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Sonntag, 30. Juni 2019

Neuzugang in der Werkstatt: Bosch GAM 220 MF Winkelmesser

Elektronische Meßgeräte sind ja immer so ne Sache, von daher habe ich etwas gewartet und den Winkelmesser nun schon über ein 1,5 Jahre in Benutzung. 

Daher erfolgt nun die Produktvorstellung zum Bosch GAM 220 MF.













Der Winkelmesser kommt in einer praktischen und stabilen Tragetasche mit Handgriff und Umhängefunktion.
Im inneren ist noch ein separates Fach für die Schenkelverlängerung.









Alles an der Tasche macht einen sehr stabilen Eindruck, inkl. dem Reißverschluss.











Betrieben wird der GAM 220 MF mit vier AA Mignon Batterien. Bei mir sind jetzt immer noch die ersten drin. Angegeben ist er mit einer Laufzeit von 80 Stunden pro Batteriesatz. 










Und wo wir schon bei Technischen Daten sind, der Winkelmesser ist 400 mm lang, wiegt 1,3 kg, misst bis 220° mit einer Genauigkeit von +/- 0,1° und ist nach IP 54 geschützt.

Im Kopf befinden sich zwei Libellen, so kann der GAM 220 MF auch als kurze Wasserwaage dienen.











Diese und auch die Hauptbedienelemente + Display sind sowohl im geschlossenen Zustand als auch (natürlich) offen abzulesen und zu erreichen. 










Die Libellen sind nicht ganz so leuchtend wie die z.B. von Stabila. Beide arbeiten aber genau, da gibts nichts zu tadeln.











Zudem kann es bei Stößen vorkommen, dass sich die Blase teilt. Kurzes Klopfen löst zwar das Problem, ist mir aber bei Stabila noch nie passiert.










Wenn ich schon beim Meckern bin, hier noch meine letzten Kritikpunkte:

Der GAM 220 MF arbeitet erst ab einem gewissen Winkel verlässlich. Winkel ca. <2° werden nicht oder nicht verlässlich angezeigt.










Zudem fehlt mir eine REF Funktion, also eine Nullung der Anzeige.
Und was ich vermisse, was bis jetzt aber nicht relevant war, da dies lt. Bosch intern und automatisch passiert, es gibt keine Möglichkeit, den Winkelmesser manuell zu kalibrieren. 

Er arbeitet zwar bis lang zuverlässig und absolut genau, aber besser eine Funktion haben und nicht brauchen, als anders rum.











Am anderen Ende befindet sich die große Knebelschraube um den Winkelmesser mechanisch festzustellen. Da reicht auch schon eine geringe Kraft und es verstellt sich mal so eben nichts mehr.










Die Schenkelverlängerung wird oben auf das Aluprofil geschoben und kann im Prinzip auch immer montiert bleiben, da es so etwas wie eine Transportstellung gibt.










Die Hauptfunktion der Schenkelverlängerung ist das Messen von Außenwinkeln. An Treppenstufen, Fenstersimsen, ... sind sonst die 40 cm zu lang.
Aber dran denken, der Messwert muss von 180° abgezogen werden.









Die untere Kante des GAM 220 MF kann zum anzeichnen genutzt werden, ...












... die innere dagegen weniger, da es im Bereich des Elektronikbausteins einen Versatz gibt. Das ist etwas suboptimal.











Ansonsten liegt das Bedienfeld zurückgesetzt und der Bosch kann auch auf dieser Seite auf ein Werkstück angelegt werden. 

Ach ja und wer es wissen will, der GAM 220 MF kommt aus Fernost. 












Bosch halt. Ein international tätiger Konzern. ;)

Die Bedienung gibt im Grunde keine Rätsel auf. Der Drehknopf, Ein/Aus und die Hold Taste sind selbsterklärend. 

Die Taste um die Displayanzeige um 180° zu drehen ist auch logisch gekennzeichnet und erlaubt auch eine problemlose Ablesung über Kopf. Das ist ganz praktisch und hat nicht jeder Winkelmesser.  So ist das hintergrundbeleuchtete Display so gut wie in jeder Lage leicht ablesbar.








Ohne ein Blick in die Anleitung zu werfen sind die Funktionen der beiden "MTR" Tasten mal eben unklar.

"MTR 1" erzeugt aus einem abgegriffenen Winkel, den Gehrung(schnitt)winkel (Miter Angle), welcher an einer Säge eingestellt werden muss. Noch einfach zu verstehen.










Komplizierter, dafür aber ungemein hilfreich ist die "MTR 2" Taste. Diese ist für den Zuschnitt von Kranzprofilen gedacht, welche entweder durch deren Form oder durch die Kappsäge begründet, nicht in "original Wandlage" gesägt werden können. Sprich es ist ein Schifterschnitt/doppelte Gehrung (Compound Miter) notwendig.

Mit der "MTR 2" Taste berechnet der GAM 220 MF nun aus dem Profilwinkel "SPR" und dem Eckwinkel "CNR" die beiden zum Einstellen der Säge nötigen Winkel.
Im Deutschen ist das schlecht  zu erklären, da mit keine unterschiedlichen "echten" Begriffe für diese beiden Winkel bekannt sind.

Zum einen berechnet der Bosch den Miter Angle (MTR), also den normalen (horizontalen) Gehrungswinkel an der Kappsäge.











Zum anderen wird bei nochmaligem Druck der Taste der Bevel Angle (BVL) errechnet. Man könnte ihn Abschrägungswinkel oder vertikalen Gehrungswinkel nennen, auf jeden Fall ist das der Winkel um den das Sägeblatt der Kappsäge zusätzlich geneigt werden muss.









Verwendet man die Funktion ständig, weiß man wie es geht, für alle anderen war Bosch so clever und hat ne Kurzanleitung innen auf den Klappschenkel aufgedruckt.





















Fazit: 

Fällt kurz aus: Bis auf die genannten Punkte funktioniert der GAM 220 MF einfach nur völlig unauffällig. Die Batterien halten lange, er ist robust gebaut, lässt sich leicht ablesen und bietet mit den "MTR" Funktionen pfiffige Hilfen und ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt.
Ist er sein Geld wert? Ich würde da klar sagen ja.










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