Jetzt fehlt noch etwas "fürs Auge", die Zierleisten aus Wenge.
Die
Oberfräse wurde mit einem 20mm Nutfräser bestückt und die Backen des
Parallelanschlages möglichst dicht an den Fräser gefahren...
Passend zu den Falzen habe ich dann noch zwei Wenge Streifen gehobelt.
Nach einem Hinweis von Timo,
bezüglich hohem Öl Anteil in Wenge, habe ich vor dem Verleimen die
Wengeleisten noch mit Alkohol entfettet. Bis jetzt hatte ich zwar damit
noch keine Probleme, aber bei einem Geschenk, sicher ist sicher.
Etwas Klebeband und etlichen Zwingen später waren die Wenge Streifen an die Anschlagleisten geleimt.
Mit dem No.4 Putzhobel habe ich dann noch die Überstände bündig gehobelt und die Anschlagleisten waren fertig für die letzten Arbeitsschritte, dem Anfräsen der Profile.
Die Unteren Kanten bekamen ein 5mm Radius angefräst ...
... wogegen die sichtbare Kante ein Karniesprofil bekam.
Da Wenge leicht zum Splittern neigt, habe ich die Frästiefe immer nur in Schritten von 2mm erhöht. Eine Beschädigung an dieser Stelle wollte ich auf jeden Fall vermeiden.
Die Unteren Kanten bekamen ein 5mm Radius angefräst ...
... wogegen die sichtbare Kante ein Karniesprofil bekam.
Da Wenge leicht zum Splittern neigt, habe ich die Frästiefe immer nur in Schritten von 2mm erhöht. Eine Beschädigung an dieser Stelle wollte ich auf jeden Fall vermeiden.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, Teile an denen gefräst werden muss, möglichst immer etwas länger zu lassen und erst am Schluß auf das entgültige Maß zu kürzen. Mir persönlich passieren Fräsfehler meist am Anfang oder am Ende.
Langsam nähern wird uns dem Ende und ich habe die Leimholzplatte auf das entgültige Maß geschnitten ...
Jetzt kam der große Moment, die Hirnleisten werden endgültig an der Platte angebracht.
... und gebohrt.
Danach habe ich die äußeren Bohrungen in den Dominos zu Langlöchern erweitert.
Mit einem scharfen Bohrer geht das auch sehr gut, indem man den Bohrer verkantet. Man muss nur acht geben, das Loch zwar länger aber möglichst nicht breiter zu machen. Sonst sitzt später die Hirnleiste nicht bündig an der Platte.
Die Hirnleisten wurden wieder an die Platte gesteckt und beides mit 6mm Dübelstangen verbunden.
Die äußeren Dominodübel stecken nur lose in der Platte und werden nur durch die Dübel gehalten, lediglich der mittlere Dominodübel wurde eingeleimt.
Die Überstände der Dübel habe ich abgesägt und mit einem Stecheisen verputzt.
Dann noch die Überstände der Leisten mit der Feinsäge abgesägt ...
... und alles bis Korn 400 geschliffen.
Alles soweit fertig, es konnte geölt werden.
Da ich bei meinen anderen Schneidbrettern gute Erfahrung mit dem Festool HD Öl gemacht hatte, habe ich es auch hier wieder verwendet.
An der Maschine sollte die Drehzahl deutlich reduziert werden, sonst spritzt das Öl und es gibt Sauerei.
Den Ölauftrag habe ich am nächsten Tag noch einmal wiederholt.
Und damit war das Schneidbrett fertig.
Und damit war das Schneidbrett fertig.
Hallo Micha,
AntwortenLöschenich hoffe die Freundin/der Freund weiß Deine Arbeit zu schätzen. Das Schneidbrett ist nach allen Regeln der Tischlerkunst gefertigt. Gefällt mir. Ist das HD Öl von Festool lebensmittelveträglich ?
Die Wenge Details gefallen mir besonders in Verbindung mit der Hirnleiste.
Bis demnächst
Gruß Andi
Hi Andi,
Löschentja das hoffe ich auch.
Das HD ÖL hat die DIN EN 71, Teil 3 Zulassung, daher sehe ich da keine Bedenken.
Grüße
Micha
Hallo Michael,
AntwortenLöschendas Schneidbrett sieht sehr gut aus. Fast zu schade für die Küche und den täglichen Gebrauch. Aber nur fast.
Ich hoffe die zukünftigen Nutzer werden dich entsprechend bewirten und dir zeigen, dass das Schneidbrett auch richtig eingesetzt wird.
Gruß
Heiko
Das Schneidbrett sieht super aus! Der Beschenkte weiß es bestimmt zu schätzen, dass du das komplett selbst gemacht hast. Liebe Grüße, Juliane von "Mach mal"
AntwortenLöschenHallo Michael,
AntwortenLöschenGlückwunsch zum Brett! Aufwändiger sind nur noch Hirnholzbretter ;-)
Grüße
Timo