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Freitag, 21. Juni 2013

Gastbeitrag: Treppenrenovierung von Frank-Peter Christ


Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag und stammt von Frank-Peter Christ  (Text und Bilder).
 


Treppenrenovierung Februar 2013


Treppe vor Renovierung

Baujahr 1958





























1. Schritt: Abschleifen – 2 Wochen schleifen

Vorarbeit – Bandschleifer mit 40er Papier

Dann mit 90er Rotex von Festool weiterschleifen











60,80,120,240 und dann auf 320 feinschleifen












Verbrauch: ca. 80 Stück versch. Körnungen Schleifpapier

















Abgeschliffene Treppe



























2. Schritt: Geländerfüllungen entfernen und Geländer abändern

Die Sperrholzfüllungen werden später durch Glasscheiben ersetzt und dienen gleichzeitig dafür als Schablone
























3. Schritt: Wangen und Setzstufe streichen.

Farbe Anthrazit-Grau.
7016 Ral
 
 









Insgesamt 2x gestrichen – 10 Arbeitsstunden











4. Schritt: Treppenstufen und Handlauf wurden geölt
 
Treppenstufen 3x geölt – Zwischen dem Ölen wurde mit Hand und 320er Papier zwischen geschliffen
Handlauf 4 x geölt













Vorgehensweise:
  1. Öl mit Schwamm auftragen
  2. Mit Rotex und Schleifvlies einpaddeln
  3. Überschüssiges Öl abwischen
Ein Durchgang 1,5 Stunden


















Für den Handlauf wurde ein Interfacepad mit einem Schleifvlies verwendet, welches sich gut den Rundungen anpasst.



























Geölte Treppe

 













5. Schritt: Glasscheiben einsetzen


















Auf die alte Mamor-Fensterbank wurde eine zur Treppe passende Fensterbank aus Buche-Leimholzplatten geschreinert…


















…und fertig war die Treppenrenovierung!

Kommentare:


  1. Wirklich gute Arbeit die hier gemacht wurde.
    Gerne mehr von solchen Gastbeiträgen.

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  2. Hallo Frank-Peter,

    schöne renovierte Treppe! Mit den Glasfüllungen wirkt die Treppe viel freundlicher wie zuvor mit den alten Füllungen.
    Wieviel Stunden hast du ca. in die Renovierung gesteckt?

    Gruß,
    Dominik

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  3. Hallo Dominik,

    danke, nachdem ich das Projekt jahrelang vor mich hingeschoben habe, dann aber auch beim Micha gesehen habe (live, denn wir wohnen im gleichen Ort :-)) was man aus einer alten Treppe machen kann habe ich mich auch ins Vergnügen gestürzt.

    Ungefähr 70 Stunden hat mich die Treppenrenovierung gekostet.

    Grüße
    Frank-Peter

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  4. Hallo Micha, Hallo Frank-Peter,

    klasse Arbeit Frank-Peter. Deine Festool Maschine schreien aber danach, einen eigenen Blog zu eröffnen. :-)

    Nur 70 Stunden ..... da hast Du aber Gas gegeben. Sieht wirklich schön aus diese alte Treppe. Solche Projekte haben meist noch einen anderen Vorteil. Man macht danach weiter...(Fensterbank)

    Es wäre interessant, wenn Du in ein paar Monaten / oder 1 Jahr mal ein Update geben würdest, wie sich das Hartöl von Clou auf der Treppe schlägt.

    Gruß Andi - Alwaysworkingman

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  5. Treppenrenovierung steht bei mir nächsten Monat bei einem Kunden an. Das Haus ist Baujahr 1946, die Treppe genau so alt und seitdem weder gestrichen, noch abgeschliffen worden. Immerhin nur 14 Stufen geradläufig, aber dafür ist der Antritt (VK) durch die Jahrzehnte lange Nutzung schon halbrund.

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    1. Hi Christian,

      und was hast Du vor?
      Das wär ja ein guter Grund sich ne Wopti Fräse anzuschaffen. :)

      Grüße

      Michael

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    2. Mit der hab ich schonmal gearbeitet und die liefert auch saubere Ergebnisse, aber die Ecken muss man damit auch per Hand nacharbeiten. Die Kante vom Antritt wird mit einem doppelseitigem Abrundfräser bearbeitet, die Fläche mit einem 30er Planfräser und Schablone gefräst (die 18 HM Scheer steht auf sowas)und die Ecken schleife ich mit dem Deltex oder 90er zu.
      Dauert pro Stufe incl. Setzstufe eine knappe Stunde.

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    3. Ne Stunde, da klotzt Du aber ganz schön ran.

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  6. Zuerst alle Kanten vom Antritt abfräsen, dann die Fläche mit dem Planfräser und anschließend alle Ecken. Also nicht jede Stufe komplett machen, sondern zuerst alles mit der Oberfräse und dann mit dem Deltex oder Rotex. So muss man nicht ständig das Werkzeug wechseln bzw. tauschen. Geht schneller und finde ich angenehmer zu arbeiten.
    Die Fläche ist am einfachsten zu fräsen; meine Schablone funktioniert vom Prinzip her wie die MFS von Festool. Das einzige was nervt, sind die Setzstufen, weil ich die komplett schleifen muss. Aber die sind ja nicht so abgenutzt.

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    1. Ich denke zwar, das hast Du schon aber hast Du mal über ne Lackfräse nachgedacht?
      Wenn ich bei uns die komplette Farbe hätte entfernen wollen, hätte ich mir eine angeschafft.

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    2. So eine hab ich schon, aber die Stufen sind so wellig, da würde das nacharbeiten länger dauern als das abschleifen.

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  7. Wunderbare Arbeit! Diese Treppe sieht der in meinem (Groß-)Elternhaus geradezu erschreckend ähnlich... in ein paar Jahren wird dort wohl auch - wieder - eine Aufarbeitung fällig sein. In der anderen Doppelhaushälfte hat sich letztens auch was getan, meine ich.

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