Bei der Domino stehen die 500 für 500 Watt Aufnahmeleistung und das Q für das Plug-It Netzkabel.
Der Vorteil der Domino Verbindungen gegenüber einem Flachdübel, sind zum einen die höhere Festigkeit, eine (wenn gewünscht) exakte Passung und die Möglichkeit auch in Rahmen, Leisten oder Rundstangen verwendet werden zu können.
Wenn man Plattenmaterial mit Flachdübeln, auch Lamellos genannt, verbindet, muß beim Verleimen immer darauf geachtet werden, dass die Platten seitlich richtig ausgerichtet werden. Kontruktionsbedingt haben die Flachdübelverbindungen seitlich Spiel. Dieses ist auch notwendig, um Toleranzen in den Materialien und bei der Herstellung der Fräsungen auszugleichen.
Bei den Dominoverbindungen ist dies ein wenig anders. Die erste Fräsung wird exakt passend zu einer Bezugskante gefräst. Um dies zu ermöglichen, verfügt die DF 500 über zwei kleine federnd gelagerten Anschläge. Der entsprechende Anschlag wird an die Kante der Platte angelegt und die Fräsebreite auf exakte Passung gestellt. So sitzen später diese Dominos immer an der gleichen Position und es entfällt das seitliche Ausrichten der Bauteile. Alle weiteren Fräsungen können entweder auf Sicht nach Anriss gefräst werden oder ohne entsprechende Markierungen mit dem zusätzlichen Queranschlag. Um mögliche Toleranzen auszugleichen, wird für die folgende Fräsungen, die Fräsbreite per Drehschalter vergrößert, sodass die Dominos seitlich ein paar Millimeter Spiel in ihren Langlöchern haben.
Die Bedienung und die Einstellungen der DF 500 Q ähneln denen einer normalen Flachdübelfräse. Zum Fräsen wird der Anschlagtisch an das Werkstück gelegt und die Motoreinheit nach vorne geschoben. Die Einstellmöglichkeiten zur Positionierung sind auch gleich. Der Anschlag kann für Gehrungsverbindungen um bis zu 90° gekippt werden, auf einer seitlichen Skala, läßt sich der eingestellte Winkel ablesen und für wichtige Werte, wie 22,5° oder 45° gibt es Rastungen. Der 90° Anschlag läßt sich justieren. Die Fräshöheneinstellung, kann entweder auch über eine Skala millimetergenau eingestellt werden oder über eine Schnellverstellung. Diese ist ein kleiner Schieber auf dem Gerätefuß, welcher über die wichtigsten Maße verfügt. Anders als bei der Domino XL ist auf dem Schieber nicht der wirkliche Abstand der Fräsermitte zum Anschlag aufgedruckt, sondern die Werkstückdicke, bei der die Fräsung mittig sitzen würden. Bei Einstellung auf "40" ist somit der Fräsermittelpunkt bei 20mm. Das ist eine Sache die man immer im Hinterkopf behalten sollte.
Was die Bedienung der Domino von der einer Flachdübelfräse unterscheidet, ist zum einen, dass es die Domino Dübel in unterschiedlichen Stärken (von 4-10mm für die DF 500) gibt und deswegen darauf geachtet werden muß, dass der richtige Fräser montiert wird und zum anderen die Einstellmöglichkeit für unterschiedliche Fräsbreiten. Deren Funktion habe ich ja oben schon erläutert.
Es stehen Fräser mit den Durchmessern 4, 5 (Standard), 6, 8 und 10mm zur Verfügung. Alle Fräser haben eine hartmetallbestückte Schneide.
Ich habe die Domino DF 500-Q im Set gekauft. Zu diesem Set gehört, der Zusatzanschlag, der Leistenanschlag und der Queranschlag. Weiter habe ich noch den Rundanschlag und den Domino Systainer bestellt. In dem Domino Systainer sind von allen erhältlichen Domino Dübelgrößen eine Tüte voll enthalten und die dazu benötigten Fräser.
Die einzelnen Zubehörteile
Die Benutzung des Rundanschlages ermöglicht es auch Dübelverbindungen in Rundmaterialien zu fräsen, z.B. für den Bau von Geländern o.ä.
Es können Rundstäbe von 35-60mm bearbeitet werden.
Es besteht weiter die Möglichkeit, mit vier kleinen Madenschrauben, den Rundanschlag so zu justieren, dass die Fräsung genau mittig geschieht.
Um Fräsungen an der Vorderkante von Platten sicherer durchzuführen, kann der Zusatzanschlag montiert werden. Dieser vergrößert die Auflagefläche der DF 500 Q und gewährleistet so, dass die Fräsung auch genau im rechten Winkel erfolgt.
Ferner verfügt der Zusatzanschlag noch über zwei klappbare Anschläge. Wenn diese herausgeklappt werden, kann man den Abstand der Dübelmitte zur Aussenkante des Werkstücks, bei Verwendung der kleinen Anschläge von 37 auf 20mm reduzieren.
Jeder der Anschläge verfügt über einen im Millimeterbereich einstellbaren federnd gelagerten Pin.
Dieser runde Pin greift in die vorherige Fräsung und bestimmt so den Abstand der neuen Fräsung zur Alten. So sind Serienfräsungen möglich, ohne die Position vorher markieren zu müssen.
Mittlerweile habe ich einige Testfräsungen durchgeführt und auch die Böden für mein Regal mit der Dominofräse hergestellt. Die Maschine ist wie von Festool gewohnt, von hoher Qualität und sehr gut verarbeitet. Alle Bedienelemente sind logisch und griffgünstig positioniert und farblich abgesetzt.
Alle Skalen und Anschläge waren exakt justiert, außer der Skala für das Fräsen nach Anriss, die mußte ich etwas verschieben um ein bündiges Ergebnis bei L-Verbindungen zu bekommen.
Auch das Zubehör ist, wenn auch aus Kunststoffe, stabil und gut verarbeitet.
Auch wenn das eigentliche Erstellen der Verbindungen sehr einfach funktioniert, sollte man trotzdem gerade am Anfang konzentriert bei der Sache sein, da es doch einige Einstellungen zu beachten und vorzunehmen gilt. Wenn man eine vergisst zu ändern, passt es natürlich hinterher nicht mehr.
Genau wie bei Verbindungen mit Flachdübeln, ist es auch bei den Dominoverbindungen extrem wichtig, die einzelnen Teile des Werkstücks richtig zu kennzeichnen, z.B. durch das Schreinerdreieck, um Verwechslungen zu vermeiden und um immer die richtige Seite/Kante als Bezug zu nehmen.
Bezugsquelle:
Die Festool Domino DF 500 Q-Set könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

