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Mittwoch, 25. Juli 2012

Projektvorstellung - Waschtisch Teil 6

Eigentlich wollte ich ja mit dem 6. Teil die Dokumentation abschliessen, aber es gibt doch noch etliche kleine Sachen zu tun. Damit dieser Beitrag nicht zu lang wird, wird es halt doch noch einen weiteren Teil geben.


Die Schiebetüren

Die Türen zu meinem Waschtisch bestehen aus dem gleichen Material, welches auch an meinem Nachttisch und dem Badezimmeraccessoire Verwendung fand. Dabei handelt es sich um weißes 3mm starkes Acrylglas mit Marmoreffekt.

Um das Material zu sägen, habe ich die TKS mit einem 60 WZ Sägeblatt ausgestattet.












Damit konnte ich einen recht sauberen Schnitt erzielen, den Rest erledigt später die Ziehklinge.












Einpassen der Schiebetüren.













Die Schiebetüren bekommen natürlich noch Griffe, aber ich weiß im Moment noch nicht so ganz wie die aussehen sollen.


Herstellen des Bodens

Als letztes Teil mußte nur noch der Boden gebaut werden.
Material für diesen, war aufgrund des Preises  einfaches keilgezinktes Leimholz. Leider hat den Platten die Luft in meiner Werkstatt nicht geschmeckt und sie wurden ziemlich krumm. 

Ich mußte die Platten nochmals auftrennen,...












...fügen....













...und neu verleimen.













Für den Grobschliff kam der kleine Rotex mit aktivierter Zwangsmitnahme zum Einsatz, da ein Hobeln bei dieser Art Leimholz ausfiel.
Mit 60er Körnung schafft der Kleine ordentlich was weg und muß deswegen mit starkem Arm geführt werden.








Nun konnte ich die Gratnuten fräsen.
Wie bereits angekündigt, bin ich diesmal anders vorgegangen: Ich habe ZUERST die Gratleisten auf dem Frästisch gefräst und erst danach die Gratnuten. Diese Reihenfolge war deutlich leichter. Durch die Feineinstellung des Führungsanschlages der OF1400 konnte ich die Gratleisten exakt einpassen.
Solange ich noch keine vernünftige Einstellung am Frästisch habe, werde ich diese Reihenfolge beibehalten.
Ein Nachteil hat diese Methode allerdings: Wenn die Gratleisten genau positioniert werden müssen, kann diese Technik nicht angewandt werden. Bei jeder Fräsung wandert die Position der Gratleiste natürlich jedes mal um das zugestellte Maß zur Seite.
Bei den Gratleisten für den Boden, war dies aber völlig egal.

Nachdem die Nuten gefräst waren, habe ich den Boden auf die entsprechenden Maße gesägt. Da die TKS als Ablage diente, kam die Tauchsäge zum Einsatz.








 

Zum Schluss noch zwei Ecken mit der Zinkensäge ausgeklinkt und fertig.





 






Die Gratleisten wurden noch abgelängt.













Damit auch unter dem Tisch alles fein ist, habe ich die Enden noch auf der Stoßlade bearbeitet. Ordnung muß sein. :)












Abschliessend wurden die Gratleisten auf den Boden geschoben und an der Vorderkante verleimt.











Eine Gratleiste darf nicht auf der ganzen Länge oder vorne und hinten verleimt werden, da sonst das Holz der Platte nicht arbeiten kann. Das ist ja der Vorteil einer Gratleiste, sie verhindert ein Werfen der Platte, läßt aber gleichzeitig das Holz noch arbeiten und da eine Gratleiste ja 90° zum Faserverlauf eingebaut wird, sind es schon einige Millimeter um die sich das Holz ausdehnen und schwinden kann.


Einbau des Bodens in das Gestell

Damit der Boden später im Waschtisch nicht wackelt, wird er vorne geführt.
Dazu habe ich die Auflageleiste des Bodens mit zwei Aussparungen für die Gratleisten versehen.

Den  Boden mit Gratleisten habe ich in das Gestell gelegt und die genaue Positionen der Leisten übertragen.











Danach kam die kleine Veritas Rückensäge und meine neue Grobet Laubsäge zum Einsatz.















Für die genaue Tiefe habe ich den kleinen Grundhobel bemüht.













So sieht das dann aus














und fertig.
























Im wirklich letzten Teil dieser Projektdokumentation, wird dann geschminkt und geheiratet.


1 Kommentar:

  1. Hallo Michael,

    ich bin seit kurzem ebenfalls glücklicher Besitzer des CXS Li 1,3. Habe bisher (schon über min. sechs Jahre) einen Kraft Akku-Schrauber benutzt. Hab mir lange überlegt mir den CXS zuzulegen, der ist aber bisher definitiv sein Geld wert wie die anderen Festoolwerkzeuge auch.

    Und ganz nebenbei, deine Seite gefällt mir sehr gut - Respekt!! V.a. die Seite über Fehleinkäufe find ich klasse, hab gleich meiner Freundind und Familie den Link geschickt.

    Schöne Grüße,
    Dominik

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