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Sonntag, 23. Dezember 2018

Projektvorstellung(en): Kleinigkeiten für die Werkstatt

Ich wollte noch ein paar Kleinigkeiten in der Werkstatt verbessern.
Zum einen die Lagerung von den Leimen, das muss kompakter gehen.

Von einem netten Kollegen habe ich einiges an gebrauchten Tischlerplatten bekommen. Gerade richtig für solche Sachen.












Mit dem Rotex wurden sie vom Dreck der Zeit befreit ...













... und mit der TS auf die benötigten Maße gesägt.













Noch ein "fremdes Stück" für die spätere Rückwand.












Etwas Plan sollte schon sein.













Verbunden wurde alles stumpf mit Dominos als Verstärkung.












Noch verleimen und fast fertig.













Fehlte nur noch ein Falz, ...














... für die eingeleimte und mit dem Prebena fest geklammerte Rückwand. 














Ein Oberflächenschutz sollte auch in der Werkstatt nicht fehlen. Sonst wird Holz schnell unansehnlich.











Und an seinem Platz.














Die nächste Optimierung war etwas aufwendiger. 

Das mittlere Fach in der Kommode sollte für die Unterbringung von Systainern herhalten.











Dazu waren einige Umbaumaßnahmen erforderlich.

Zuerst aber wieder aus alt mach hübsch.













Und Zugeschnitten. 













Das sind Trennwände um das mittlere Fach abzutrennen und um Schubladenauszügen halt zu bieten.

Für die Auszüge musste ich insgesamt acht Reihen im System 32 bohren. Mit der Imatix Schablone war das aber schnell erledigt. Ich durfte nur die Materialstärke von der Kommode nicht vergessen.









Nachträglich was irgendwo von außen unsichtbar zu verschrauben ist ja die Domäne der Taschenlochbohrungen. 











Mit diesen war es möglich, die Trennwände schnell und an drei Seiten in der Kommode zu verschrauben und das ohne das Möbel auch nur ansatzweise auseinander nehmen zu müssen.
Für sowas nehme ich die Dinger immer gerne. 

Einige Schrauben später, waren die Wände drin.












Die Schubladen waren einfach gebaut und ebenfalls aus Resten. 


Drei Leisten mit Falz stumpf verleimt und vorne mit einem Dübel verstärkt.












Auch bei solchen Schnitten sollte drauf geachtet werden, dass sich das Abfallstück NICHT zwischen Sägeblatt und Längsanschlag befindet, um ein zurück schleudern von diesem zu verhindern. 


Als Griffe wieder die bekannten Domino Dübel und vorne noch eine dünne Leiste, welche den Systainer in Position hält.











Wer genau hinschaut, erkennt das fehlende Rückteil der Schubladen. Dies ist der nicht ausreichende Tiefe der Kommode geschuldet. 
Ich konnte auch nicht wie eigentlich notwendig 400 mm Auszüge verbauen, sondern nur 350er, für mehr fehlt der Platz.


Die Vollauszüge von SO-Tech (gut und günstig) habe ich mit 1mm Luft nach unten hin montiert. Ein Zentrierkörner machts einfacher. 











Noch ein kleiner Tipp. Die 3,5mm Rückwandschrauben von SPAX passen mit ihrem kleinen Kegel optimal in die Bohrungen der Auszüge.

Und fertig.

Die Schubladen stehen etwas vor und durch den zu kurzen Auszug lassen sich die Systainer auch nicht auf der Schublade stehend öffnen. Aber passt schon.






















Unten ist noch Platz für einen Mini Systainer und meine Kreg Klemmen.














Als letztes noch was in (fast nur) Handarbeit für Handwerkzeuge. 
Es lagen immer noch einige Stemmeisen in einer Schublade, das sollte sich ändern. Ich hatte früher schon mal alle Stemmeisen an einer Werkzeugwand, das nimmt immens viel Platz weg. Daher kamen die, welche ich selten brauche in ne Schublade.
Aber warum nicht doppelreihig unterbringen? Genau!

Als erstes habe ich einige Reste in passender Länge und gleicher Dicke herausgesucht.












Die kleinen Weißbuche Streifen mussten noch gefügt werden.












Die maximale Länge war durch den vorhandenen Platz vorgegeben, daher konnte ich die Hölzer, welche zum eigentlichen Stemmeisenhalter werden auf Länge sägen. 

Dafür, dass ich nicht ständig mit der Hand säge, ganz gut geworden.












Kleiner Tipp: Die "Gutseite" vorher mit einem Messer anritzen, dann gibt es dort keine Ausrisse.

Nun war Knobeln, Rechnen und Probieren angesagt. Die Eisen mussten sinnvoll auf die vier Ebenen verteilt und die Bohrpositionen und Durchmesser mussten bestimmt werden.










Als nächstes habe ich mit dem Blockhobel alle sichtbaren Kanten gefast. Die Fase an der Vorderkante der hinteren Ebene ging nicht durch, wegen dem Scharnier. Optische Spielerei.










Der Gedanke war, ein Scharnier zum Klappen einzubauen, um an die hintere Reihe Stemmeisen zu kommen, dazu braucht die hintere Ebene einen Radius an der Ecke, um fürs Schwenken genug Platz zu haben.


Mit Zirkel vom Drehpunkt angezeichnet und mit dem Schweifhobel beigehobelt.
Hier sieht man auch auf dem oberen Bild die unterbrochene Fase.










Vom Bohren der Löcher hab ich keine Bilder, das war auch die einzige Arbeit, bei der ich zu einer Maschine gegriffen habe, Bohren von Löchern.

Vorne mussten die Löcher noch geöffnet und gefast werden, um die Stemmeisen auch einhängen zu können.











Zum Schluss noch ein kurzer Schliff per Hand und das Anleimen der Scharniere und einer Führung und Abstützung an der Front. Die Stemmeisen bringen ja doch etwas Gewicht auf die Waage und zusammen geklappt, soll ja nichts durchhängen.








Weißbuche deswegen, weil es das härteste Holz bei mir in der Werkstatt ist und gute Gleiteigenschaften aufweist. (Daher nimmt man es auch gerne für Hobelsohlen)
Quer auf Längs verleimen macht man eigentlich nicht, aber bei den Längen von 20 und 30 mm ist das Problem des unterschiedlichen Quell- und Schwindverhaltens zu verschmerzen.

Anschließend wurden alle Teile geölt und über Nacht getrocknet.












Adleraugen erkennen vorne auch kleine Domino Dübel aus Sipo, diese dienen wieder als Griffe.

Zack, da sind sie auch schon.













Vorne gibt es noch eingebohrte Magnete als Zuhalter.













Die Stifte der Scharniere sind einfache Inbusschrauben M6 mit Teilgewinde, U-Scheiben und Polystop-Muttern, locker angezogen, damit sie nur etwas Widerstand bringen.










Fertig sind die beiden Halter ...













... und aufgehangen.













Klappt man sie auf, kommt man an die zweite Ebene mit seltener gebrauchten Eisen, wie Hohlbeitel, Schrägbeitel, Pairing Chisels und dem Eckenstemmer.









Bewegtes Bild: Instagram

Der Umzug hat auch etwas Platz auf der Seite mit den Meßwerkzeugen gebracht, so konnte ich dort auch wieder die Bandmaße und das Kreg Multi-Mark unterbringen.










Die Bandmaße hängen unsichtbar an Magneten und werden nach unten durch lange Regalträger abgestützt.  Das Gehrmaß von Ulmia wird etwas durch die Schmiege, ebenfalls von Ulmia verdeckt. Deren Halter hängt an zwei stabilen Scharnieren von Brusso und wiederum einem Magneten.







Die Umgestaltete Ecke in der Totalen.






Kommentare:

  1. Boah, was bin ich nun enttäuscht!!!

    Da erwartet Mann, eine schöne Handarbeit und dann sind die Löcher mit der Maschine gebohrt.

    Nein, Blödsinn aus und ernsthaft:

    Einige schöne Ideen, mit wenig Aufwand und Material, umgesetzt.
    Dein Blog ist immer wieder ein Quell an Inspiration, wenn er nur noch die
    Zeit zum umsetzten liefern könnte.

    Gruß

    Tommy

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    1. Moin Tommy,

      ja es tut mir auch total leid, dass ich Dich da enttäuscht habe, bin halt doch für manches zu faul. :D

      Grüße
      Micha

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  2. Hallo Micha,

    ich verfolge Deine Sachen schon eine Weile. Danke für die super Ideen und vor allem Deine Bereitschaft, das hier mit uns zu teilen.

    Bin gerade dabei mich zwischen einem CXS und T18 als Kombi oder einem Powermaxx quick pro und ? zu entscheiden. Nicht an einfach, da der Powermaxx Quick Pro auch echt gut ausschaut und einen guten Eindruck macht.

    Woher bekommt man eigentlich diese Magnete zum Anschrauben und das entsprechende Gegenstück?


    Danke und Gruß
    Ben

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    1. Hallo Ben,

      die runden Magnete gibts überall im Internet. Händler für Magnete gibts viele.

      Die unförmigen Dinger sind aus Festplatten.

      Grüße
      Micha

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