die Streben und Beine miteinander verschweisst.

Wenn es nach mir ginge hätte ich ne richtige Hobelbank angeschafft, aber wie schon einmal erwähnt, ist meine Werkstatt ziemlich klein und selbst
eine Nordic Plus 1450 hat nicht wirklich Platz. Ein Festool MFT wär von der Länge eher was gewesen, aber hunderte von Euros für paar Aluprofile und ne MDF  Platte geb ich mal eben nicht aus.

So hab ich mich dazu entschlossen, meiner Selbstbauwerkbank eine Selbstbauplatte zu spendieren. Inspiriert wurde ich vom MFT und der Spannvorrichtung für die Werkbank von Heiko Rech.

Die Platte hat ein Maß von 1100x520mm. Die Löcher sind im Raster 96mm und haben 20mm Durchmesser. Material ist Buche und Fichtekanthölzer für den Rahmen, der die Platte später mit dem Regal verbindet. Verbunden hab ich alle Teile mit Lamellos.
Dazu hab ich mir dann noch Bankhaken aus 20mm Alurundmaterial und 25mm Buche gebaut, diese dienen in erster Line als Anschläge zum Hobeln.

Vielleicht ist die Platte ja eine Anregung für den ein oder anderen, der sich auch Gedanken über einen Selbstbau macht.

Durch das Lochraster und die vordere Leiste ergeben sich diverse Spannmöglichkeiten:







 Und hier die Bankhaken:

Die Alustäbe sind ein paar mm in die Bucheanschläge eingelassen.
Zur Befestigung hab ich in die Stäbe ein M5er Gewinde geschnitten und die Bucheanschläge mit einer Senkkopfschraube befestigt, so kann man die leicht austauschen oder was spezielles anschrauben.

Hier mal eine Anwendungsmöglichkeit:


Damit die Werkstatt "etwas" einheitlich wird und weil die alte Oberfläche der Kommode doch schon arg mitgenommen war, hab ich auf die Kommode ebenfalls eine neue Leimholzplatte montiert:

Kommentare:

  1. Hallo,

    Danke für die tollen Fotos. Und damit gleichzeitig Danke für die Anregung der Werkbank. Ich schätze, dass meine ähnlich aussehen wird - allerdings will ich meine bereits vorhandene Vorderzange und später vlt. noch eine Hinterzange ebenfalls an den Tisch hängen.
    l.g.

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  2. Bleibt die Buchenplatte bei Dir plan? Bei mir verziehen sich die Dinger immer fürchterlich - völlig egal ob und wie sie behandelt sind.

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  3. Moin,

    ne nicht wirklich. In Richtung der Lamellen ist alles OK, auch diagonal, nur quer zur Maserung ist ne Beule drin, so ca. 3-4mm. Ich hätte vielleicht Gratleisten oder sowas einbauen müssen. Jetzt ist es aber zu spät, da ich die Platte auf den Kantholzrahmen mit Lamellos verklebt habe (was vielleicht auch nicht so klug war), bekomm ich sie auch nicht mehr gerade gebogen.

    Grüße

    Michael

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  4. Hallo.

    Wie hast Du die Löcher gemacht?
    Forstnerbohrer?
    Ich mache mir auch gerade so nen MFT für Arme, aber ich habe noch keine Idee, wie ich die Löcher auf eine Linie/Raster bekomme.
    Gegen verzerren habe ich jetzt ne 18er Birke Multiplex genommen. Ist das ne gute Wahl?

    Grüße,
    Balmus

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    1. Moin.

      Richtig, ich hab zwar nen Kunstbohrer genommen, aber ist vom Prinzip egal. Die Maschine stand dabei in einem mobilen Bohrständer.

      Wo hast Du denn das Problem mit der Positionierung der Löcher? Anzeichnen, Zentrierspitze auf die Markierung und bohren. Auf paar 1/10tel Abweichung kommt es ja nicht an.

      Birke Multiplex ist schon mal gut, ist zwar weicher wie Buche, verzieht sich aber nicht so stark. Ich würde die Platte aber deutlich dicker wählen, am besten so 40mm.
      Bzw. zum drauf hämmern, stemmen, etc ist ne dicke Platte vom Vorteil, wegen Stabilität und Dämpfung. Zum Hobeln brauchst Du ne schwere Werkbank, dafür wäre ne dicke Platte auch gut. ABER wenn Du die Festoolzwingen verwenden willst, hättest Du bei Platten dicker (glaube) 19mm das Problem, dass Du sie nicht mehr einfädeln kannst. Ich habe aber trotzdem eine dicke Platte genommen und die Löcher mit einem großen Senker soweit gesenkt, bis sich die Zwingen wieder einführen lassen.

      Grüße

      Michael

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    2. Danke Michael! Hat super geklappt!

      Hab mir extra nen Bormax gekauft und 'ne Latte untergeschraubt. Hat ohne Ausreissen funktioniert.
      Wegen der Dicke bin ich jetzt am überlegen, ob ich ne MDF (die hier noch so rumsteht) vollflächig drunterklebe.
      Andererseits hätte ich lieber die MDF obendrauf und austauschbar, damit ich da reinsägen kann, aber dann muss ich die schöne Multiplex aufbohren, damit ich die Schraubzwingen durchbekomme :(
      Was würdest Du machen?
      Sägst Du auf der Werkbank?

      Liebe Grüße,
      Balmus

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    3. Hallo,

      ich säge nicht auf der Werkbank, bzw. schon aber nicht direkt auf der Platte, dafür habe ich zwei Spannelemente (keine Ahnung wie die heißen) mit Leisten beklebt. Bilder davon findest Du im Artikel über die SP6000.

      Tja, was würde ich machen, gute Frage. Was noch ne Möglichkeit wäre, die MDF Platte mit einem Rahmen zu versehen, der genau über die Arbeitsplatte passt und das ganze abnhembar zu befestigen. Willste Spannen, Platte ab, willste Sägen, Platte drauf. Ist dann aber auch wieder doof, Spannen + Sägen geht mit der Lösung nicht.

      Hast Du schon Festool Zwingen? Wenn nicht wären die Wolfcraft Pro Einhandzwingen auch etwas, die Stangen haben 20mm und der Kopf läßt sich per Knopfdruck abnehmen und wieder auf stecken, so passen die auch durch dickere Platten.

      Mehr fällt mir sponan nicht ein.

      Grüße

      Micha

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  5. Die Führung für die Zwingen an der Vorderkante finde ich toll. Wie hast Du diese denn genau angefertigt? Ist die aus einem Stück oder geklebt?

    Pascal

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    1. Sie bestehen aus mehrern Leisten.
      Schau doch mal bei Heiko Rech auf der Homepage, der hats erfunden :) Da gibt es auch ein Bildvom Querschnitt.

      Grüße

      Michael

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  6. Hallo Micha,
    ich wollte meine Werkbank umbauen und auf den gehobelten Douglasienbohlen eine 27 mm Leimholzbuchenplatte drauf bauen. Da es eigentlich keine Hobelbank war habe ich mich ebenfalls entschlossen das System von Reiko Rech nachzubauen, ich nehme dafür aber eine T-Nutschiene aus Aluminium, die dann vor Kopf in eine gefräste Nute eingelassen und verschraubt wird. Das ganze ist dann etwas Platzsparender von der Tiefe her und ich hoffe genauso stabil. Die Spannhebel baue ich mir dann auf meiner Dreh-, Fräsbank selber.
    Die Deckplatte möchte ich ebenfalls mit einem Lochraster versehen, aber ich kann keine Durchgangslöcher machen, da unter der Arbeitsplatte ein geschlossener Schrank mit Schubladen für meine Werkzeuge ist. Gedacht habe ich an Sacklöcher Durchmesser 20 mm mit 20 mm Tiefe. Im Sackloch wollte ich dann noch zentrisch eine Eindrehschraube plazieren um so mit einem Gewindestift z.B. die Festool Spanner MFT-SP bei großen Spannkräften am Tisch fixieren kann. Man muß dann halt die Spannzange drehen ;-)
    Sacklöcher sind aber insofern nicht optimal da die sich schnell mit Holzstaub zusetzen. Daher dachte ich mir die Löcher bei nichtgebrauch mit Stopfen die sich schnell herausziehen lassen zu verschließen. Ich habe eine Frage zu der Lochteilung. Du hast geschrieben, dass Du eine Lochteilung von 96 mm gewählt hast. Wie kommst Du auf das Maß? Die Festoolspanner z.B. haben einen Hubweg von ca. 120 mm. Würdest Du heute die Teilung der Löcher genauso wieder wählen?

    Grüsse aus dem Münsterland

    Christofer

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    1. Hallo Christofer,

      wenn ich nochmal eine Werkbank bauen würde, würde ich auch eher wahrscheinlich eine T-Nut Schiene einsetzen.
      Das Lochraster habe ich vom MFT übernommen und finde es im Nachhinein auch praktisch und würde auch wieder die 96mm nehmen. Das passt schon gut. Man kann auch 100mm nehmen, die 4mm machen es auch nicht.

      Wegen den Sacklöchern würde ich mir nochmal überlegen. Die Stöpsel find ich jetzt auch nicht so praktisch und ob das mit den Spannern so klappt, wenn der Gewindestift fix ist, werden die ja nur in einer bestimmten Stellung fest und ob diese Stellung immer der Benötigten entspricht???

      Grüße

      Micha

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    2. Ok, das ist ein berechtigter Einwand mit der Stellung wo die Spanner angezogen sind. Der ist mir bisher noch nicht aufgefallen ;-)
      Wenn die Teilung der Löcher auf den MFT beruht kann es ja nicht verkehrt sein. Insbesondere wenn man Festoolequipment benutzt. Für die Spanner fällt mir dann nur eine Möglichkeit ein die Spanner für große Kräfte selber zu fertigen und zwar so zu bauen das sie z.B. unten aus zwei geteilten Hälften bestehen die man von oben mit einer flachen Schraube auseinander drücken kann. Die Hälften spreizen sich dann beim anziehen womit sich der Spanner im Tisch verkeilt. Das Ganze muss dann aber irgendwie an der Hubstange vorbei gehen. Da ist also noch Tüftelarbeit gefragt.
      Wie oft und wann nutzt Du eigentlich die Fixierungsschrauben bei den MFT-SP? Ich habe zwar welche, aber noch nicht benutzt mangels Tisch.
      Das die Sacklöcher nicht optimal sind ist mir bewusst, aber mir geht es da wie Dir, ich muss in meine 12 m^2 Werkstatt eine Holz- und Metallwerkstatt unterbringen und meine Werkbank ist auch nur 10 cm länger wie Deine, da war ich froh das ich den Platz unter der Werkbank nutzen konnte.

      Gruss

      Christofer

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  7. Hallo,

    ich benutze die Fixierschrauben eigentlich immer. Ich nutze die Spanner ja häufig zum hobeln und dann müssen die Dinger schon richtig halten.

    Ich nutze den Platz unter der Arbeitsplatte ja auch zum Lagern, nur ich hab da kein Schrank. Wieviel Platz hast Du denn zwischen Tischplatte und Schrank? Ist da noch Luft?
    Weil wenn Du Sacklöcher bohrst kannst Du ja nur solche Spanner verwenden und keine Schraubzwingen oder Niederhalter. Manche Sachen gehen aber mit den Spannern nicht richtig zu fixieren. Von daher würde ich mir wenigstens die Option offen halten, auch mal was anders benutzen zu könne, auch mit dem Nachteil, dass Dreck auf den Schrank rieselt.
    Da Du ja das Ding noch bauen mußt, kannst Du die Arbeitsplatte nicht etwas höhersetzen um etwas Platz zwischen Platte und Schrank zu bekommen? Wäre ja auch ne Idee.

    Eine andere Alternative wäre noch, eine dickere Platte zu verwenden, 19mm Löcher zu bohren und z.B. die Sachen von Veritas zu verwenden. Gibts z.B. bei feinewerkzeuge.de unter Werkstatt/Bandhaken....

    Die Idee mit Deinen Spreizern ist aber gut.

    Alles nicht so einfach, ich bin ja auch noch am überlegen,wegen einer anderen Werkbank, so Hobelbank ähnlich.

    Grüße

    Micha

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    1. Hallo Micha,

      danke für Deine Ideen, aber die Werkbank habe ich schon vor 2 Jahren umgebaut, wo mir noch nicht klar war das ich auch mehr mit Holz arbeiten möchte. Die Bohlen sind 5 cm und direkt da drunter sind Schubladen und darunter ohne Zwischendecke kommt der Schrank. Ansonsten wäre die Idee mit dem Zwischenraum wo man mit einem Feger durch kann eine sehr gute Idee und vielleicht was für Deine nächste Hobelbank ;-)
      Ich wollte jetzt noch oben drauf die Leimholzplatte machen um die Lochteilung realisieren zu können und vor Kopf auch was davor machen um die T-Nutschiene da ein zu lassen. In den Bohlen sind zuviele Schrauben im Weg um da fräsen zu können. Um die Spannelemente mache ich mir keine Sorgen und ich kenne die von Veritas, aber die stelle ich mir billiger selber her und mit 20 mm Durchmesser damit ich meine MFT-SP auch nutzen kann. Ich denke die MFT-SP kann man so modifizieren das man die von oben klemmen kann, denn der Gewindeschaft ist kein Vollkreis und am Rand gibt es einen Doppelsteg mit Hohlraum dazwischen, wie gemacht für einen Halbrundkeil. Von oben zwischen die Doppelstege durchbohren, einen Halbrundkeil an jeder Seite, oben verbinden. Am besten aus einem Teil fräsen dann kann man die mit dem Daumen rein drücken zum fixieren umd mit dem Schraubendreher wieder raushebeln zum lösen. Ist zwar etwas filigran, müsste aber aus Alu oder Messing machbar sein. Was halt lästig ist bei den Sacklöchern sind die Stopfen und ggf. das Freiräumen der Sacklöcher von Holzspänen mit dem Sauger. Aber man kann ja nicht alles haben.

      Gruss

      Christofer

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  8. Wenn Du die Bemerkung erlaubst: ich glaube, Du meinst Bankhaken (von "Bank" wie in "Werkbank"). Bandhaken gibt's auch (wie ich soeben auf der Wikipedia nachgelesen habe), sind aber was anderes. ;-)

    Grüße,
    Jens

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    1. Hallo Jens,

      richtig, danke schön.
      Wundert mich, den Artikel gibt es schon so lange und es ist noch keinem (mir auch nicht) aufgefallen.

      Grüße

      Micha

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  9. Die ist doch viel zu schade, um darauf zu arbeiten...

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