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Donnerstag, 22. November 2012

Neuzugang in der Werkstatt - Festool SYS 1 CE-SORT Centrotec Systainer

Ein Centrotec Systainer war mir im Prinzip zu teuer, aber durch ein sehr gutes Angebot, habe ich mittlerweile doch einen.


Bei dem Centrotec Montagepaket handelt es sich um einen T-Loc Systainer der Größe 1, der eigentlich was das angebotene Centrotec Zubehör schon ziemlich komplett ausgestattet ist.












In den oberen beiden Formeinlagen befindet sich links ein HSS Bohrersatz mit Centrotecaufnahme in der Größe 3-10mm. In diesem Artikel bin ich näher auf die Bohrer eingegangen.
Auf der rechten Seite ist ein Bitset in der TwinBOX, ein Centrotec Futter, ein Handgriff mit Centrotec-Schnittstelle und ein kompletter Satz 100mm Bits, ebenfalls mit Centrotec Aufnahme.









Die Hartplastikeinlage für den Bohrersatz ist so geformt, das er auch geöffnet werden kann, ohne ihn herausnehmen zu müssen.













Nimmt man beide Einlagen heraus kommt die untere Etage zum Vorschein.
Auf der rechten Seite befindet sich ein Sortiment aus Standardbits. Es sind 10 Größen mit je fünf Bits vorhanden.
Oben steckt in einer kleinen Box ein Satz kurzer Holzbohrer mit Centrotec Aufnahme von 3-8mm.









Auf der linken Seite sind die "Spezialwerkzeuge" untergebracht (von oben nach unten):
  • Centrotec Schnittstelle für normale Bohrfutter
  • Zwei Querlochsenker in 8 und 15mm
  • Bohrsenker mit Tiefenanschlag in 3,5mm (über den Bohrsenker gibt es einen eigenen Artikel)
  • 5mm Hartmetallbohrer mit Tiefenanschlag
  • Kurzer Bithalter
  • Langer Bithalter
  • Zentrierbohrer 5mm für Euroschrauben
  • Hakendreher

Eine Detailaufnahme des Bohrers mit Tiefenanschlag. Gut zu erkennen, die Hartmetallschneide.













Der Zentrierbohrer für Euroschrauben. Er ist vorwiegend dafür gedacht, um z.B. nachträglich Schubladeneinzüge zu montieren. Diese werden vorne in eine bestehende System 32 Lochreihe geschraubt. Dazu werden spezielle "Euroschrauben" verwendet, diese haben einen Kerndurchmesser von 5mm (es wird ein 5mm Loch gebohrt) auf der gesamten Länge, einen flachen Kopf und keine Spitze.
Für das hintere Loch ist oft im Korpus keine passende Bohrung vorhanden. Ohne dieses Spezialwerkzeug, müßte man nun den Einzug ausrichten, das Loch anzeichnen, Einzug zur Seite schieben, bohren und könnte erst dann dein Einzug festschrauben. Mit dem Zentrierbohrer wird einfach durch den ausgerichteten Einzug "durchgestochen", die drehbare Führungshülse zentriert dabei den Bohrer, welcher auf die nötige Bohrtiefe justierbar ist. So ist der Einbau schnell erledigt.


Das kleine Holzbohrer Set  ist das gleiche, welches auch bei dem CXS Set mit Deckelfachsystainer dabei ist.


















 Detailaufnahme des Bitsortiments. Wer genau hinschaut, erkennt, das die Größe TX10 fehlt, wer diese benötigt muß sie nachträglich dazu kaufen. Unterbringen kann man die Bits dann in einem der drei noch freien Fächer.











Zum Schluß noch ein paar Worte über die obere "Schraubeinlage"
Das Centrotec Futter ist Standard und liegt eh jedem Festool Akkuschrauber bei.
Bei den langen Bits handelt es sich um die HiQ Variante. Ich vermute mal, dabei soll es sich um "High Quality" Bits handeln. Ob es sich dabei wirklich um besseres Material handelt oder sich das HiQ nur auf die Bechichtung bezieht, weiß ich nicht.
In einem amerikanischen Forum habe ich gelesen, dass die langen Bits eine schlechte Passung hätten und schnell verschleissen. Den Verschleiss kann ich noch nicht beurteilen, die Passung der PZ Bits in Schrauben der Marke SPAX und Lux ist sehr gut. Die Schraube sitzt wie angegossen und hält alleine durch die Reibung, wenn man den Bit waagerecht hält (Größe 4x25mm)
Passung der Torx Bits war in Lux Schrauben eigentlich genauso wie Bits von Wera und Wiha, sowie des Wiha Schraubendrehers. In Torx habe ich aber im Moment keine weiteren Schrauben zum Vergleich.
Von daher kann ich im Moment da nichts negatives zu sagen.




Der kleine Bitsatz mit Standard Bits der Form TX, PH, PZ und Schlitz kommt in der TwinBOX genannten Aufbewahrungslösung.












Dabei handelt es sich um zwei trenn- und koppelbare Kunststoffhalter (Sind die Halter getrennt, ist die Verrieglung auch gleichzeitig ein Gürtelclip)...












...mit Halterungen für die einzelnen Bits aus Gummi. Um ein Bit zu entnehmen wird dieser einfach mit der Fingerkuppe zur Seite gedrückt und dann entnommen. Zum Einsetzen einfach von oben Einschieben.
Leider fehlt der TwinBOX jegliche Beschriftung, so sind die Bitgrößen nicht direkt erkennbar. Bei den Kreuzschlitzbits für mich weiter kein Problem, bei den Torx, da seltener genutzt, hört das Augenmaß aber auf.








Eine feine Sache ist der Werkzeuggriff (Ich würde mal sagen, Hersteller ist Wiha).
In ihn läßt sich wie bei den Spindeln der Akkuschrauber, direkt ein 1/4" Bit einstecken. Ein Magnet ist aber nicht vorhanden.
Setz man ein Centrotec Werkzeugfutter auf den Griff, passt das gesamte Centrotec Werkzeugprogramm. Bohrer anzusetzen wird wahrscheinlich keinen Sinn machen,...








...aber aus dem Griff kann ein vollwertiger Schraubendreher gemacht werden...













... oder auch ein Handsenker.


















Wirklich enttäuscht war ich von der Qualität des beigelegten kleinen Inbusschlüssel. Dieser wird benötigt, um den Bohrsenker, den Zentrierbohrer und den 5mm HW Bohrer mit Tiefenanschlag einzustellen. 

Schon beim ersten Lösen einer Schraube am Bohrsenker sah der Schlüssel so aus.
Ohne Worte!

















Bezugsquelle:

Das Festool Centrotec Montagepaket SYS 1 CE-SORT könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Kommentare:

  1. Christian Schneider22. November 2012 um 10:10

    Mahlzeit,
    wegen der Bitbox und den TX: Die Schraube(n) kann man auch draufstecken ohne den Bit raus zu ziehen. Also einfach draufstecken und den passenden dann rausziehen.
    Die Bits sind zwar relativ robust, aber sobald man sie in Schlagschraubern verwendet, geben sie reihenweise den Geist auf. Es gibt sogar extra "Impact-Bits" für den TI-15, allerdings bleibe ich da lieber bei den Bits von Wera. Die haben auch TX mit Zapfen, aber das ist erst ab TX30 interessant.

    Die langen Bits und die Bithalter sind auch alles andere als robust; den TI-15 überleben sie noch weil der eh kaum Power hat, aber bei 18v Makita und 22v SFH von Hilti geben die langen Bits und die Halter reihenweise den Geist auf ;/

    Wegen dem Inbus: Meiner hat sich nicht nur verdreht, sondern ist abgeschert.. und die Reste aus dem Schraubenkopf zu popeln wird zur Lebensaufgabe :/

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  2. Hallo Christian,

    dann scheine ich ja nicht der einzige zu sein, der zu viel Kraft für den Inbus hat. :)
    Den finde ich wirklich nicht in Ordnung, sowas liegt sonst billigsten Produkten bei.

    Das die Bits und Halter einem Gebrauch in einem Schlagschrauber nicht lange überstehen, weiß ich jetzt nicht, ob man das direkt als Negativpunkt sehen kann. Dafür sind weder die Bits noch die Halter gedacht. Wie Du schon sagtest, es gibt spezielle Bits und auch einen Halter für den Einsatz in dem TI-15.
    Der Makita hat ja max. 160Nm das ist schon ne Ansage. Mein SSD 18 von Metabo hat auch einige Bits gekillt und die waren nicht von Festool. Nebenbei auch einen von Wera.

    Von Wera bin ich nicht mehr so überzeugt, weder von den normalen Bits, noch von den Schraubendrehern. Wir hatten die in der Firma und ich habe auch welche zuhause. Die Spitzen brechen deutlich häufiger ab, als die von der anderen Firma mit W..a. Diese halten deutlich länger und werden in der Firma nur noch eingesetzt. Von den Schraubendrehern ist noch kein einziger defekt.

    Grüße

    Michael

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  3. Moin Michael,

    wie gut, dass es bald Weihnachtsgeld gibt...;-)

    Ich habe den Centrotec Systainer schon länger und die Anschaffung bis dato nicht bereut. Auch die Qualität der Bits ist für mich absolut in Ordnung und ich benutze diese unter anderem in einem TI-15. Eine kleine Holzterrasse mit etwas über 300 Schrauben haben der PZ-III und der Torx Bit ohne nennenswerte Verschleisspuren über sich ergehen lassen.

    Der Inbus ist wirklich schrottig, aber bei der Dicke kann man auch keine Wunder erwarten.

    Gruß

    Frank

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    1. Hallo Frank!

      Weihnachtsgeld? Was ist das? Gab es bei uns schon Jahre nicht mehr. :-(

      Naja mein Wera Kugelkopf Schraubendreher bekam die Madenschraube ohne Probleme auf und hinter der Kugel ist der deutlich dünner.

      Grüße

      Michael

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  4. Christian Schneider22. November 2012 um 20:48

    Hi,
    die Bits incl. Halter vom TI-15 sollte man am besten auch nur im TI-15 verwenden. Zumindest überlebt er nicht lange wenn man ihn in einen SID 22A Hilti einspannt. Allerdings muss man dazu sagen das er dafür auch nicht ausgelegt ist. Von Bithaltern halte ich bei groben Schrauben (10x200 aufwärts) eh nichts. Am besten einen 50mm Bit direkt einspannen. Aber das ist ja nicht die Aufgabe von den Festool-Schraubern.

    Schraubendreher hab ich nur noch Gedore. Wera, Wiha, Klauke, Wiesent, .. hab ich mich lange genug geärgert. Über die Edelstahlbits von Wera lasse ich allerdings nichts kommen. Die hab ich nunmehr seit zwei Jahren im Terrassenbau mit Schlagschraubern im Einsatz. Die neuen Impaktor sind einfach nur überteuert.

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  5. Hallo Michael!

    Danke, dass Du für Deinen Test SPAX verwendet hast! Deine Projekte gefallen uns übrigens auch gut. Wenn du mal was mit unseren SPAX umsetzt, stell's doch gern auch auf unserer Facebookseite vor (facebook.com/SPAX).

    Viele Grüße aus Ennepetal,
    Dein SPAX Team

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  6. Hi,
    zum Thema mit dem Imbus Schlüssel ich habe die beiden direkt aus getauscht :-) und nun ist Ruhe damit bei mir

    Gruß
    Kai

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