Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Sonntag, 1. April 2012

Projektvorstellung: Badezimmeraccessoire Becherhalter mit Schubladen

Jeder fängt mal klein an, so sah es auch bei diesem Projekt aus. Es wird wahrscheinlich das kleinste "Möbelstück" der im laufe der nächsten Tage, Monate, Jahre entstehenden Badezimmereinrichtung, sondern bekommt auch süße, kleine schnuckelige gezinkte Schubladen mit Laufleisten aus Holz.


Begonnen hat diesmal dieses Projekt sogar mit absoluten Seltenheit: Ich habe einen kompletten Plan gezeichnet, mit allen Maßen und Details von div. Stellen. Versuch macht kluch und so habe ich diesmal auch nur nach dem Plan gearbeitet, ohne zwischendurch die Passungen zu kontrollieren, dafür halt immer öfter die Maße der Werkstücke. Und Tatsache, bauen nach Plan geht auch. :D






Nach der ganzen Planerei gings dann auch endlich mal ans Material, in diesem Falle 13mm Bucheleimholzplatten in bester Qualität. Restbestände aus einer Möbelbaufirma. Diese wurden auf Maß gesägt und mit 45° Gehrungsschnitten versehen.









Etwas tricky war das Sägen der Schmalseiten, da hätte ich mir eine Zugkreissäge gewünscht. Aber mit einem Schiebeholz, voller Konzentration und langen Fingern ging es auch so.
Damit sich der Parallelanschlag nicht verschiebt, habe ich ihn mit einem langen Anschlaglineal ausgestattet und mit einer Kliklamp fixiert.














Die Teile des Korpus wollte ich mit 4x20mm Dominodübel verbinden. Da die Sache mit einem 13mm starken Material ziemlich knap wurde, habe ich zwei Teststücke gefräst. Fein fein, funktioniert. Der Fräser kommt nicht auf der Rückseite raus. Also die Korpussteile geschnappt und losgefräst, ....








.....erst als ich alle Fräsungen durchgeführt hatte, habe ich mir das Ergebniss angesehen. *pieeeep* (Platzhalter für böses Wort)!! Die Sache mit den Fräsungen war EXTREM knapp, einige kamen doch auf der Rückseite raus und bei anderen ist das Restmaterial so dünn, man könnte Zeitung durch lesen.








 Also alle Teile nochmal sägen. Diesmal habe ich nur 5mm tief gefräst und die 4x20mm Dübel halbiert. Dafür dann aber anstatt zwei Dübel drei je Verbindung verbaut. Ein Test an zwei Resten ergab eine genügend große Festigkeit.
Tja das passiert, wenn man nicht alles zweimal kontrolliert.

Weiter ging es mit den Vertiefungen für die Zahnputzbecher. Es sollen später drei Becher platzfinden, also mußten auch drei 75mm Ausfräsungen ausgeführt werden. Dazu habe ich mir eine passende Schablone aus MDF und einer Leiste angefertigt. Da das Werkstück zu klein ist, um die Schablone mit Zwingen zu fixieren, habe ich sie mit doppelseitigem Klebeband (meinem Lieblingshilfsmittel) angeklebt und die die Löcher mittels Oberfräse und Kopierring ausgefräst.














Danach habe ich die Aufhängeleiste angefertigt. Diese wird mit einem korrespondierendem Falz in dem oberen Korpusteil verbunden und bekommt an die Unterseite eine Nut für die Rückwand und zwei Bohrungen um das ganze Ding später an die Wand zu schrauben. Die Falze habe ich mit dem Veritas Sims- und Falzhobel hergestellt und anschließend mit dem kleinen Simshobel noch etwas nachgearbeitet.








Für die beiden Mittelwände bekam die Aufhängeleiste noch zwei passende Nuten














In die beiden Mittelwände, habe ich 5mm Nuten gefräst, da die Nuten ja auf der Vorderseite nicht zu sehen sein sollen, fiel das Sägen auf der TKS aus und so mußte ich die kleinen Teile mit der Oberfräse bearbeiten.
Wieder mal im Einsatz, mein doppelseitiges Klebeband.














Anschliessend habe ich die gefrästen Nuten an der Vorderkante noch rechtwinklig ausgestemmt und die Leisten für die Schubladenführung eingepasst.










Nun ging es an die Herstellung der drei kleinen Schubladen. Dazu habe ich Buchenholzleisten mit der ADH auf ein Maß von 8mm gehobelt, auf die entsprechenden Maße gesägt, Nuten für die Führung und für den Boden eingefräst und kleine Schwalbenschwanzverbindungen hergestellt.











 














Die Böden habe ich an den Kanten auf 3mm mit der Oberfräse und einem Scheibennutfräser abgeplattet und mit je zwei kleinen Schrauben montiert.




Noch ein Bild der Schubladenrückseite












Damit später die Becher nicht in die Schubladen fallen, müßte ich noch drei flache Böden aus 3mm Buchesperrholz aufleimen und an der Vorderkante mit einem kleinen Anleimer versehen, damit man später nicht direkt auf die Kante des Sperrholzes blickt.
Besser wäre es natürlich gewesen, wenn ich die Löcher für die Becher nicht komplett durchgefräst hätte, aber da ich den Rand noch mit einem Radius versehen wollte, war mir der Halt für die Becher zu wenig, so habe ich mich dann dazu entschlossen, unter die obere Platte noch drei dünne Böden zu leimen.
















Nun waren die Vorarbeiten abgeschlossen und es ging en den Zusammenbau, zuerst die beiden Mittelwände an das Oberteil geleimt











und anschliessend den ganzen Korpus zusammengesetzt. 












Es hat auch alles soweit gepasst, nur an einer Kante hat es eine kleine Fuge gegeben. Das wird auch daran gelegen haben, dass eines der Bretter leicht geschüsselt hatte.










Aber am wichtigsten, die Fugen an der Front sind alle dicht und die Gehrungen passen wunderbar zusammen.














Zum Schluß bekamen die Schubladen noch eine Aufdopplung aus marmoriertem Acrylglas (dieses wird sich an allen Badmöbeln wiederfinden) und drei Griffe aus Buchekugeln.














Bis auf die Oberflächenbehandlung ist das Accessoire fertig. Ich habe nur keine Ahnung, wie man so ein Teil nennt. Ablage, Regal, Schrank, so richtig passt alles nicht.












Dieter Schmids Laden der feinen Werkzeuge mit dem tollen Service

Vor einiger Zeit habe ich den Small Bevel Up Smoother von Veritas gekauft, ein feines Teil Stahlguß. Das einzige was etwas supotimal war,  ist der Endanschlag der Maulverstellung gewesen. Wo bei den größeren Bevel Up Hobeln von Veritas eine kleine Rändelschraube für die Mauleinstellung zuständig ist, muß dies beim Smoother über eine Madenschraube per Schraubendreher erledigt werden. Das ist nicht so schön gelöst.
Vor kurzem habe ich durch Heiko Rech erfahren, dass Lee Valley kostenlos alle SBUS mit dieser Rändelschraube und der Messingscheibe für den vorderen Griff nachrüstet. Da Heiko den Hobel direkt von Lee Valley bekommen hat, bekam er die beiden Teile direkt aus Kanada zugestellt. Kostenlos und unaufgefordert, was an Serviceleistung nicht zu übertreffen ist.

Ich hatte meinen SBUS bei Feine Werkzeuge in Berlin bestellt. Ich habe dann eine Mail nach Berlin geschickt und angefragt, ob ich die beiden Teile von ihnen bekomme oder ob ich mich direkt an Lee Valley wenden solle. Tags drauf lag ein Umschlag im Briefkasten, mit den beiden kleinen Messingteilen. Super Sache, wie ich finde. Auch an dieser Stelle ein Dank an Dieter Schmid und sein Team!


Sonntag, 18. März 2012

Die Zeit vergeht, was macht der Zierbrunnen?

Konstruktionsmäßig hat er die Monate ziemlich gut überdauert, das Fass und die Umrandung weisen an den Klebestellen keine Risse auf und auch sonst ist noch alles heil. 














 
 























Die einzigen Teile die ich anders befestigen hätte müssen, sind die beiden kleine Blenden am Giebel. Da die Schindeln mehr gearbeitet haben als der Firstbalken, wurden die beiden Teile etwas gelockert.








 

Anders sieht es leider mit der Oberfläche des Fichtenholzes aus. Obwohl ich alle Teile dreimal mit dem Biopin Gartenholzöl behandelt habe, bekam das Dach und auch die Umrandung das Fasses schon nach wenigen Wochen (also noch im Sommer) dunkle Punkte und Flecken. Da hatte ich mir eigentlich mehr von versprochen. Am Holz kann es nicht liegen, da das Holz für das Dach und die Umrandung aus verschiedenen Quellen stammt.






Ich werde es erstmal weiter beobachten.

Sonntag, 11. März 2012

Projektvorstellung - Buchstützen die Zweite

Und hier ist auch schon das nächste Paar Büchstützen:

Der Aufbau ist gleich wie bei dem ersten Pärchen, deswegen schreibe ich dazu auch nichts weiter.
Mehr dazu könnt Ihr hier lesen: Buchstützen für Woodworker
Hier nur ein Bild der Zinken:



Als Designelement habe ich mich für ein Holzkreuz entschieden. Das Kreuz besteht aus zwei miteinander verleimten Olivenholz Leisten und aus dünnen Streifen Wenge.
















Die Olivenholz Leisten habe ich aufgrund der Größe von Hand abgerichtet und gefügt, anschliessend verleimt und per Dickenhobel auf das gleiche Maß gebracht wie die Wenge Streifen. Diese sind übrigends noch Reste vom dem Regal. Die Überplattung der Leisten ist wieder per Hand entstanden. Hierbei mußte ich extrem darauf achten, dass sie auch wirklich absolut im Rechten Winkel entsteht, wegen den späteren Gehrungen. Hätte ich hier etwas geschlampt, wäre es später spaßig geworden. Olivenholz läßt sich sehr einfach verarbeiten. An Ecken und Kanten muß man nur etwas aufpassen, es gibt leicht Ausbrüche, also immer schön mit Bedacht, die Werkzeuge an- und absetzen.
Die Wenge Streifen wollte ich nicht auf Stoß anbringen, sondern mit Gehrungen versehen. Da die Streifen nur ein Maß von 4x10mm gar nicht so einfach, für eine Bearbeitung mit der Schneidlade für Japansägen, waren sie einfach zu dünn. Ich habe dann in die TKS ein 60 WZ Sägeblatt montiert, das Sägeaggregat auf  45° geschwenkt und die Gehrungen auf der Tischkreissäge hergestellt. Um Ausrisse zu vermeiden, kam immer eine kleine Leiste als Opferholz hinter die Streifen.
Und das Beste ist, die Gehrungen passen soger und sind dicht, OHNE Nacharbeit oder Probeschnitte. Sägeblatt gegen den 45° Anschlag geschwenkt und fertig. Das soll mal ein Besitzer einer PTS 10 nachmachen :-).




Das Kreuz ist diesmal nicht geölt sondern lackiert. Mit keinem meiner Öle kam die Maserung des Olivenholzes so schön zur Geltung wie mit dem Clou Acrylklarlack.

Das Kreuz ist nur gesteckt und mittels einem 5mm Regalträger frei drehbar.

Samstag, 10. März 2012

Die Zeit vergeht, was macht das Vogelhaus?

Ein ziemlich feuchter aber milder Winter ist vergangen, Zeit mal nachzusehen, wie es meinem Futterhäuschen geht.

Hmm, gar nicht mal so schlecht.

 







Der um die Grundplatte montierte Rahmen ist an den Gehrungen aufgegangen, hatte ich eigentlich auch erwartet. Quer arbeitet Holz halt deutlich mehr als längs zur Faser. 
Und die Nägel sind natürlich am Rosten und haben das Holz etwas verfärbt.








 Den Deckel für den Futterschacht habe ich doch etwas zu passend gebaut, er klemmt mittlerweile. Das ist aber schnell behoben.











Alles in allem finde ich geht es dem Haus aber noch ziemlich gut, dafür dass ich es unbehandelt gelassen habe. Das Holz gammelt nicht, noch ist die Konstruktion irgendwo auseinander gegangen. Noch nicht einmal am Dach. Weder die Eindeckung, noch die Leisten haben irgendwelche Schäden.


Die Bedenken die ich wegen dem Ständer hatte, ob er auch bei Sturm stabil steht und nicht umfällt, haben sich auch als unbegründet herausgestellt. Selbst einen "Angriff" von Nachbars blöder Katze, steckte die Kontruktion weg, ohne zu kippen. Tja Mietze such Dir Deine Beute woanders!

Sonntag, 4. März 2012

Evolutionspraxis - Oder die Entwicklung einer Holzwerkstatt

Ich meine damit jetzt nicht das unhaltbare Gesabbel von einem Herrn Darwin, sondern die Entwicklung meiner Werkstatt.











Diesen Artikel werde ich in Jahresschritten aktualisieren.

2010:

 


2011:

 


2012:







2013



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2014


















2015






2018

 




 
 
2025