Ihr findet meine Projekte gut, habt aber selbst keine Möglichkeit diese nachzubauen, dann schaut doch in meinem Shop vorbei. Falls Ihr dort nicht fündig werdet, schreibt mir eine Email.


Donnerstag, 16. Februar 2012

Projektvorstellung: Regal fürs Wohnzimmer - Teil 6


Nach einer letzten Prüfung ob alle Querstreben passen, ging es an die Oberflächenbehandlung des Gestells.











Ölen der Rahmenteile

Ich habe mich dazu entschlossen, das Regal erst an seinem Bestimmungsort komplett zusammenzubauen und zu verleimen. So war auch das Ölen der einzelnen Teile leichter, ich müßte allerdings die Klebestellen abkleben. Klebeverbindungen von bereits geöltem Holz, haben nur eine geringe Festigkeit.

Geölt habe ich das ganze mit dem Surfix von Festool und als Öl habe ich mich für das One-Step Öl ebenfalls von Festool entschieden. Verbraucht habe für das ganze Regal einen 0,3l Behälter (Zwei Aufträge).
Vorgegangen bin ich wie vom Hersteller vorgegeben:
Das Öl mit dem Applikator aufgetragen, ca. 15 Min. trocknen lassen und anschliessend mit dem Exzenterschleifer und grünem Pad eingeschliffen. Zusätzlich hatte ich noch ein Interfacepad am Schleifer montiert.
Nach der Trocknung über Nacht, bekamen die Bauteile noch ein weitere dünne Schicht (Das Holz nimmt beim 2. Durchgang fast kein Öl mehr auf) und nach kurzer Wartezeit habe ich das ganze dann mit dem weißen Pad poliert.












 


Und hier das Ergebnis:

















  Herstellen der Einlegeböden

Das Holz für die Böden sollte nicht zu teuer werden, deshalb habe ich mich wieder mal zu Leimholz aus dem Baumarkt entschieden. Wenn man etwas sucht und sich die Platten genau anschaut, bekommt man auch dort ordentliche Ware. Die Suche dauerte etwas, erst im dritten Markt fand ich Material in (für mich) ordentlicher Qualität. Leider gab es das nicht in der von mir benötigten Größe, bzw. hätte ich bei geeigneten Platten zu viel Verschnitt gehabt. Ich habe dann fünf 300x2000mm Buche Leimholzplatten mitgenommen und muß diese zu den von mir benötigten Maße auftrennen und verleimen.

Auf Länge habe ich die Platten mit der an einer Führungsschiene geführten Carvex gesägt. Mit der Tauchsäge wäre dies zwar schneller und genauer geworden, aber ich muß ja meine neuen Spielzeuge mal ausprobieren.
 Bestückt mit einem Trion FSG Sägeblatt gab es einen geraden Schnitt ohne zu verlaufen.






Bei dem Zuschnitt kam auch zum ersten mal meine neue Mafell MT 55cc zum Einsatz. Mit dem 16Z Sägeblatt gab es einen sehr sauberen Schnitt in Längsrichtung. 







 


Ich habe nur noch mit den Handhobeln No.4 und No.6 zwei- dreimal über die Kante und eine leichte Hohlfuge angehobelt. Damit ich nicht den 90° Winkel verhobel, habe ich die Bankhobeln mit dem Veritas Fügeanschlag bestückt.















Zum Verbinden der einzelnen Bretter habe ich die kleine Festool Domino eingesetzt. Da ich auch testen wollte, wie das Fräsen, ohne etwas anzuzeichnen klappt, habe ich mit dem Queranschlag für die Domino gearbeitet.
Eines vorweg es hat gut geklappt, aber gerade wenn man die ersten Male mit der Domino Fräse arbeitet, sollte man konzentriert bei der Sache sein, um unnötige Fehler zu vermeiden.









Nachdem die vier Platten alle verleimt und getrocknet waren, wurden sie auf das exakte Maß gesägt. Da zu dem Zeitpunkt die Mafell auf ihre Abholung zur Justierung wartete, habe ich die Schnitte auf der Tischkreissäge gemacht.
Danach müßten die Ecken ausgeklingt werden, dazu habe ich wieder zur Carvex gegriffen und mit ihr die Ecken nach Anriss ausgesägt. Das Stroboskoplicht der Carvex, hat das Sägen am Riss sehr erleichtert.














Die Ergebnisse sprechen eigentlich für sich. Sehr sauberer und rechtwinkliger Schnitt. Ich bin sehr zufrieden mit der Stichsäge.

 










  

Zum Schluß bekam der untere Boden noch auf jeder Seite eine Hohlkehle mit der neuen MFK 700 angefräst. Dies war der erste Einsatz der kleinen Fräse und was die Bedienung und Absaugung angeht überzeugt sie. Durch das geringe Gewicht und die große asymmetrische Grundplatte, läßt sie sich hervorragend führen. Die Einstellung der Frästiefe ist zwar anfangs, wenn man nur normale Oberfräsen gewöhnt ist "anders", aber trotzdem einfach und wiederholgenau möglich.





Die übrigen Böden bekamen umliegend eine kleine Falz, damit sie später bündig mit den Querstreben abschliessen. Die Falze habe ich mit einem Falzfräser mit Anlauflager und der OF 1400 gefräst. Die OF 1400 ist von dem Konzept her erste Sahne, nur die Griffposition ist durch den Pistolengriff völlig anders, als ich es von den Metabo Oberfräsen gewohnt bin. Sie liegt schon gut in der Hand und läßt sich auch sicher führen, nur im Moment fühlt es sich noch komisch an, eine Oberfräse so zu halten.





Als letzten Schritt wurden die Böden noch mit dem One-Step Öl und dem Surfix von Festool geölt.
Bei solchen großen Flächen ist der Surfix voll in seinem Element und ich konnte die Böden in Rekordtempo ölen.  Das heisst aber nicht, dass sich die Querstreben nicht gut mit dem Surfix ölen ließen im Gegenteil. Ich hatte wirklich bedenken, ob das mit dem Surfix in Verbindung mit Hohlkehlen, Falzen und Schmalseiten gut funktioniert, aber es klappt erstaunlich gut und das auch noch ohne sich die Finger sonderlich ölig zu machen. Mit Gummihandschuhen arbeite ich höchst ungern und verwende sie eigentlich nur bei Lacken oder beim Verarbeiten von PU-Leim. Und es geht deutlich weniger Öl daneber, als bei dem Ölauftrag per Pinsel, sparsam ist die Technik also auch noch.

Genau wie die Querstreben wurden auch die Böden mit dem Exzenterschleifer und dem grünen und weißen Schleifpad bearbeitet.

 











Die Farbe täuscht etwas, leider klappt es mit der Digiknipse und dem Weißabgleich in Verbindung mit Blitz nicht so richtig gut.


Nachdem das Öl getrocknet war, habe ich die Böden noch mit einem weichen Tuch etwas poliert und konnte anschließend ENDLICH das Regal aufbauen und an sein Bestimmungsort stellen.






 Der Bau hat etwas länger gedauert, da ich einiges ausprobiert und auch nicht ständig an dem Regal gebaut habe. Wie bis jetzt immer, ist auch bei diesem Projekt einiges nicht so gelaufen wie gedacht bzw. hat sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen. Neben dem Verleimproblem der Senkrechten ist aber nur bei dem unteren Boden was größeres daneben gegangen. Es ist schon dumm, wenn man seine eigene Schrift nicht mehr lesen kann und dann noch zu faul zum nochmal messen ist. So ist der untere Boden kleiner geraten wie gedacht. Was dran sägen geht nicht, Material für einen neuen Boden war nicht mehr vorhanden, so mußte halt die Hohlkehle den Fehler etwas kaschieren.
 

Ende

Neuzugang in der Werkstatt - Festool OF 1400 EBQ-Plus

Die OF 1400 EBQ ist die Mittelklasseoberfräse von Festool. Neben der 1400er gibt es aktuell noch die kleine OF 1010 und die große OF 2200.
Was die OF 1400 neben den vielen interessanten Ausstattungsdetails interessant macht, ist die Möglichkeit Fräser bis zu einem Schaftdurchmesser von 1/2" (12,7mm) zu verwenden. Der Weg dahin, war mir bei meinen Metabo Fräsen bis jetzt versperrt.
















Noch eine kurze Erläuterung zur Typenbezeichnung: Die 1400 steht für 1400Watt Aufnahmeleistung, die Kürzel E, B und Q stehen, für die MMC Motorelektronik, eine elektronische Bremse und dem per Plug-It abnehmbarem Netzkabel.




Ich möchte nur noch kurz einige der Features der OF 1400 EBQ zeigen:


Fixierung des Parallelanschlages mit nur einer Knebelschraube











Ratschenmechanismus zum Fräserwechsel












Werkzeuglose Montage von Kopierhülsen und Zubehör











Parallelanschlag, der seinen Namen verdient.
Die Feineinstellung hat leider etwas Spiel, in meinem Fall waren das laut Skala 0,6mm.
Ich habe das etwas modifiziert. Klick










Untere Absaugung am Parallelanschlag












Der Spanfänger












Die OF 1400 läßt sich auch auf den Kopfstellen, was beim Einsetzen von Fräsern oder Kopierhülsen sehr praktisch ist.


















Ich habe noch einiges an Zubehör für die OF 1400 EBQ dazu gekauft, dieses habe ich in einem separatem Systainer der Größe 1 mit Rasterschaumstoffeinlage untergebracht.







Bezugsquelle:

Die Festool OF 1400 EBQ-Plus könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.





Neuzugang in der Werkstatt - Festool Domino DF 500 Q-Set Dübelfräse

Ein Stück fiffiger Ingenieurskunst hat Festool mit der Domino DF 500 Q auf die Beine gestellt, die sie sich (leider) auch gut bezahlen lassen. Ich finde solche Maschinen immer faszinierend, wo durch Mechanik gleichzeitig verschiedene Bewegungen realisiert werden.

 








Bei der Domino ist eine Mechanik eingebaut die den sich drehenden Fräser gleichzeitig oszillierend bewegt. So können die Langlöcher für die Dominodübel gefräst werden ohne die Maschine oder das Werkstück bewegen zu müssen.









Bei der Domino stehen die 500 für 500 Watt Aufnahmeleistung und das Q für das Plug-It Netzkabel.


Der Vorteil der Domino Verbindungen gegenüber einem Flachdübel, sind zum einen die höhere Festigkeit, eine (wenn gewünscht) exakte Passung und die Möglichkeit auch in Rahmen, Leisten oder Rundstangen verwendet werden zu können.

Wenn man Plattenmaterial mit Flachdübeln, auch Lamellos genannt, verbindet, muß beim Verleimen immer darauf geachtet werden, dass die Platten seitlich richtig ausgerichtet werden. Kontruktionsbedingt haben die Flachdübelverbindungen seitlich Spiel. Dieses ist auch notwendig, um Toleranzen in den Materialien und bei der Herstellung der Fräsungen auszugleichen.
Bei den Dominoverbindungen ist dies ein wenig anders. Die erste Fräsung wird exakt passend zu einer Bezugskante gefräst. Um dies zu ermöglichen, verfügt die DF 500 über zwei kleine federnd gelagerten Anschläge. Der entsprechende Anschlag wird an die Kante der Platte angelegt und die Fräsebreite auf exakte Passung gestellt. So sitzen später diese Dominos immer an der gleichen Position und es entfällt das  seitliche Ausrichten der Bauteile. Alle weiteren Fräsungen können entweder auf Sicht nach Anriss gefräst werden oder ohne entsprechende Markierungen mit dem zusätzlichen Queranschlag. Um mögliche Toleranzen auszugleichen, wird für die folgende Fräsungen, die Fräsbreite per Drehschalter vergrößert, sodass die Dominos seitlich ein paar Millimeter Spiel in ihren Langlöchern haben.

Die Bedienung und die Einstellungen der DF 500 Q ähneln denen einer normalen Flachdübelfräse. Zum Fräsen wird der Anschlagtisch an das Werkstück gelegt und die Motoreinheit nach vorne geschoben. Die Einstellmöglichkeiten zur Positionierung sind auch gleich. Der Anschlag kann für Gehrungsverbindungen um bis zu 90° gekippt werden, auf einer seitlichen Skala, läßt sich der eingestellte Winkel ablesen und für wichtige Werte, wie 22,5° oder 45° gibt es Rastungen. Der 90° Anschlag läßt sich justieren. Die Fräshöheneinstellung, kann entweder auch über eine Skala millimetergenau eingestellt werden oder über eine Schnellverstellung. Diese ist ein kleiner Schieber auf dem Gerätefuß, welcher über die wichtigsten Maße verfügt. Anders als bei der Domino XL ist auf dem Schieber nicht der wirkliche Abstand der Fräsermitte zum Anschlag aufgedruckt, sondern die Werkstückdicke, bei der die Fräsung mittig sitzen würden. Bei Einstellung auf "40" ist somit der Fräsermittelpunkt bei 20mm. Das ist eine Sache die man immer im Hinterkopf behalten sollte.


Genau wie eine Flachdübelfräse verfügt auch die Domino über eine Einstellmöglichkeit für die Frästiefe.











Was die Bedienung der Domino von der einer Flachdübelfräse unterscheidet, ist zum einen, dass es die Domino Dübel in unterschiedlichen Stärken (von 4-10mm für die DF 500) gibt und deswegen darauf geachtet werden muß, dass der richtige Fräser montiert wird und zum anderen die Einstellmöglichkeit für unterschiedliche Fräsbreiten. Deren Funktion habe ich ja oben schon erläutert.

Um den Fräser zu wechseln, muß die Motoreinheit vom Gerätefuß getrennt und der Fräser mit einem kleinen Maulschlüssel getauscht werden. Um dies zu vereinfachen verfügt die DF 500 Q über eine Spindelarretierung.
Es stehen Fräser mit den Durchmessern 4, 5 (Standard), 6, 8 und 10mm zur Verfügung. Alle Fräser haben eine hartmetallbestückte Schneide.






 
Ich habe die Domino DF 500-Q im Set gekauft. Zu diesem Set gehört, der Zusatzanschlag, der Leistenanschlag und der Queranschlag. Weiter habe ich noch den Rundanschlag und den Domino Systainer bestellt. In dem Domino Systainer sind von allen erhältlichen Domino Dübelgrößen eine Tüte voll enthalten und die dazu benötigten Fräser.














Die einzelnen Zubehörteile


Der Leistenanschlag wird benötigt um Fräsungen in der Stirn von kleinen Leisten zu tätigen. Der Einstellbereich des Anschlages reicht für Leisten von 22-70mm.










Die Benutzung des Rundanschlages ermöglicht es auch Dübelverbindungen in Rundmaterialien zu fräsen, z.B. für den Bau von Geländern o.ä.
Es können Rundstäbe von 35-60mm bearbeitet werden.
Es besteht weiter die Möglichkeit, mit vier kleinen Madenschrauben, den Rundanschlag so zu justieren, dass die Fräsung genau mittig geschieht.







Um Fräsungen an der Vorderkante von Platten sicherer durchzuführen, kann der Zusatzanschlag montiert werden. Dieser vergrößert die Auflagefläche der DF 500 Q und gewährleistet so, dass die Fräsung auch genau im rechten Winkel erfolgt.
Ferner verfügt der Zusatzanschlag noch über zwei klappbare Anschläge. Wenn diese herausgeklappt werden, kann man den Abstand der Dübelmitte zur Aussenkante des Werkstücks, bei Verwendung der kleinen Anschläge von 37 auf 20mm reduzieren.





















Als letztes Zubehörteil gibt es noch den Queranschlag, bzw. eigentlich sind es zwei Anschläge, für jede Seite der Maschine einen.
Jeder der Anschläge verfügt über einen im Millimeterbereich einstellbaren federnd gelagerten Pin.
Dieser runde Pin greift in die vorherige Fräsung und bestimmt so den Abstand der neuen Fräsung zur Alten. So sind Serienfräsungen möglich, ohne die Position vorher markieren zu müssen.
















Mittlerweile habe ich einige Testfräsungen durchgeführt und auch die Böden für mein Regal mit der Dominofräse hergestellt. Die Maschine ist wie von Festool gewohnt, von hoher Qualität und sehr gut verarbeitet. Alle Bedienelemente sind logisch und griffgünstig positioniert und farblich abgesetzt.
Alle Skalen und Anschläge waren exakt justiert, außer der Skala für das Fräsen nach Anriss, die mußte ich etwas verschieben um ein bündiges Ergebnis bei L-Verbindungen zu bekommen.
Auch das Zubehör ist, wenn auch aus Kunststoffe, stabil und gut verarbeitet.
Auch wenn das eigentliche Erstellen der Verbindungen sehr einfach funktioniert, sollte man trotzdem gerade am Anfang konzentriert bei der Sache sein, da es doch einige Einstellungen zu beachten und vorzunehmen gilt. Wenn man eine vergisst zu ändern, passt es natürlich hinterher nicht mehr.
Genau wie bei Verbindungen mit Flachdübeln, ist es auch bei den Dominoverbindungen extrem wichtig, die einzelnen Teile des Werkstücks richtig zu kennzeichnen, z.B. durch das Schreinerdreieck, um Verwechslungen zu vermeiden und um immer die richtige Seite/Kante als Bezug zu nehmen.




Bezugsquelle:

Die Festool Domino DF 500 Q-Set könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Neuzugang in der Werkstatt - Festool MFK 700 EQ-Set Multikantenfräse

Da die Festool OF 1400 EBQ für feine Arbeiten und die Bearbeitung von Kanten doch recht groß ist, habe ich mir für solche Anwendungen zusätzlich die kleine MFK 700 EQ im Set gekauft.
Die MFK 700 ist eine kompakte Kantenfräse, die durch diverses Zubehör stark in ihrer Funktion erweitert werden kann. So besteht die Möglichkeit, nicht nur Kanten zu bearbeiten, sondern auch mit einem speziellen Frästisch Anleimer bündig zu fräsen. Weiter läßt sich der Kantentisch mit einem Parallelanschlag mit Feineinstellung erweitern, sodass mit der MFK auch kleine Nuten und Falze gefräst werden können. Ein vollwertiger Ersatz für eine kleine Oberfräse ist die MFK trotz ihrer vielen Möglichkeiten aber nicht, dafür ist der Fräshub von 14mm zu gering und es fehlt die Möglichkeit in das Werkstück einzutauschen.









Hier ein paar Bilder der MFK 700 EQ



Der vollgestopfte Systainer












Der Kantentisch mit angebrachtem Parallelanschlag mit Feineinstellung











Die untere Absaugung des Parallelanschlages












Die MFK mit montiertem Tisch und Abtastlager zum Bündigfräsen











Die zusätzliche untere Absaugung













Mehr dann zu der Kantenfräse bei den Projekten.




Bezugsquelle:

Die Festool MFK 700 EQ-Set könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Werkzeugvorstellung - Metabo SXE 450 Turbotec Exzenterschleifer

In meiner Werkstatt ist der Exzenterschleifer das meißtgenutzte Schleifgerät. Im Prinzip führe ich alle Schleifarbeiten mit dem Exzenterschleifer aus. Den Schwingschleifer nutze ich "nur" für den letzten Schliff mit feinen Körnungen. Angefangen hat die Ära Exzenterschleifer mit einem Gerät vom Lebensmitteldiscounter. Schon bei leichtem Druck blieb der Schleifteller stehen und drehte sich nicht mehr, Materialabtrag gabs mit dem "Gerät" eigentlich nicht. Der Nächste Schritt war ein Bosch PEX 270, den ich für 20,- beim Baumarkt mit dem Bieber erstanden habe. Von der Abtragsleistung und der Eigenstaubabsaugung ein gutes Gerät, nur leider ohne jegliche Vibrationsdämpfung. Danach hielt der kleine Bruder des SXE 450 Turbotec, der SXE 425 Einzug in meine Werkstatt. Da ich immer mit einem Auge Richtung Ebay schiele, habe ich dann irgendwann den hier vorgestellten SXE 450 ergattert.

Metabo SXE 450 Turbotec mit passendem Systainer


Da auch das Schleifergebnis für den Gesamteindruck und somit für die erreichte Qualität sehr wichtig ist, habe ich mich für Exzenterschleifer der gehobenen Klasse entschieden. Genau wie der "kleine" SXE 425 wird auch der Große in Deutschland produziert und macht den gleichen hochwertigen Eindruck. Der Exzenterschleifer liegt sowohl ein-, als auch beidhändig sehr gut in der Hand.
Dieser Eindruck setzt sich auch beim Schleifergebnis und der erzielten Oberfläche fort und durch die 350 Watt hat man eigentlich immer genug Leistungsreserven zur Hand.
Das herausragende Ausstattungsmerkmal des SXE 450 sind seine zwei Schwingkreise. Der Schleifer läßt sich durch drücken eines Knopfes und drehen der Schleifplatte entweder auf einen Schwingkreis von 2,8mm oder 6,2mm einstellen. Der große Schwingkreis sorgt für einen starken Abtrag mit einer verminderten Oberflächenqualität, für den Feinschliff stellt man den Schwingkreis einfach auf 2,8mm um und kann sich über ein super feines Schleifergebnis freuen. Was andere Hersteller mit zwei Geräten abdecken müssen, geht bei dem SXE 450 mit einem.

Wie es sich für ein Gerät dieser Klasse gehört, kann der SXE 450 genau wie der 425 mit verschieden harten Schleiftellern ausgestattet werden.
Ich verwende den SXE 450 mit dem ab Werk montierten mittelharten Teller, sowie mit dem zusätzlichen weichen Stützteller. Zum Einschleifen von Öl und bei geschwungenen Kanten, montiere ich noch zusätzlich das noch weichere Interfacepad. Dieses Pad hat aber keine Absauglöcher, sodass die Absaugfunktion des Exzenterschleifers wegfällt. Beim Einschleifen von Öl ist dies aber ein Vorteil, weil so keine Gefahr besteht, dass Ölreste mit angesaugt werden und so den Sauger innen verkleben könnten.

Der SXE 450 Turbotec verfügt über eine Drehzahlregelung (ohne Konstantelektronik) und einen "Turbo-Boost" Schalter. Mit diesem wird einfach die Regelung überbrückt und der Motor bekommt die vollen 230V. Wirklich wichtig ist diese "Funktion" nicht. Ich nutze sie eigentlich nur beim Endschliff mit anschließender Ölung von mehreren Teilen. Endschliff mit Schleifpaier und Turbo, zum Einschleifen des Öls, wird der Interfacepad mit passendem Schleifvlies montiert und der Turbo abgeschaltet. Durch die geringere Drehzahl besteht keine Gefahr, dass Öl durch die Gegend spritzt.

Wie eigentlich alle besseren Exzenterschleifer, verfügt auch der SXE 450 über eine Tellerbremse. Beim Festool Rotex RO 125 FEQ läßt sich diese Bremse bei Verschleiss schnell mit wenigen Handgriffen werkzeuglos wechseln. Beim Metabo SXE 450 bzw. auch beim 425 geht dies zwar auch relativ einfach, aber nicht werkzeuglos.

Weiter verfügt der SXE 450 über einen abnehmbaren vorderen Handgiff und eine Eigenabsaugung  mit Intecfiltersystem. Die Absaugung an sich funktioniert sehr gut, wenn der Intecfilter nicht wäre. Um diesen leichter zu leeren hat man nicht wie z.B. bei Bosch einen Tupperdosenverschluß gewählt, sondern eine hintere Klappe. Genau diese ist der Schwachpunkt, durch die Spalten rieselt etwas Staub langsam wieder ins Freie und in die Werkstatt, wo er eigentlich nicht hin soll. Da aber die Möglichkeit besteht direkt einen Sauger anzuschliessen, stört mich dieser Schönheitsfehler eher weniger. Wichtig beim Kauf war mir eine möglichst geringe Vibration. Dies erfüllte schon der SXE 425 und der 450 glänzt in dieser Disziplin auch. Im kleinen Schwingkreis spürt man so gut wie keine Vibrationen, im großen werden sie, je nach verwendeter Körnung, etwas stärker. Es ist aber trotzdem noch alles im grünen Bereich und es läßt sich mit beiden Einstellungen ermüdungsfrei arbeiten.
Anders als der SXE 425 wir der Metabo SXE 450 Turbotec schon ab Werk mit einem hochflexiblem OZOFLEX Gummikabel geliefert, sodass ein Wechsel des Netzkabels nicht nötig war.



Bezugsquelle: 

Metabo SXE 450 TurboTec

Wenn Du dieses Werkzeug kaufen möchtest, hast Du die Möglichkeit mit Deinem Einkauf diese Internetseite zu unterstützen. Du musst lediglich über den obigen Link die Amazon Produktseite aufrufen und darüber den Kauf tätigen.

Werkzeugvorstellung - Festool Rotex RO 125 FEQ

Heute gabs noch was feines aus Wendlingen, einen Rotex RO125 FEQ. Der erste Eindruck ist gemischt, der Rotex 125 ist zwar ein Handschmeichler, schön leicht und liegt super in der Hand, aber das Getriebe oje. Festool sollte sich mal die "Soundingenieure" aus Nürtingen ausleihen, ein Ohrenschmaus ist der Rotex mit Sicherheit nicht.


Mehr folgt zu diesem und auch zu den anderen neuen Elektrowerkzeugen, wenn ich etwas mit ihnen gearbeitet habe.

Es werden sich sicher jetzt einige Fragen, "Warum den 125er und nicht den Großen?".
1. Weil er sehr gut in der Hand liegt und noch locker einhandig geführt werden kann
2. Weil ich ihn sehr günstig bekommen habe.
und
3. Weil ich mit dem SXE 450 Turbotec mit seinen zwei Schwingkreisen gut bedient bin.




Update (November 2012):

Beim Schleifen der Treppe war der Rotex im Dauereinsatz, selbst mehrere Stunden am Stück waren kein Problem und das öfters genannte Problem übermäßiger Erwärmung konnte ich nicht feststellen. Mehr wie handwarm war nicht drin.
Das oben genannte raue Laufgeräusch des Getriebes ist mittlerweile verschwunden.

Der Abtrag des Schleifers im Rotexmodus ist enorm, da kommt der Metabo SXE 450 im Grobschliffmodus bei weitem nicht mit.

Beim Schleifen der Stufen hat sich der Protector als extrem nutzliches Zubehörteil erwiesen. Da der Schleifteller nicht an den Ecken anstoßen kann, muss man keine große Vorsicht beim Führen wallten lassen.











Eine feine Sache ist auch der werkzeuglose Schleiftellerwechsel. Kurzer Dreh am Teller und ab ist er.














Auch wenn die Gehäuseform für einen Schleifer auf dem ersten Blick vielleicht ungewohnt und unpraktisch wirkt, liegt der Rotex 125 auch einhändig gut in der Hand und die leichte Hecklastigkeit fällt wenig auf.











Es lassen sich auch die beiden wichtigsten Bedienelemente, der Ein/Aus- und der Moduswechelschalter ohne umgreifen bedienen.












Bei aller Lobhudelei gibt es aber auch meiner Meinung nach, einen großen Kritikpunkt in Sachen Bedienung.
Dieser ist die Position der Drehzahlregelung. Auf dem ersten Blick liegt sie zwar sehr griffgünstig, aber im Einsatz gerade bei solchen Renovierungsarbeiten, wo der Rotex in verschieden Positionen genutzt werden muss, verstellt man ständig unbewusst die Drehzahl.
Die Position des Reglers beim großen RO 150 ist da deutlich besser gewählt.







Bezugsquelle:

Den Festool Rotex RO 125 FEQ könnt Ihr bei Holzfachmarkt Gerschwitz bestellen.

Freitag, 10. Februar 2012

Kleine Modifikation am Parallelanschlag der Festool OF 1400

Es gibt nichts, was man nicht doch noch etwas verbessern kann. So auch an der Festool OF 1400. 
Die Feineinstellung des Parallelanschlages hat konstruktionsbedingt beim Drehen etwas Spiel. In meinem Fall waren es laut der Skala an dem Drehknopf 0,6mm. Nicht viel, aber je nach dem doch etwas störend.

Dieses Problem gibt es bei dem Parallelanschlag der Metabo Oberfräsen nicht, da die Mechanik ständig von zwei Schraubenfedern auf Spannung gehalten wird. Deshalb ist auch keine Klemmung nötig.

Den Perfektionisten in mir hat das Spiel etwas gestört so habe ich den Parallelanschlag etwas "gepimpt".
Zwei 2,5mm Löcher, gefolgt von zwei M3 Gewinden und kleinen aus einem M3er Gewindestab gefertigten Madenschrauben + etwas Schraubensicherungslack lösten das Problem. Die Verstellung ist jetzt nahezu spielfrei. Da ich die Spitzen der Madenschrauben leicht gerundet und poliert habe, sollte auch das Messingteil der Mechanik keinen Schaden nehmen (Der Arbeitsschritt fehlt noch bei dem Bild).