Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Freitag, 7. Oktober 2011

Neues aus der Werkstatt - Neue Werkzeugwand

Was letztends mit der Wand für Meßwerkzeuge angefangen hat, wurde heute mit der Fertigstellung der neuen Wand für die normalen Holzwerkzeuge beendet.
Die komplette Meßwerkzeugwand hatte ich ja an einem Samstag fertig, der Bau einiger Halterungen für diese Wand war doch deutlich aufwändiger und hat dementsprechend länger gedauert.

Zuerst habe ich wieder die Position der einzelnen Werkzeuge ausgetüftelt und anschließend mit dem Bau der einzelnen Halterungen begonnen. Die Halter bestehen wie zuvor aus Buchenholz.











Etwas "Besonderes" sind die beiden Halter für die Stanley Einhandhobeln. Es galt drei Fliegen mit einer Klappe schlagen, relativ einfach herzustellen, einfache Entnahme der Hobeln + sicherer Halt. Wenn eine der Beiden auf den Betonboden knallt, wärs nicht so gut.
Für den sicheren Halt habe ich wieder auf die Starken Magnete zurück gegriffen, die auch die beiden Wände an ihren Platzen halten. Auch diese Wand hängt wieder, nur durch die Kraft des Magnetismus gehalten, an dem Werkstattregal.
Mit der Oberfräse habe ich, auf der Rückseite der Halter Vertiefungen ausgefräst, in denen später die Magnete sitzen. Die Magnete habe ich mit PU Leim eingeklebt und damit ich sofort weiter bauen konnte zusätzlich mit Heißkleber fixiert. Um die Haltekraft zu bestimmen, die Hobeln sollen ja weder rausfallen noch bombenfest hängen, habe ich an einem Brett gleicher Stärke, Probefräsungen durchgeführt. Immer ein Millimeter tiefer, bis ich zufrieden war.






Und das alles hier muß an dieses kleine Brett:















Simsalabim und fertig!

















Hier noch ein paar Detailaufnahmen:

 























Die kleine Veritas Grundhobel ist erst später dazu gekommen. Eigentlich sollte sie schon von Anfang an, mit an die Wand, aber ich bin ab und an vergeßlich, sodass ich sie bei der Planung der Positionen und auch später beim Anschrauben der ersten Halter schlichtweg vergessen habe. Aus dem Grund ist die Position dieses Halters nicht ganz so optimal.

 



Zum Abschluß habe ich beide Wände samt den Halter noch 2x mit Leinölfirnis behandelt. 

Samstag, 1. Oktober 2011

Neues aus der Werkstatt - Neue Meßwerkzeug"wand"

Böse Zungen behaupten, "nichts hält so lange wie ein Provisorium". Da ist auch sehr oft was wahres dran. 

Damit es jetzt einfach schnell funktioniert, fummelt man, husch husch, was zurecht und nimmt sich vor, das ganz später noch einmal in "Schön" zu bauen. Entweder wirds seeeeeehr viel später oder das Provisorium bleibt für immer. Es ist zwar nicht schön, erfüllt aber seinen Zweck.

Genau mit dem Gedanken habe ich auch die beiden Werkzeugwände aus den Türen eines alten Schrankes gebaut. Ich wollte damals JETZT und SOFORT die wichtigsten Werkzeuge griffbereit aufhängen, hatte aber weder einen genauen Plan noch das richtige Material. Also kurzerhand zur der schwarzen Spannplatte gegriffen, Metallwinkel, Edelstahlschrauben und die schönen rot/schwarzen Werkzeughalter hervor gekramt und Attacke! Funktioniert haben die Werkzeugwände eigentlich ganz gut, nur die Optik und das verwendete Material passte nicht richtig in eine Holzwerkstatt. Zudem möchte ich jetzt das Sortiment der aufgehängten Werkzeuge etwas abändern. Manche Teile die dort hängen brauche ich selten und wichtige liegen in der Schublade und sind nicht griffbereit.

Direkt nach dem das Projekt Vogelhaus mit dem Aufstellen im Garten beendet war, habe ich mir vorgenommen "Jetzt machste die Wände richtig". Ab in den nächsten Baumarkt und zwei 18mm OSB-Platten gekauft. Nebenbei bemerkt, ein sehr gutes Timing, weil die Gitterbox mit Holz und Plattenresten frisch gefüllt wurde. So durfte mein treuer Lastesel nicht nur die beiden OSB-Platten nach Hause transportieren, sondern noch eine bunte Mischung an kleinerern OSB, Spann-, MDF und Leimholzplatten.

Heute früh wurden die OSB-Platten dann mit der SP 6000 auf die benötigten Maße gesägt und ich habe mit der Meßwerkzeugwand angefangen.
So soll´s mal werden
Zuerst alle Werkzeuge die aufgehängt werden sollen, zusammengesucht und dann möglichst optimal auf der Platte verteilt. Da ich noch einen ganzen Schwung Dachlatten habe, wollte ich eigentlich daraus die Halter für die einzelnen Werkzeuge bauen. Ich habe mich dann aber umentschlossen und Buche genommen. Ist doch besser, schöner, stabiler.... In der Werkstatt lagert noch einiges an kleinen Resten, die eigentlich zu schade zum verfeuern sind. Nach kurzer Sichtung sollte es dicke für alle benötigten Halter langen.






Die Aktion sollte eigentlich auf ein paar Abende verteilt werden, aber es "flutschte" heute so gut, dass die Meßwerkzeugwand schon fertig ist.

Fast alle Halter habe ich "aus dem Vollem" auf der PK 255 hergestellt. Gemessen, direkt eingestellt und genutet oder gesägt. So ging es Halter für Halter ziemlich zügig voran. Ab und an mußte ich etwas mit der kleinen Simshobel nacharbeiten. Die Kanten wurden alle mit der Einhandhobel angefast.

 























Die Ausnahmen bilden die Halter für das Streichmaß, das Anreißmesser und die Ablage für Stifte.
  • Der Streichmaßhalter hat ein 20mm Loch, das ging auf der TKS schlecht.
  • Das Anreißmesser steckt in einem Block. Mangels 3mm Stemmeisen konnte ich den Schlitz für die Klinge nicht stemmen, statt dessen habe ich ihn mit einem 3mm Holzbohrer auf der Standbohrmaschine langlochbohrmaschinenmäßig "gefräst" und dabei den Bohrer abgebrochen. Naja etwas Schwund gehört dazu.
  • Die Ablage besteht aus drei miteinander verklebten Einzelteilen.


 
So und das ist die fertige Wand. Sie hängt wie die erste Version wieder mit starken, rückwärtig angeschraubten Magneten an der Blechverkleidung der Heizung.


 Nächste Woche werde ich das gleiche Spiel dann mit der anderen Werkzeugwand machen, so dass auch Stemmeisen, Klüpfel und Konsorten ein schönes neues Heim bekommen.


PS: der kleine Powermaxx 12 überrascht mich immer wieder aufs Neue. Den Ausschnitt in der Stifteablage hat der Zwerg im 2. Gang mit einem 40mm (!!!)  Kunstbohrer gebohrt. In Buche wohlgemerkt. Gequält hat er sich nicht dabei.


Freitag, 30. September 2011

Projektvorstellung: Vogelhaus Teil 5

  Der Bau Teil 5

 Der Ständer

Endspurt - Der letzte Bauabschnitt steht an. Die Konstruktion des Ständers. Aber wie eigentlich schon bei dem ganzen Projekt, hatte ich wieder keinen genauen Plan wie ich den Ständer konstruieren wollte. Er sollte nur klappbar und damit er nicht wackelt dreibeinig sein.
Da die Kosten durch den Kauf der Dachschindeln, schon den angedachten Rahmen gesprengt hatten, wollte ich keine neuen Kanthölzer kaufen um den Ständer massiver zu bauen. Ich habe dann die noch vorhandenen Hölzer aufgetrennt und auf ein Maß von 35x35mm gehobelt. Anfangs hatte ich bedenken die Beine könnten zu dünn sein, aber wenn ich mir jetzt das fertige Stück und die Proportionen anschaue, wird das schon halten.

Hobeln des Sockels
Um das Vogelhaus im Sommer besser verstauen zu können, sollte der Ständer vom eigentlichen Haus getrennt werden können. Folglich konnte ich die Beine nicht direkt an die Grundplatte befestigen sondern auf eine eigene Platte, die dann wiederum als Sockel für das Vogelhaus nebst Grundplatte dient.
Der Sockel besteht wieder aus einem gehobelten Stück der Terassendielen.








Anmerkung zum Bild: Normalerweise steht die Hobelmaschine beim Betrieb auf so einer
klappbaren Werkbank und ist mit Zwingen fixiert. Da ich aber nur das knapp 1/2m lange
Brett hobeln wollte,habe ich die Maschine einfach auf die Werkbank gestellt. 
Da die Woodster ziemlich ruhig läuft, blieb sie auch genau da stehen, wo ich sie hingestellt hatte.

Die drei Beine haben wie gesagt einen Querschnitt von 35x35mm und sind 900mm lang. Ein Ende habe zur besseren Auflage auf dem Boden abgeschrägt und das andere mit einem 17,5mm Radius versehen. Da Douglasie relativ weich ist, habe ich den Radius einfach mit einem Zirkel angerissen, den Bandschleifer mit einem 80er Band auf der Werkbank montiert und schon waren die Enden schnell abgerundet.

Die Füsse
Die Gelenke
Das Material für den Ständer

Anschließend noch der letzte Feinschliff. Dabei kamen zum ersten mal meine neuen Festool Spannelemente zum Einsatz. Bis jetzt habe ich solche Leisten meistens mit den Bessey Schraubspanner bearbeitet. Dies hieß jedoch nach jeder Seite die Maschine weglegen und die Teile wenden. Mit den Festool Teilen ist das Vergangenheit. Ich halte einfach die laufende Maschine weiter in einer Hand und mit der anderen drehe ich die Werkstücke um und spanne sie wieder fest. Die Spannelemente lassen sich wunderbar und schnell mit nur einer Hand bedienen.














Zuerst wollte ich die Beine einfach mit kleinen Metallwinkeln an der Sockelplatte befestigen. Aber als "echter Woodworker" habe ich dann doch von dieser Schnelllösung Abstand genommen und sechs kleine Hölzer angefertigt, die später als Lager für die Beine dienen sollen. Diese Lager sind wieder aus einem Rest Kantholz entstanden. Ich habe eine 20x35mm Leiste gehobelt und von dieser auf der Tischkreissäge 50mm lange Klötze abgesägt. Je zwei mit Kreppband zusammengeklebt, ein 8mm Loch durch, anschließend die Ecken angefast und zum Abschluß die Klötze noch mit dem kleinen Schwingschleifer geschliffen.














 Weiter ging es mit der Sockelplatte. Nochmal kurz mit der Juuma No. 4 trüber und die Positionen der Löcher und der Lagerklötze angezeichnet. Die Löcher auf der Standbohrmaschine gebohrt, Spaxe und Kleber her und fertig war der Sockel mit den Lagern für die Beine. Damit die Klötze nicht reissen, hab ich die Schraubenlöcher vorgebohrt. Tja dumm, wenn das Bohrfutter der Standbohrmaschine von 3-16mm geht, man aber 2mm Löcher bohren will. Der Powermaxx 12 lößte aber dieses "Problem".














Das ganze dann mit langen M8er Edelstahlschrauben und selbstsichernden Muttern zusammen geschraubt - Fertig!














Damit die Beine nicht völlig nach außen umklappen, wollte ich zuerst an den Sockel Anschläge bauen. Da der Hebel der Beine aber doch recht lang ist und ich die Spreizung der Beine später nicht mehr variieren kann, habe ich von dieser Lösung Abstand genommen. Verwendet habe ich jetzt eine 8mm Schnur, die auf halber Beinhöhe durch Bohrungen läuft. Die Enden habe ich etwas länger gelassen und nur mit Schlauchschellen fixiert. So kann später immer noch die Höhe bzw. die Standfestigkeit verändert werden.

Der Ständer wird mit vier M6er Schrauben und Muttern dann an der Grundplatte des Vogelhauses befestigt.

Ja und schon bin ich am Ende der Geschichte und dem Projekt "Vogelhaus" angelangt. Der Bau hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe Ihr hattet auch etwas von diesem beim Lesen dieser Projektbeschreibung. Vielleicht ist dies auch eine Inspiration für ein eigenes kleines Projekt, bei dem ich Euch jetzt schon viel Spaß und "gut Holz" wünsche.


Happy End

Hier jetzt noch drei Bilder des fertigen Objekts:

























Donnerstag, 29. September 2011

Das dynamische (Schraub-)Duo - Metabo BS 18 LTX Quick und Powermax 12 Pro


1895 baute Wilhelm Emil Fein die erste elektrische Handbohrmaschine. 
1923 wurde unter dem Namen METAllBOhrdreher von Albrecht Schnizler die erste elektrische Bohrmaschine in Nürtingen gebaut und war der Grundstein zu den heutigen METABO Werken.
Eine elektrische Bohrmaschine ist im Prinzip aus keinem Haushalt wegzudenken. Selbst die jenigen, die mit Handwerken nichts am Hut haben, eine Bohrmaschine findet sich bestimmt auch in deren Haushalt, wie sonst soll das berühmte Bild oder Regal an die Wand. Von Hammer und Nagel mal abgesehen. Dabei handelt es sich im Prinzip um nichts anderes, als einen Motor mit angeflanschtem Getriebe mit vorne einer Spannvorrichtung dran, die sich beim Betrieb einfach nur dreht. Achja mindestens einen (Hand)griff hat das Gebilde auch noch.

Die Geräte um die es in diesem Artikel geht, sind die nächsten Verwandten der gemeinen Handbohrmaschine, je nach dem wie man es sieht, auch die nächste Generation. Dem schnurlosen akkubetriebenen Bohrschrauber. Eine elektrische Handbohrmaschine ohne Schnur. Was den Akku(bohr)schrauber weiter von der normalen Bohrmaschine abgrenzt, ist das Vorhandensein einer Drehmomentvorwahl und einer Funktion, welche die Spindel sofort nach loslassen das Gasgebetasters stoppen läßt. Durch diese zusätzlichen Funktionen, eignet sich dieses Gerät nicht nur zum Bohren, sondern auch für vielerlei Schraubaufgaben, die mit einer normalen Netz-Bohrmaschine schwer oder gar nicht zu bewältigen wären.

Auch diese Gerätegattung hat einige Entwicklungstufen in unserer/meiner Werkstatt hinter sich gebracht. Angefangen mit einer Makita Maschine die nur Ein/Aus und Links/Rechts konnte. Ein Zahnkranzbohrfutter hatte das gute Stück auch noch. Danach zwei Modelle aus dem Lebensmitteldiscounter, einem Ryobi ONE+ (für sein Geld eine gute Maschine) und (fast) zum Schluß einen 18V Makita BHP 452. Zu dem Makita habe ich mir am Anfang meiner "Holzkarriere" noch eine Akku Handkreissäge gekauft. Neben diesen Geräten gab es aus dem Ryobi ONE+ Programm noch eine Winkelbohrmaschine + Säbelsäge, die Akkus allerdings alte NI-CD Zellen. 
Es kam wie es kommen mußte, die NI-CD Zellen gaben nacheinander den Geist auf, da zu selten genutzt, nebenbei erführ ich durch die "einschlägigen" Foren, dass mein Makita, nicht die Ausgeburt an Qualität und Zuverlässigkeit sein sollte. Berichten zu folge, sollte es Probleme mit durchgebrannten Motoren und defekten Getriebe geben, da diese wohl nur zum Schrauben im 1. Gang konzipiert waren. Bis auf eine etwas nachgiebige Spindelblockierung konnte ich "noch" keinen Defekt an meinem Makita verzeichnen. Da ich aber die Winkelbohrmaschine öfters nutzte, galt es eine Entscheidung zu treffen. 
Diese sah im Endeffekt so aus: Alle Ryobi Geräte, sowie den BHP 452 und die Handkreissäge (wurde eh durch die SP 6000 ersetzt) wurden verkauft. 

Metabo BS 18 LTX

An deren Stelle trat ein Metabo BS 18 LTX Quick mit zusätzlichem Winkelgetriebe. Der BS 18 LTX ersetzte somit den Makita und Ryobi Schrauber sowie die Ryobi Winkelbohrmaschine.
Vom optischen Eindruck her ist der BS 18 LTX wertiger gebaut als der Makita BHP 452. Alle Passungen sind top, keine Kanten der Gehäuseteile stehen über (beim Makita hatte ich deswegen schon Blut vergossen), die Bedienelemente lassen sich leicht betätigen und haken nicht. Was zwar eigentlich vernachlässigbar ist, aber ich doch noch einmal erwähnen wollte (hatte dies an anderer Stelle schon einmal getan), ist der Sound der Metabo Maschinen. Auch der BS 18 LTX klingt irgendwie wertig, er hat einen ganz eigenen Klang, völlig anders als alle anderen Akkuschrauber die ich bis jetzt gehört hatte.
Der BS 18 LTX ebenso wie das ASC 15 Ladegerät werden in Deutschland produziert. Die Motoren wurden von Metabo entwickelt und werden nach deren Spezifikationen bei Johnson gefertigt. Die Motoren verfügen über eine Aufnahmeleistung von 900W, ob dies mit Akkus letztenendes möglich ist, ist ein anderes Thema (Ein Beweisvideo bei Youtube bescheinigt einem Makita etwas über 700W an Aufnahmeleistung, allerdings bei starkem Einbruch der Akkuspannung, ob die 900W beim Metabo wirklich möglich sind, weis ich nicht).
Gegenüber dem Makita verfügt der BS 18 LTX über ein 2-Gang Getriebe mit Aluminiumgehäuse. Dank 43mm Hals, läßt sich der Schrauber auch in Bohrständer etc. einsetzen.
Als Besonderheit verbaut Metabo bei den LT(X) Geräten die Drehmomentvorwahl VOR dem eigentlichen Getriebe. dies sorgt für einen viel größeren Drehmomentbereich, als bei der auf dem Markt üblichen Bauweise mit hinter dem Getriebe angeordneter Drehmomentkupplung. So verfügt jeder Gang über einen eigenen Drehmomentbereich. Der BS 18 LTX verfügt auch über eine automatische Abschaltung beim erreichen des eingestellten Dremoments. Dies geschieht zwar nicht so elegant wie bei den aktuellen Festoolgeräten mit Brushless Motoren, aber nach einem kurzem Ansprechen der Rutschkupplung schaltet auch die Metabo Elektronik den Motor ab und läßt den Schrauber kurz "fiepen". Diese Elektronik überwacht den kompletten Schrauber und schaltet bei Überlastung des Motors oder Akkus die Maschine ab um eine Beschädigung zu verhindern. Zum Weiterschrauben muß der Gasgebetaster erst losgelassen werden. Über eine LED Beleuchtung verfügt der BS 18 LTX natürlich auch. Tippt man den Taster leicht an, leuchtet eine weiße LED im Akkufuß auf. Diese Position finde ich besser, als unterhalb des Bohrfutters, da es so zu weniger Abschattung durch die eingespannten Werkzeuge kommt.
Dem BS 18 LTX liegen zwei 3.0 Ah Lio Akkus bei, so dass auch für langes Schrauben genügend Reserven vorhanden sind. Die Akkus sind außerdem mit einer Kapazitätsanzeige ausgestattet und Metabo ist neben Festool der einzige Hersteller, der 3 Jahre Garantie auch auf die Akkus gibt. Laut einem Test der Stiftung Warentest gingen in die getesteten Akkus von Metabo die Kapazität rein, die auch angegeben wurde, bei Makita war dies u.a. nicht der Fall.
Die Ladedauer hab ich bis jetzt immer noch nicht gemessen, liegt aber bei einer gefühlten 3/4 Stunde.

Als Gimmick verfügt der BS 18 LTX über eine "IMPULS" Funktion. Ist diese aktiviert und man startet den Schrauber, schalter der Motor gepulst ein und aus, dadurch sollen sich feste Schrauben besser lösen lassen und anbohren von glatten Flächen soll leichter gehen. Ich nutze die Funktion aber nicht. Kann deswegen dazu nichts sagen.








Was den BS 18 LTX jetzt zum QUICK macht, ist die Möglichkeit, blitzschnell die Werkzeugaufnahme zu wechseln. Ähnlich dem FastFix-System von Festool. So kann man auch mit nur einer Maschine innerhalb einer Sekunde vom Bohren zum Schrauben wechseln. Schnellspannbohrfutter mit Bohrer ab, Bitaufnahme (übrigends von Wera) mit passendem Bit an den Schrauber gesteckt fertig. Um die Aufnahmen zu wechslen, muß nur der rote Ring nach vorne gezogen werden und damit sind diese entriegelt und lassen sich ab nehmen oder aufsetzten.

 









  


Ebenso verfügt die Spindel auch über eine direkte 1/4" Bitaufnahme, die obendrein noch magnetisch ist. So bekommt man einen extrem kurzen Schrauber für beengte Verhältnisse, dies wird noch durch die eh schon kurze Gehäuseforrm der LT(X) Schrauber verstärkt.
Das Schnellspannbohrfutter ebenso wie die Bitaufnahme, sitzen absolut spielfrei auf der Spindel, es gibt sogar ein leicht schmatzendes Geräusch, wenn man eines der Teile entfernt, was verdeutlicht wie eng die Fertigungstoleranzen an dieser Stelle sind.




Geliefert wird der Schrauber in einem großen Koffer, der noch reichlich Platz für weiteres Zubehör bietet, aber aus etwas dünnem Kunststoff besteht. Ich hab noch ein HSS Bohrerset und das unten gezeigte Bitset im Koffer verstaut und es ist immer noch Platz.

Ich habe ja den BS 18 LTX im Set mit dem Winkeladapter gekauft, dieser wird auf den 43mm Hals gesteckt und per Exzenterhebel fixiert. Ist der Winkeladapter montiert, verwandelt sich der BS 18 LTX in eine Vollwertige Winkelbohrmaschine mit der Metabo QUICK Aufnahme, so dass sich dort wiederum das Schnellspannbohrfutter und der Bitadapter ansetzen lassen. Auch der Winkeladapter hat eine magnetische Bitdirektaufnahme.

 













Ich habe den Schrauber jetzt schon einige Monate im Gebrauch, aber bis auf das etwas hohe Gewicht und Spiel im Bithalter kann ich nichts an der Maschine bemängeln. Der Schrauber funktionert bestens, das QUICK System ist äußerst praktisch und ich nutze es oft, die Akkus halten gefühlt "ewig" und das Drehmoment (Werksangabe 42NM) ist schon gewaltig, kein Wunder, dass Metabo einen zweiten Handgriff beilegt.


Bild vom ASC 15 Air Cooled Ladegerät - Selbst dieses ist "Made in Germany"

Metabo Powermaxx 12 Pro

Der Metabo BS 18 LTX Quick ist eine super Maschine, doch für manches ist er doch etwas zu groß und schwer. Und z. B. bei Arbeiten, wo nicht nur gebohrt und geschraubt, sondern auch noch gesenkt werden muß, ist man froh, wenn man noch ein Akkuschrauber hat.

Da ich mit dem BS 18 LTX absolut zufrieden bin, habe ich mich entschlossen ihm einen kleinen Bruder zur Seite zur stellen. Den Metabo Powermaxx 12 Pro. Der Powermaxx 12 (wofür die 12 steht, keine Ahnung) ist ein 10,8V Schrauber mit Wechselakkus und 14Nm Drehmoment (zum Vergleich der BS 18 LTX hat 42Nm). Auch beim Powermaxx 12 läßt sich das Schnellspannbohrfutter gegen eine Bitaufnahme oder einen Winkeladapter tauschen. Allerdings nicht wie beim LTX Quick per QUICK, sondern das Bohrfutter muß abgeschraubt werden.Der Powermaxx 12 verfügt aber ebenfalls über eine Bohrspindel mit Bitdirektaufnahme und Magnet. Läßt sich die fehlende Quickaufnahme an der Maschine selbst noch verschmerzen, fehlt sie am Winkeladapter doch sehr. Für das Bohrfutter liegt ein Adapter bei, aber dieser wird genau wie eine Schnellwechselbitaufnahme nur in einen 1/4" Sechskant gesteckt und eiert merklich vor sich hin. Bohren ist so eigentlich nicht möglich. Dafür kommt man mit in den Winkeladapter direkt eingesetztem Bit an Stellen, bei denen man selbst per Hand mit einem Vergaserschraubendreher wenig Chancen hätte. Man sieht es hat alles zwei Seiten. Beim kleinen Festool CSX ist dies alles natürlich besser gelöst, aber wenn man sich dann mal die Preise beider Geräte ansieht, wird klar dass man bei manchen Sachen und Funktionen halt Abstriche machen muß. 

Abstriche muß man aber meiner Meinung nach nicht bei der Qualität des Powermaxx 12 machen. Die Verarbeitung der Maschine, ebenso das Zubehörs sind absolut OK und auch wieder besser als bei meinem alten Makita.
Auf dem ersten Blick, sieht der Griff etwas globig aus, da der Akku nicht unter dem Griff "hängt" sondern eingeschoben wird, dies täuscht aber, der Schrauber liegt super in der Hand.
Auch der Powermaxx 12 verfügt über eine LED Beleuchtung. Wie beim BS 18 LTX reicht ein Antippen des Gasgebetasters und die Beleuchtung wird aktiviert. Allerdings sitzt die LED unterhalb des Bohrfutters, so dass es bei größeren Werkzeugen zu Abschattungen kommt.
Wie beim BS 18 LTX verfügt auch der Powermaxx 12 über eine Elektronik die sowohl den Motor, als auch den Akku überwacht und bei Überlast abschaltet.


Der Powermaxx 12 wird in einem stabilen Kunststoffkoffer geliefert. In diesem hat jedes Zubehörteil seinen festen Platz, so rappelt nichts hin und her. Trotzdem ist noch Platz für eigene Kleinteile.

Geliefert wird der Powermaxx 12 Pro mit zwei 10,4 V 1,5Ah Stunden Akkus. Das Laden dauert ca. eine halbe Stunde. Weiter gehört zu der Pro Variante, der Koffer, Schnellspannbohrfutter, Winkeladapter, Bitaufnahme und ein einfacher Satz gängiger Bits in einer kleinen Plastikbox.

Was ich etwas komisch fand, an der ganzen Maschine wird nicht erwähnt, wo sie gefertigt wird. Laut Aussage des Metabo Kundendienst, wird die Powermaxx 12 Serie im Metabo eigenen Werk in Shanghai produziert, also nicht von irgendwelchen chinesichen Herstellern zugekauft.
Für seine Größe und den nur 14NM Drehmoment hat der Powermaxx 12 aber für fast alle Aufgaben genug Power, was natürlich auch an dem Zweiganggetriebe liegt. 25mm Löcher mit einem Kunstbohrer in Buche sind im 2. Gang kein Problem.


Nachtrag:

Beim Bau der Werkzeugwände wollte ich es mal wissen. Schafft der Powermaxx 12 auch ein 40mm Loch in Buche. Tja kein Thema. 2. Gang, nicht mal Vollgas und das Loch war im Brett. Ohne den Schrauber zu quälen.
















Metabo Promotion Bitset

Zur Abrundung habe ich noch dieses Bit Set aus der Metabo Promotion Reihe gekauft. Wichtig an dem 52-tlg. Set waren mir die langen Bits in den Standardgrößen. Die Bits sind aus S2 Stahl und stammen meiner Meinung nach (optisch absolut gleich) von Projahn. Wer die wirklich fertigt, konnte ich nicht herausfinden.
Ich bin sehr angetan von den Bits, obwohl ich den PZ2 schon häufig genutzt habe, zeigt er so gut wie keine Abnutzungsspuren und das alles zu einem Preis von unter 30€.













Bezugsquelle:

Metabo Power Maxx BS Quick Pro

Metabo BS 18 LTX Quick

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