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Mittwoch, 21. November 2012

Samstag, 17. September 2011

Eine Maschine die verbindet - DeWalt DW682K Flachdübelfräse

Zu Weihnachten 2010 habe ich dieses "kleine" Maschinchen geschenkt bekommen, bzw. ich habs bestellt und meine Eltern haben sie bezahlt. Es ist eine Flachdübelfräse von Dewalt, Typ DW682K.

Dewalt DW 682K

Bestellt habe ich die Dewalt DW682K in England, so ist man mit deutlich weniger als  2/3 des Preises in Deutschland dabei. Natürlich passt der UK Stecker nicht in deutsche Steckdosen und bei der Bestellung muß man sehr drauf achten, dass man eine Maschine für 230V bestellt und keine für 110V. Den UK Stecker samt viel zu dicken und obendrein sehr sturem Kabel hab ich gegen eine hochflexible 4m OZOFLEX Gummileitung getauscht.


Mit angeschlossener Absaugu
 Mittlerweile habe ich schon viel mit der Dewalt gearbeitet und es macht wirklich Spaß mit dieser Flachdübelfräse zu hantieren. Es fällt schwer Kritikpunkte zu finden. Was zu nennen wäre, ist das störrische Kabel (hat sich aber schon gleich am Anfang erledigt), die etwas lieblose Bemalung der Markierungen an der Grundplatte, die warum auch immer rosa ausfallen (Roter Edding sorgt für Abhilfe) und die Lautstärke der Maschine (da hilft mal eben nichts gegen). Mit angeschlossener Absaugung, klingt die Flachdübelfräse beinahe wie ein Düsenjäger mit Nachbrenner und bei längerem Arbeiten ist ein Gehörschutz ratsam. Achja der Koffer ist arg kompakt und zwar so klein, dass das Netzkabel eigentlich direkt an der Maschine geknickt werden muß, um sie in den Koffer zu packen. Wenn ich mal Geld übrig habe und keine wichtigeren Investitionen anstehen, werde ich der DW682K einen Systainer spendieren.
Kleiner Koffer und Dewalt mit Knick im Kabel














Von diesen Punkten abgesehen, ist die Dewalt DW682K eine super Maschine, mit der sich absolut Präzise arbeiten läßt, zu einem (bei Kauf in England) vergleichsweise günstigem Preis. Die Verarbeitung ist OK, der Anschlag arbeitet Spielfrei und es lassen sich alle wichtigen Punkte (90° Winkel, Frästiefe und mm Skala des Anschlags) feinjustieren.
Aber auch in eine vergleichsweise simple Maschine wie eine Flachdübelfräse, muß man sich einarbeiten und später die nötige Sorgfalt walten lassen, getreu nach dem Motto: "Ich habe es zu eilig um schnell zu arbeiten". Sehr schnell hat man Fräse verkantet, nicht plan angesetzt oder die Bezugskanten nicht bedacht oder vertauscht und zack passt es später nicht (in 99% der Fälle liegt das "nicht passen", nicht an der Maschine).


Die Lamellos lager ich in einem Sortimentskoffer. Vier Stück von diesen Koffern, passen in einen Systainer der Größe IV. Ich hab die restlichen drei mit Spannplattenschrauben, Verbindern und Kleinzeug bestückt, so das ich auch außer Haus, das wichtigste schnell gepackt und griffbereit habe.





Update:


Fast zwei Jahre besitze ich mittlerweile die DW 682K. Es wird also Zeit, diesen Artikel etwas zu erweitern.
Ich arbeite nach wie vor sehr gerne mit der Maschine. Sie ist sehr präzise und abgesehen von der häßlichen Farbe fallen mir nur wenige Kritikpunkte ein.
Es stören mich direkt eigentlich nur zwei Dinge an der Maschine. Das eine ist die mit angeschlossener Absaugung wirklich extreme Lautstärke und das andere die lieblos mit Rosa angepinselten Markierungen. Das geht sicherlich ohne großen Aufwand bei der Herstellung besser und sauberer. Auch würde ein Sanftanlauf der Maschine gut stehen, passt man nicht auf, verschiebt sie sich doch ein kleines Stück, wenn man sie schon am Werkstück positioniert hat. Das Problem umgehe ich, indem ich die Maschine zuerst einschalte und dann am Werkstück ausrichte.


Die DeWalt DW682K im Detail

Wie im alten Artikel schon erwähnt, wird die DW682K in einem stabilen schwarzen Koffer geliefert.













Das Köfferchen ist sehr kompakt. Platz für irgendwelches Zubehör oder Lamellos ist nicht vorhanden. Eigentlich noch nicht mal genug Platz für die Fräse selbst. Das Netzkabel muß direkt hinter der Maschine geknickt werden, damit sie in den Koffer passt. Das finde ich nicht so optimal.











Zum Lieferumfang der Maschine gehört noch ein Staubbeutel, der Absaugadapter, ein drehbares Dings, vermutlich um die Maschine ohne Absaugung oder Beutel betrieben zu können und je ein Schlüssel um die Grundplatte zu öffnen und den Fräser zu wechseln.











An den Absaugadapter (ID=ca. 34mm, OD=ca. 37mm ) kann eigentlich jeder handelsüblicher Sauger angeschlossen werden. Mit aktiver Absaugung arbeitet die Maschine eigentlich Staub- bzw Spänefrei.
Der Adapter sitzt nicht allzu fest, bleibt man mit dem Schlauch mal hängen, zieht man oft den Adapter aus der Maschine.
Mit Beutel setze ich die Maschine nicht ein, daher kann ich dazu nichts sagen, wie gut das funktioniert.







Zum Lieferumfang gehört noch dieser drehbarer Stutzen. Ich schätze er soll bei Verwendung ohne Sauger die Späne in eine gewünschte Richtung ableiten, ohne diesen spukte die Dewalt einem nämlich die Klamotten voll.











Das Gehäuse der DW682K erinnert, wie auch die meisten anderen Flachdübelfräsen, an eine Flex (Winkelschleifer). Persönlich würde mir ein kürzeres Gehäuse mit Ein/Aus-Schalter vorne auf dem Gehäuse mehr zusagen, aber auch das längere Gehäuse der Dewalt liegt gut in der Hand. Der Schalter ist tastend ausgelegt, läßt sich aber mit dem seitlichen schwarzen Knopf für Dauerbetrieb arretieren.









Hinten links befindet sich das Wählrad für die Frästiefe. Dieses verfügt über vier Stufen, für Lamellos der Größen 0, 10, 20 und einer Einstellung für die Maximale Frästiefe.
Auf dem Foto kann man auch sehr schön, die liebevolle Bemalung erkennen.
Sollte der Fräser einmal nachgeschärft werden, kann die Frästiefe, falls nötig feinjustiert werden.








Das wichtigste an einer guten Flachdübelfräse ist ein flexibler und trotzdem stabiler und genauer Anschlag.
Genau diesen besitzt die DW682K. Deren Anschlag ist zwar nicht so hochwertig verarbeitet wie der von der original Lamello, aber er ist trotzdem stabil und die wichtigen Anlegekanten sind sauber und plan gefräst.
In einem Punkt ist der Anschlag der Dewalt sogar besser als der von dem schweizer Urgestein. Deren Anschlag läßt sich entweder in der Neigung oder mit einem Zusatzteil in der Höhe verstellen. Der Anschlag der DeWalt geht noch einen Schritt weiter, er läßt sich in der Neigung, in der Höhe UND auch beides in Kombination verstellen. In der Kombination ist es z.B. möglich an eine Gehrungsverbindung von dicken Brettern zwei parallele Reihen von Flachdübeln zu setzen. Dies geht mit der Lamello Fräse nicht.


Um den Anschlag in der Neigung zu verstellen, muss auf der linken Seite die Knebelschraube gelöst werden, dann kann der vordere Anschlagteil auf den gewünschten Winkel eingestellt werden. Der Wert läßt sich leicht an der deutlich gedruckten Skala ablesen. Der 90° Endanschlag läßt sich natürlich justieren. Leider verfügt die Mechanik über keine Rastpunkte bei 22,5° oder 45°.









De Höhe des Anschlages läßt sich sehr einfach und genau mit einer Rändelschraube einstellen. Dazu ist die hintere Knebelschraube zu lösen und mit der seitlichen Rändelschraube kann der gewünschte Wert eingestellt werden. Dies passiert über eine Zahnstange auf beiden Seiten des Anschlages, was wiederum die Genauigkeit erhöht, da das Vorderteil auf beiden Seiten gleichzeitig verstellt wird und so nicht schief hängen kann. Der eingestellte Wert in Millimeter bis zur Mitte des Fräsers läßt sich an einer ebenfalls justierbaren Skala ablesen und einstellen.











Die Maschine verfügt über diverse Markierungen, bei diesen hätte sich Dewalt ruhig etwas mehr Mühe geben können:

An der Front ist die Mitte der Fräsung markiert.














Auf der Grundplatte die Mitte, sowie die äußeren Kanten der Fräsung .











 

Seitlich gibt es ebenfalls Markierungen  die die Mitte des Fräsers anzeigen.
Auf diesem Fotos ist auch einer der beiden Antirutschpins zu erkennen. Dabei handelt es sich um federnd gelagerte Metallteile mit vier Zähnen, die verhindern sollen, dass die Fräse allzu leicht verrutscht.









Bei empfindlichen Materialien und sichtbaren Kanten können diese Pins auch mit einer Viertelumdrehung mit einem Schraubendreher versenkt werden.












Um den Fräser zu wechseln, muß die Grundplatte aufgeklappt werden. Dazu löst man vier Torxschrauben....












...Anschließend betätigt man am Motorgehäuse die Spindelarretierung...













...und löst die Mutter mit dem mitgelieferten Spezialschlüssel.














Hier noch einige Beispiele, wie man eine Flachdübelfräse an das Werkstück ansetzen kann.


Fräsen in der Kante des Werkstücks mit der Grundplatte als Referenzfläche.













Fräsen in der Fläche mit der Grundplatte als Referenzfläche. Dafür kann auch ein zweites Werkstück als Gegenlager genommen werden, welches mit Zwingen an dem zu bearbeiteten Werkstück fixiert wird.















Fräsen an der Kante mit dem Klappanschlag der Fräse als
Referenzfläche













Fräsen in der Fläche mit dem Klappanschlag der Fräse als Referenzfläche. Dabei ist etwas Vorsicht geboten, da die Auflagefläche sehr klein ist und die Maschine leicht kippelt.















Einstellen der Fräse für Arbeiten an Gehrungen.














EXTREM wichtig bei der Arbeit mit der Flachdübelfräse ist, neben der genauen Anlegen der Maschine, dass bei allen Werkstücken die gleiche Referenzfläche/kante genutzt wird, sonst kommt es zu Ungenauigkeiten, im Extremfall passen das Bauwerk später nicht zusammen. Heißt, wird die Oberseite der Platten als Referenz genommen, muß dies auch o fortgeführt werden.


Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten.
Sehr interessant und hilfsreich sind die beiden Filme von Guido Henn. Dort erklärt Guido Henn sehr viel über die Handhabung und den sicheren Umgang mit einer Flachdübelfräse und zeigt diese an konkreten Beispielen.





Update (Dezember 2012)

Den Griff der DeWalt habe ich mittlerweile gegen einen Knauf getauscht.

Metabo meets DeWalt



Bezugsquelle:

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DeWalt DW682K Lamellendübelfräse

Kleines Projekt: Ablagebrett für die Werkstatt

Platz hat man ja bekanntlich nie genug. Vorallem Ablageflächen für dies und das. Speziell fehlt mir noch ein Plätzchen für das Pfusch.... äh Schleifpapier nebst Klötze. Gut das Problem ist zwar mit diesem kleinen Zwischendurchprojekt immer noch nicht gelöst, aber naja. Kommt Zeit kommt Rat.


Das Ausgangsmaterial
Beim Aufräumen bin ich über einen kleinen Rest Bucheleimholzplatte "gestolpert" und da ich auch noch schöne hölzerne Regalträger gefunden hatte, kam mir die Idee eine kleine Ablage zu bauen, die zwischen dem "Tresor mit neuem Verbrauchsmaterial" (der Schrank mit den roten Türen) und dem Metallregal passt. Die Platte war groß genug, nur leider war der Verlauf der Lamellen falsch. Früher oder später hätte die Ablage durchgehangen Damit dies nicht passiert, bekommt die Leimholzplatte vorne noch eine schöne Leiste aus Douglasie.






Metabo SR E 357
Die Oberfläche der Leiste habe ich gehobelt und die Leimholzplatte für eine spätere Behandlung mit Öl bis Körnung 240 mit dem Schwingschleifer fein geschliffen.











Faulheit siegt.
Dewalt DW682K
Eine Nut und Feder-Verbindung war mir für das Teil zu aufwendig, also habe ich die Verbindung der Platte und der Leiste einfach mit Lamellos hergestellt.











Anschliessend habe ich das ganze mit Expressleim verklebt,




die Kanten mit dem Einhandhobel gebrochen und an der Front einen 6mm Radius angefräßt.


Zum Schluß das ganze dann mit dem Surfix von Festool und Heavy Duty-Öl behandelt. Normal war es unnötig dies mit dem Surfix zu machen, aber bis dato hatte ich noch keine Gelegenheit, den Surfix zu testen und das wollte ich dann auch gleich mal machen.









Damit das Ablagebrett nicht auf den Trägern rutscht, habe ich noch kleine 5mm Einlegebodenträger in die Träger eingesetzt und passend dazu in die Unterseite des Ablagebretts Löcher gebohrt, wo diese dann reingreifen.
Zuerst wollte ich einfach von oben schrauben, so ist es aber eleganter.








Fertig.