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Samstag, 20. Februar 2021

Projektvorstellung: Schreibtisch - Teil 8

 Es fehlten noch die Dübelbohrungen für die Hirnleisten.

Zuerst in den Hirnleisten selbst.

Anzeichnen ...












... und Bohren. Damit´s möglichst senkrecht wird unter Zuhilfenahme einer Führung. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diese Bohrungen mussten nun noch auf die Tischplatten übertragen werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auch wenn es unterm Tisch keiner wirklich sieht, die Fasen der Hirnleisten habe ich zu den Platten hin auf Null auslaufen lassen. 
 
 
 








Gefast hatte ich vorher mit der MFK 700.













Kleine Resthölzer sorgten für Ausrissfreiheit und begrenzen an manchen Stellen den Fräsbereich.












Für etwas Bewegungsspielraum, bekamen die Platten leichte Langlöcher.
 
 

 

 

 

 

 

 Nun war es Zeit in der Werkstatt etwas Platz zu schaffen. Die Tischplatten waren ja soweit vorbereitet, dass nur noch die Oberflächenbehandlung fehlte, um sie montieren zu können.

Der Endschliff erfolgte per Hand, dem ETS 150 und dem Festool Kantenschleifer. Die unterschiedlichen Schleifmittel und Körnungen lagen auf der Hobelbank bereit.

 

 

 

 

 

Die Sichtflächen wurden vorher mit Bleistift schraffiert, um evtl. Macken beim Schliff erkennen zu können. Trotz Absaugung ist es empfehlenswert, nach jeder Körnung, die Oberfläche zu säubern. Gelöste Schleifpartikel, Reste des letzten Schleifgangs, können ansonsten unschöne Spuren beim nächst feineren Durchgang hinterlassen.
 
 
 
 
 
 
Für die Tischflächen wollte ich eine Beschichtung, die zwar anfeuert, aber kein Farbstich erzeugt (Daher fiel Leinöl als Inhaltsstoff aus), die robust ist, sich aber noch nach Holz anfühlt. Zudem sollte sie keine allzu lange Trockenzeit aufweisen. Nach Beratung mit Complex Farben, habe ich mich für deren Hartölwachs als ersten Auftrag und anschließend vier dünne Schichten des Hartölwachs Strong entschieden. 
 
 
 
 
 
 
Strong ist robuster, Hartölwachs normal dringt aber tiefer ins Holz ein. 

Sonst habe ich ja meistens Öl mit Schwämmen aufgetragen, bei den großen Flächen habe ich diesmal etwas anderes versucht, verteilen mit einem Teigschaber. Das funktioniert erstaunlich gut, die Finger bleiben sauber und es bleibt auch kein nicht nutzbarer Rest des Öls im Schwamm zurück. Für Flächen ne wirklich gute Alternative zu Schwamm oder Pinsel, bei Kleinteilen taugt das natürlich nicht.




Die einzelnen Schichten habe ich immer mit dem Exzenter eingepaddet. Das Hartölwachs mit einem grünen Pad und die dünnen Schichten des Strong, mit einem Weißen. Einmassieren ist auch eine Empfehlung von Complex.









Nachdem 2 + 4 Schichten aufgetragen waren, konnten die fertigen Teile aus der Werkstatt. Sie stehen jetzt in der Wohnung und harren der Beine die da kommen.

Als nächstes waren die Dübel an der Reihe. 
Einfache Holzdübel für die Hirnleisten wollte ich nicht. Zu Nussbaum passt Messing sehr gut.

Also 2 m Messing in 8 mm gekauft und daraus Rohlinge abgetrennt.
(Das hier ist nur ein Teil der benötigten Dübel) 











Damit es rationeller geht, hatte ich dafür eine Vorrichtung aus allerhand Resten gebastelt, welche die Länge bestimmt und der Trennscheibe als Führung dient.










Die Teile wurden dann noch auf der Tischbohrmaschine mittels Feilen begradigt ...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
...und eine Seite bekam eine kleine Fase, damit sie sich leichter in die Bohrungen schlagen lassen.


 

 

 

 

 

Die Sichtseiten wurden mühevoll mit der Quadrill bis 1500 hochgeschliffen und anschließend poliert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Glänzt.








- Ende Teil 8, Fortsetzung folgt -


Kommentare:

  1. Das sieht sehr gut aus – der Tip mit den kleinen Hölzchen zum Begrenzen und ausreissen ist gut und oft vergisst man das.

    Was für eine Bohrhilfe ist das?

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