Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Donnerstag, 16. Februar 2012

Neuzugang in der Werkstatt - Festool Domino DF 500 Q-Set Dübelfräse

Ein Stück fiffiger Ingenieurskunst hat Festool mit der Domino DF 500 Q auf die Beine gestellt, die sie sich (leider) auch gut bezahlen lassen. Ich finde solche Maschinen immer faszinierend, wo durch Mechanik gleichzeitig verschiedene Bewegungen realisiert werden.

 








Bei der Domino ist eine Mechanik eingebaut die den sich drehenden Fräser gleichzeitig oszillierend bewegt. So können die Langlöcher für die Dominodübel gefräst werden ohne die Maschine oder das Werkstück bewegen zu müssen.









Bei der Domino stehen die 500 für 500 Watt Aufnahmeleistung und das Q für das Plug-It Netzkabel.


Der Vorteil der Domino Verbindungen gegenüber einem Flachdübel, sind zum einen die höhere Festigkeit, eine (wenn gewünscht) exakte Passung und die Möglichkeit auch in Rahmen, Leisten oder Rundstangen verwendet werden zu können.

Wenn man Plattenmaterial mit Flachdübeln, auch Lamellos genannt, verbindet, muß beim Verleimen immer darauf geachtet werden, dass die Platten seitlich richtig ausgerichtet werden. Kontruktionsbedingt haben die Flachdübelverbindungen seitlich Spiel. Dieses ist auch notwendig, um Toleranzen in den Materialien und bei der Herstellung der Fräsungen auszugleichen.
Bei den Dominoverbindungen ist dies ein wenig anders. Die erste Fräsung wird exakt passend zu einer Bezugskante gefräst. Um dies zu ermöglichen, verfügt die DF 500 über zwei kleine federnd gelagerten Anschläge. Der entsprechende Anschlag wird an die Kante der Platte angelegt und die Fräsebreite auf exakte Passung gestellt. So sitzen später diese Dominos immer an der gleichen Position und es entfällt das  seitliche Ausrichten der Bauteile. Alle weiteren Fräsungen können entweder auf Sicht nach Anriss gefräst werden oder ohne entsprechende Markierungen mit dem zusätzlichen Queranschlag. Um mögliche Toleranzen auszugleichen, wird für die folgende Fräsungen, die Fräsbreite per Drehschalter vergrößert, sodass die Dominos seitlich ein paar Millimeter Spiel in ihren Langlöchern haben.

Die Bedienung und die Einstellungen der DF 500 Q ähneln denen einer normalen Flachdübelfräse. Zum Fräsen wird der Anschlagtisch an das Werkstück gelegt und die Motoreinheit nach vorne geschoben. Die Einstellmöglichkeiten zur Positionierung sind auch gleich. Der Anschlag kann für Gehrungsverbindungen um bis zu 90° gekippt werden, auf einer seitlichen Skala, läßt sich der eingestellte Winkel ablesen und für wichtige Werte, wie 22,5° oder 45° gibt es Rastungen. Der 90° Anschlag läßt sich justieren. Die Fräshöheneinstellung, kann entweder auch über eine Skala millimetergenau eingestellt werden oder über eine Schnellverstellung. Diese ist ein kleiner Schieber auf dem Gerätefuß, welcher über die wichtigsten Maße verfügt. Anders als bei der Domino XL ist auf dem Schieber nicht der wirkliche Abstand der Fräsermitte zum Anschlag aufgedruckt, sondern die Werkstückdicke, bei der die Fräsung mittig sitzen würden. Bei Einstellung auf "40" ist somit der Fräsermittelpunkt bei 20mm. Das ist eine Sache die man immer im Hinterkopf behalten sollte.


Genau wie eine Flachdübelfräse verfügt auch die Domino über eine Einstellmöglichkeit für die Frästiefe.











Was die Bedienung der Domino von der einer Flachdübelfräse unterscheidet, ist zum einen, dass es die Domino Dübel in unterschiedlichen Stärken (von 4-10mm für die DF 500) gibt und deswegen darauf geachtet werden muß, dass der richtige Fräser montiert wird und zum anderen die Einstellmöglichkeit für unterschiedliche Fräsbreiten. Deren Funktion habe ich ja oben schon erläutert.

Um den Fräser zu wechseln, muß die Motoreinheit vom Gerätefuß getrennt und der Fräser mit einem kleinen Maulschlüssel getauscht werden. Um dies zu vereinfachen verfügt die DF 500 Q über eine Spindelarretierung.
Es stehen Fräser mit den Durchmessern 4, 5 (Standard), 6, 8 und 10mm zur Verfügung. Alle Fräser haben eine hartmetallbestückte Schneide.






 
Ich habe die Domino DF 500-Q im Set gekauft. Zu diesem Set gehört, der Zusatzanschlag, der Leistenanschlag und der Queranschlag. Weiter habe ich noch den Rundanschlag und den Domino Systainer bestellt. In dem Domino Systainer sind von allen erhältlichen Domino Dübelgrößen eine Tüte voll enthalten und die dazu benötigten Fräser.














Die einzelnen Zubehörteile


Der Leistenanschlag wird benötigt um Fräsungen in der Stirn von kleinen Leisten zu tätigen. Der Einstellbereich des Anschlages reicht für Leisten von 22-70mm.










Die Benutzung des Rundanschlages ermöglicht es auch Dübelverbindungen in Rundmaterialien zu fräsen, z.B. für den Bau von Geländern o.ä.
Es können Rundstäbe von 35-60mm bearbeitet werden.
Es besteht weiter die Möglichkeit, mit vier kleinen Madenschrauben, den Rundanschlag so zu justieren, dass die Fräsung genau mittig geschieht.







Um Fräsungen an der Vorderkante von Platten sicherer durchzuführen, kann der Zusatzanschlag montiert werden. Dieser vergrößert die Auflagefläche der DF 500 Q und gewährleistet so, dass die Fräsung auch genau im rechten Winkel erfolgt.
Ferner verfügt der Zusatzanschlag noch über zwei klappbare Anschläge. Wenn diese herausgeklappt werden, kann man den Abstand der Dübelmitte zur Aussenkante des Werkstücks, bei Verwendung der kleinen Anschläge von 37 auf 20mm reduzieren.





















Als letztes Zubehörteil gibt es noch den Queranschlag, bzw. eigentlich sind es zwei Anschläge, für jede Seite der Maschine einen.
Jeder der Anschläge verfügt über einen im Millimeterbereich einstellbaren federnd gelagerten Pin.
Dieser runde Pin greift in die vorherige Fräsung und bestimmt so den Abstand der neuen Fräsung zur Alten. So sind Serienfräsungen möglich, ohne die Position vorher markieren zu müssen.
















Mittlerweile habe ich einige Testfräsungen durchgeführt und auch die Böden für mein Regal mit der Dominofräse hergestellt. Die Maschine ist wie von Festool gewohnt, von hoher Qualität und sehr gut verarbeitet. Alle Bedienelemente sind logisch und griffgünstig positioniert und farblich abgesetzt.
Alle Skalen und Anschläge waren exakt justiert, außer der Skala für das Fräsen nach Anriss, die mußte ich etwas verschieben um ein bündiges Ergebnis bei L-Verbindungen zu bekommen.
Auch das Zubehör ist, wenn auch aus Kunststoffe, stabil und gut verarbeitet.
Auch wenn das eigentliche Erstellen der Verbindungen sehr einfach funktioniert, sollte man trotzdem gerade am Anfang konzentriert bei der Sache sein, da es doch einige Einstellungen zu beachten und vorzunehmen gilt. Wenn man eine vergisst zu ändern, passt es natürlich hinterher nicht mehr.
Genau wie bei Verbindungen mit Flachdübeln, ist es auch bei den Dominoverbindungen extrem wichtig, die einzelnen Teile des Werkstücks richtig zu kennzeichnen, z.B. durch das Schreinerdreieck, um Verwechslungen zu vermeiden und um immer die richtige Seite/Kante als Bezug zu nehmen.




Bezugsquelle:

Die Festool Domino DF 500 Q-Set könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Neuzugang in der Werkstatt - Festool MFK 700 EQ-Set Multikantenfräse

Da die Festool OF 1400 EBQ für feine Arbeiten und die Bearbeitung von Kanten doch recht groß ist, habe ich mir für solche Anwendungen zusätzlich die kleine MFK 700 EQ im Set gekauft.
Die MFK 700 ist eine kompakte Kantenfräse, die durch diverses Zubehör stark in ihrer Funktion erweitert werden kann. So besteht die Möglichkeit, nicht nur Kanten zu bearbeiten, sondern auch mit einem speziellen Frästisch Anleimer bündig zu fräsen. Weiter läßt sich der Kantentisch mit einem Parallelanschlag mit Feineinstellung erweitern, sodass mit der MFK auch kleine Nuten und Falze gefräst werden können. Ein vollwertiger Ersatz für eine kleine Oberfräse ist die MFK trotz ihrer vielen Möglichkeiten aber nicht, dafür ist der Fräshub von 14mm zu gering und es fehlt die Möglichkeit in das Werkstück einzutauschen.









Hier ein paar Bilder der MFK 700 EQ



Der vollgestopfte Systainer












Der Kantentisch mit angebrachtem Parallelanschlag mit Feineinstellung











Die untere Absaugung des Parallelanschlages












Die MFK mit montiertem Tisch und Abtastlager zum Bündigfräsen











Die zusätzliche untere Absaugung













Mehr dann zu der Kantenfräse bei den Projekten.




Bezugsquelle:

Die Festool MFK 700 EQ-Set könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Werkzeugvorstellung - Metabo SXE 450 Turbotec Exzenterschleifer

In meiner Werkstatt ist der Exzenterschleifer das meißtgenutzte Schleifgerät. Im Prinzip führe ich alle Schleifarbeiten mit dem Exzenterschleifer aus. Den Schwingschleifer nutze ich "nur" für den letzten Schliff mit feinen Körnungen. Angefangen hat die Ära Exzenterschleifer mit einem Gerät vom Lebensmitteldiscounter. Schon bei leichtem Druck blieb der Schleifteller stehen und drehte sich nicht mehr, Materialabtrag gabs mit dem "Gerät" eigentlich nicht. Der Nächste Schritt war ein Bosch PEX 270, den ich für 20,- beim Baumarkt mit dem Bieber erstanden habe. Von der Abtragsleistung und der Eigenstaubabsaugung ein gutes Gerät, nur leider ohne jegliche Vibrationsdämpfung. Danach hielt der kleine Bruder des SXE 450 Turbotec, der SXE 425 Einzug in meine Werkstatt. Da ich immer mit einem Auge Richtung Ebay schiele, habe ich dann irgendwann den hier vorgestellten SXE 450 ergattert.

Metabo SXE 450 Turbotec mit passendem Systainer


Da auch das Schleifergebnis für den Gesamteindruck und somit für die erreichte Qualität sehr wichtig ist, habe ich mich für Exzenterschleifer der gehobenen Klasse entschieden. Genau wie der "kleine" SXE 425 wird auch der Große in Deutschland produziert und macht den gleichen hochwertigen Eindruck. Der Exzenterschleifer liegt sowohl ein-, als auch beidhändig sehr gut in der Hand.
Dieser Eindruck setzt sich auch beim Schleifergebnis und der erzielten Oberfläche fort und durch die 350 Watt hat man eigentlich immer genug Leistungsreserven zur Hand.
Das herausragende Ausstattungsmerkmal des SXE 450 sind seine zwei Schwingkreise. Der Schleifer läßt sich durch drücken eines Knopfes und drehen der Schleifplatte entweder auf einen Schwingkreis von 2,8mm oder 6,2mm einstellen. Der große Schwingkreis sorgt für einen starken Abtrag mit einer verminderten Oberflächenqualität, für den Feinschliff stellt man den Schwingkreis einfach auf 2,8mm um und kann sich über ein super feines Schleifergebnis freuen. Was andere Hersteller mit zwei Geräten abdecken müssen, geht bei dem SXE 450 mit einem.

Wie es sich für ein Gerät dieser Klasse gehört, kann der SXE 450 genau wie der 425 mit verschieden harten Schleiftellern ausgestattet werden.
Ich verwende den SXE 450 mit dem ab Werk montierten mittelharten Teller, sowie mit dem zusätzlichen weichen Stützteller. Zum Einschleifen von Öl und bei geschwungenen Kanten, montiere ich noch zusätzlich das noch weichere Interfacepad. Dieses Pad hat aber keine Absauglöcher, sodass die Absaugfunktion des Exzenterschleifers wegfällt. Beim Einschleifen von Öl ist dies aber ein Vorteil, weil so keine Gefahr besteht, dass Ölreste mit angesaugt werden und so den Sauger innen verkleben könnten.

Der SXE 450 Turbotec verfügt über eine Drehzahlregelung (ohne Konstantelektronik) und einen "Turbo-Boost" Schalter. Mit diesem wird einfach die Regelung überbrückt und der Motor bekommt die vollen 230V. Wirklich wichtig ist diese "Funktion" nicht. Ich nutze sie eigentlich nur beim Endschliff mit anschließender Ölung von mehreren Teilen. Endschliff mit Schleifpaier und Turbo, zum Einschleifen des Öls, wird der Interfacepad mit passendem Schleifvlies montiert und der Turbo abgeschaltet. Durch die geringere Drehzahl besteht keine Gefahr, dass Öl durch die Gegend spritzt.

Wie eigentlich alle besseren Exzenterschleifer, verfügt auch der SXE 450 über eine Tellerbremse. Beim Festool Rotex RO 125 FEQ läßt sich diese Bremse bei Verschleiss schnell mit wenigen Handgriffen werkzeuglos wechseln. Beim Metabo SXE 450 bzw. auch beim 425 geht dies zwar auch relativ einfach, aber nicht werkzeuglos.

Weiter verfügt der SXE 450 über einen abnehmbaren vorderen Handgiff und eine Eigenabsaugung  mit Intecfiltersystem. Die Absaugung an sich funktioniert sehr gut, wenn der Intecfilter nicht wäre. Um diesen leichter zu leeren hat man nicht wie z.B. bei Bosch einen Tupperdosenverschluß gewählt, sondern eine hintere Klappe. Genau diese ist der Schwachpunkt, durch die Spalten rieselt etwas Staub langsam wieder ins Freie und in die Werkstatt, wo er eigentlich nicht hin soll. Da aber die Möglichkeit besteht direkt einen Sauger anzuschliessen, stört mich dieser Schönheitsfehler eher weniger. Wichtig beim Kauf war mir eine möglichst geringe Vibration. Dies erfüllte schon der SXE 425 und der 450 glänzt in dieser Disziplin auch. Im kleinen Schwingkreis spürt man so gut wie keine Vibrationen, im großen werden sie, je nach verwendeter Körnung, etwas stärker. Es ist aber trotzdem noch alles im grünen Bereich und es läßt sich mit beiden Einstellungen ermüdungsfrei arbeiten.
Anders als der SXE 425 wir der Metabo SXE 450 Turbotec schon ab Werk mit einem hochflexiblem OZOFLEX Gummikabel geliefert, sodass ein Wechsel des Netzkabels nicht nötig war.



Bezugsquelle: 

Metabo SXE 450 TurboTec

Wenn Du dieses Werkzeug kaufen möchtest, hast Du die Möglichkeit mit Deinem Einkauf diese Internetseite zu unterstützen. Du musst lediglich über den obigen Link die Amazon Produktseite aufrufen und darüber den Kauf tätigen.

Werkzeugvorstellung - Festool Rotex RO 125 FEQ

Heute gabs noch was feines aus Wendlingen, einen Rotex RO125 FEQ. Der erste Eindruck ist gemischt, der Rotex 125 ist zwar ein Handschmeichler, schön leicht und liegt super in der Hand, aber das Getriebe oje. Festool sollte sich mal die "Soundingenieure" aus Nürtingen ausleihen, ein Ohrenschmaus ist der Rotex mit Sicherheit nicht.


Mehr folgt zu diesem und auch zu den anderen neuen Elektrowerkzeugen, wenn ich etwas mit ihnen gearbeitet habe.

Es werden sich sicher jetzt einige Fragen, "Warum den 125er und nicht den Großen?".
1. Weil er sehr gut in der Hand liegt und noch locker einhandig geführt werden kann
2. Weil ich ihn sehr günstig bekommen habe.
und
3. Weil ich mit dem SXE 450 Turbotec mit seinen zwei Schwingkreisen gut bedient bin.




Update (November 2012):

Beim Schleifen der Treppe war der Rotex im Dauereinsatz, selbst mehrere Stunden am Stück waren kein Problem und das öfters genannte Problem übermäßiger Erwärmung konnte ich nicht feststellen. Mehr wie handwarm war nicht drin.
Das oben genannte raue Laufgeräusch des Getriebes ist mittlerweile verschwunden.

Der Abtrag des Schleifers im Rotexmodus ist enorm, da kommt der Metabo SXE 450 im Grobschliffmodus bei weitem nicht mit.

Beim Schleifen der Stufen hat sich der Protector als extrem nutzliches Zubehörteil erwiesen. Da der Schleifteller nicht an den Ecken anstoßen kann, muss man keine große Vorsicht beim Führen wallten lassen.











Eine feine Sache ist auch der werkzeuglose Schleiftellerwechsel. Kurzer Dreh am Teller und ab ist er.














Auch wenn die Gehäuseform für einen Schleifer auf dem ersten Blick vielleicht ungewohnt und unpraktisch wirkt, liegt der Rotex 125 auch einhändig gut in der Hand und die leichte Hecklastigkeit fällt wenig auf.











Es lassen sich auch die beiden wichtigsten Bedienelemente, der Ein/Aus- und der Moduswechelschalter ohne umgreifen bedienen.












Bei aller Lobhudelei gibt es aber auch meiner Meinung nach, einen großen Kritikpunkt in Sachen Bedienung.
Dieser ist die Position der Drehzahlregelung. Auf dem ersten Blick liegt sie zwar sehr griffgünstig, aber im Einsatz gerade bei solchen Renovierungsarbeiten, wo der Rotex in verschieden Positionen genutzt werden muss, verstellt man ständig unbewusst die Drehzahl.
Die Position des Reglers beim großen RO 150 ist da deutlich besser gewählt.







Bezugsquelle:

Den Festool Rotex RO 125 FEQ könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Freitag, 10. Februar 2012

Kleine Modifikation am Parallelanschlag der Festool OF 1400

Es gibt nichts, was man nicht doch noch etwas verbessern kann. So auch an der Festool OF 1400. 
Die Feineinstellung des Parallelanschlages hat konstruktionsbedingt beim Drehen etwas Spiel. In meinem Fall waren es laut der Skala an dem Drehknopf 0,6mm. Nicht viel, aber je nach dem doch etwas störend.

Dieses Problem gibt es bei dem Parallelanschlag der Metabo Oberfräsen nicht, da die Mechanik ständig von zwei Schraubenfedern auf Spannung gehalten wird. Deshalb ist auch keine Klemmung nötig.

Den Perfektionisten in mir hat das Spiel etwas gestört so habe ich den Parallelanschlag etwas "gepimpt".
Zwei 2,5mm Löcher, gefolgt von zwei M3 Gewinden und kleinen aus einem M3er Gewindestab gefertigten Madenschrauben + etwas Schraubensicherungslack lösten das Problem. Die Verstellung ist jetzt nahezu spielfrei. Da ich die Spitzen der Madenschrauben leicht gerundet und poliert habe, sollte auch das Messingteil der Mechanik keinen Schaden nehmen (Der Arbeitsschritt fehlt noch bei dem Bild).



Sonntag, 5. Februar 2012

Neuzugang in der Werkstatt - Digitaler Winkelmesser und Einstelllehre.

Auch wenn ich diesen "Billig" Messgeräten nicht wirklich getraut habe, besitze ich mittlerweile doch zwei dieser Kandidaten.
Ich war skeptisch ob ein digitales Messgerät für knapp 20€ wirklich genau sein kann, speziell der Winkelmesser.
Aber bis jetzt war meine Skeptsis unbegründet. Wie die Genauigkeit nach etlichen Betriebsstunden ausschaut wird sich zeigen.







Beide Meßgeräte machen einen wertigen Eindruck. Die Einstelllehre ist zwar zum Großteil aus Kunststoff, aber trotzdem stabil und auch die Meßskala ist genau.
Sie eignet sic nicht nur, um z.B. die Höhe des Sägeblattes einer Tischkreissäge exakt einzustellen, sondern auch zur Tiefenmessung. Dafür muss ein Stift an dem Tastarm angebraucht werden und so können dann auch Messungen von Zapfenlöchern oder ähnlichem durchgeführt werden.
Natürlich läßt sich das Gerät an jeder beliebigen Stellen nullen (diese Einstellung wird gespeichert), als auch Reltativmessungen druchführen. Der Messwert kann wahlweise in Millimeter (Auflösung 0,1mm), als auch in Zoll angezeigt werden. Weiter besitzt das Gerät noch die Möglichkeit, die Zollwerte als Bruch anzuzeigen (z.B. 1/2" oder 1 3/4"). Ich brauche diese Funktion zwar nicht, aber eine schöne Sache.
Die Einstelllehre habe ich mehrfach u.a mit einem 8mm Fräserschaft getestet und ich konnte nie eine Abweichung feststellen:
 
























Der Winkelmesser macht den gleichen hochwertigen Eindruck. Die Schenkel sind aus Edelstahl und sind mit tief geätzen und wirklich sehr gut ablesbaren Skalen für Zoll und cm ausgestattet. Mit einer griffigen Knebelschraube läßt sich der eingestellte Winkel fixieren. Wobei ich sagen muss, zuviel darf man davon nicht erwarten, wirklich fest wird die Sache nicht.
Das Messwerk steckt in einem Kunststoffgehäuse und läßt sich ebenfalls an beliebiger Position nullen.
Auch mit dem Winkelmesser habe ich etliche Tests durchgeführt und war von der Genauigkeit sehr überrascht.
Bilder sagen mehr wie tausend Worte:
















Wie zusehen ist, bei 270° gab es eine Abweichung von 0,1° und damit kann ich locker leben.

Beide Geräte werden mit einer Lithium Knopfzelle betrieben und diese hat lt. BDA eine Lebensdauer von über 1000 Stunden. Nach einigen Minuten schalten sich die Geräte automatisch aus, um die Batterie zu schonen, was natürlich auch manuell mittels Knopfdruck möglich ist. Bewegt man den Arm bzw. einen Schenkel, schalten sich die Messgeräte auch automatisch wieder ein.



Bezugsquelle:

Die Meßgeräte könnt Ihr bei Sautershop bestellen.

Trend - Digitaler Winkelmesser 200mm - DAR/200
Trend - Tiefenmeßgerät


Wenn Ihr die Meßgeräte kaufen möchtet, habt Ihr die Möglichkeit mit Eurem Einkauf diese Internetseite zu unterstützen. Ihr müsst lediglich über den obigen Link die Amazon Produktseite aufrufen und darüber den Kauf tätigen.

Freitag, 3. Februar 2012

Schöne Bescherung - Teil 2

Und heute kam der Rest:


Ich vermute nur, das Baby hat ein Wehwehchen. :(

Donnerstag, 2. Februar 2012

Schöne Bescherung

Heute habe ich viele Päckchen bekommen, es fehlen zwar noch zwei, aber ich habe doch schon mal Fotos gemacht:










Normalerweise hätte ich mir diese Werkzeuge nicht leisten können/wollen, aber ein kleiner Gewinn hat mir das ermöglicht.
An der Stelle noch mal ein Dankeschön an meine Lieblingsarbeitskollegin, die mich eigentlich genötigt hat, an dem Spiel teilzunehmen und an Heiko Rech, der mich bei der Werkzeugwahl unterstützt hat.


Na dann Prost, ich brauch jetzt erstmal ein Bier!



Mittwoch, 25. Januar 2012

Projektvorstellung: Regal fürs Wohnzimmer - Teil 5

  Einpassen der Zapfenverbindungen


Bevor ich die Zapfen der kurzen Querstreben eingepasst habe, wurden die senkrechten Stollen fein geschliffen. Die Einzelteile lassen sich wesentlich besser und schneller schleifen, als später das zusammengebaute Regal.









Nach dem Schleifen ging es an das eigentliche Einpassen. Auch bei diesem Regal habe ich mich wieder dafür entschieden, nicht die Zapfenlöcher rechteckig auszustemmen, sondern die Zapfen abzurunden.
Zuerst habe ich die Zapfen mit dem Grundhobel auf die entgültige Stärke gehobelt, die Schultern anschließend mit dem kleinen Simshobel geputzt und die kurzen Seiten etwas hinterstemmt, damit die Außenkanten später sauber aufliegen. Danach habe ich die Ecken der Zapfen mit dem Stechbeitel abgerundend und genau in die Zapfenlöcher eingepasst.
Damit später beim Zusammenbau alles wieder an den richtigen Platz kommt, habe ich die Zapfen und Zapfenlöcher durchnummeriert.

 


Nachdem alle Zapfen eingepasst waren, habe ich alle Querleisten bis zu einem Korn von 320 geschliffen. Grob mit dem Exzenterschleifer, die letzten beiden Körnungen mit dem Sander und zum Schluß noch einmal leicht mit einem feinen Schleifvlies per Hand.

Bevor es an das Zusammenbauen der Teile geht, mußte ich noch die Enden der Gratfedern etwas kürzen, damit man später diese Verbindung nicht sieht.
 






 








        









 
Nun waren alle Einzelteile fertig und ich konnte mit dem Zusammenbau der Stollen und der kurzen Querstreben fortfahren.
Verklebt habe ich die Teile wieder mit PU Kleber, 1. ist er Spaltfüllend und 2. hat der Leim den ich verwende eine lange offene Zeit.
Da alles ziemlich passte, reichte der Druck von den Einhandzwingen aus.
Noch kurz die Diagonalen gemessen, passten auch, so mußte ich auch keine Zwingen zur Korrektur ansetzen.



Damit das Regal noch stabiler wird, bekam jede zweite Strebe noch zwei Dübel verpasst.





Probeweise habe ich das Regal einmal zusammengesteckt um zu sehen ob alles soweit passt.
Ich werde aber wahrscheinlich die Einzelteile ölen und das restliche Regal an Ort und Stelle zusammenbauen und verkleben. Das ist einfacher, als das Teil zusammengebaut aus meiner Werkstatt rauszubekommen.